The Majestic


The Majestic

Übersicht:

1951, die Zeit von McCarthys Kommunistenhetze und der schwarzen Listen. Der Drehbuchautor Peter Appleton gerät auf eine ebensolche Liste und steht kurz vor seiner Verhaftung durch das FBI. Doch er erleidet einen Autounfall und gerät ohne Gedächtnis in ein kleines amerikanisches Städtchen, wo der alte Harry Trimble Peter für seinen seit dem Krieg verschollenen Sohn Luke hält. Gemeinsam bringen sie den verfallenen Stadt-Kinopalast "The Majestic" wieder auf Vordermann und auch Lukes Jugendfreundin Adele ist ihm sehr zugetan. Gerade als er seine neue Identität akzeptiert, holt ihn seine Vergangenheit wieder ein...

Stimmen 277 (6,6/10)

Laufzeit: 146 Minuten

Release-Datum 30.05.2002

True

Budget: $72,000,000.00

Umsatz: $37,317,558.00

Produktionsfirma:

  • NPV Entertainment
  • Village Roadshow Pictures
  • Castle Rock Entertainment
  • Darkwoods Productions

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Drama
  • Liebesfilm
  • Komödie

Anhänger

Weitere Informationen

Peter Appleton
Jim Carrey
Jim Carrey
Harry Trimble
Martin Landau
Martin Landau
Adele Stanton
Laurie Holden
Laurie Holden
Doc Stanton
David Ogden Stiers
David Ogden Stiers
Congressman Doyle
Hal Holbrook
Hal Holbrook
Elvin Glyde
Bob Balaban
Bob Balaban
Kevin Bannerman
Ron Rifkin
Ron Rifkin
Mayor Ernie Cole
Jeffrey DeMunn
Jeffrey DeMunn
Sheriff Cecil Coleman
Brent Briscoe
Brent Briscoe
Emmett Smith
Gerry Black
Gerry Black
Stan Keller
James Whitmore
James Whitmore
Irene Terwilliger
Susan Willis
Susan Willis
Mabel
Catherine Dent
Catherine Dent
Carl Leffert
Brian Howe
Brian Howe
Bob Leffert
Karl Bury
Karl Bury
Jerry the Bartender
Mario Roccuzzo
Mario Roccuzzo
Roland
Bruce Campbell
Bruce Campbell
Luke Trimble (voice)
Matt Damon
Matt Damon
Studio Executive
Garry Marshall
Garry Marshall
Studio Executive
Paul Mazursky
Paul Mazursky
Studio Executive
Sydney Pollack
Sydney Pollack
Studio Executive
Carl Reiner
Carl Reiner
Studio Executive
Rob Reiner
Rob Reiner
Prince Khalid
Cliff Curtis
Cliff Curtis
Director
Frank Darabont
Frank Darabont
Screenplay
Michael Sloane
Michael Sloane
Producer
Frank Darabont
Frank Darabont
Director of Photography
David Tattersall
David Tattersall
Original Music Composer
Mark Isham
Mark Isham
Editor
Jim Page
Jim Page
Set Decoration
Natalie Pope
Natalie Pope
Makeup Department Head
Bill Corso
Bill Corso
Costume Design
Karyn Wagner
Karyn Wagner
Production Design
Gregory Melton
Gregory Melton
Casting
Deborah Aquila
Deborah Aquila
Script Supervisor
Susan Malerstein
Susan Malerstein
Script Supervisor
Lyn Matsuda Norton
Lyn Matsuda Norton
First Assistant Editor
Vince Filippone
Vince Filippone
First Assistant Editor
Tracey Wadmore-Smith
Tracey Wadmore-Smith
Music Editor
Thomas A. Carlson
Thomas A. Carlson
Rigging Gaffer
Todd Sater
Todd Sater
Gaffer
H. Mark Vuille
H. Mark Vuille
Still Photographer
Ralph Nelson
Ralph Nelson
Steadicam Operator
David Emmerichs
David Emmerichs
Camera Operator
David Emmerichs
David Emmerichs
Production Sound Mixer
Mark Ulano
Mark Ulano
Supervising Sound Editor
Richard L. Anderson
Richard L. Anderson
Sound Re-Recording Mixer
Dean A. Zupancic
Dean A. Zupancic
Sound Re-Recording Mixer
Terry Porter
Terry Porter
Sound Re-Recording Mixer
Mel Metcalfe
Mel Metcalfe
Boom Operator
Tom Hartig
Tom Hartig
Production Supervisor
Alison Harstedt
Alison Harstedt

Kalla Malla

1951: Peter Appleton (Jim Carrey) ist ein Drehbuchschreiber aus Hollywood, dessen Leben sehr gut verläuft. Sein erstes Drehbuch wurde kürzlich erst verfilmt, für das Zweite laufen schon die ersten Vorbereitungen. Da gerät Peter allerdings ins Visier des FBI, die im Zuge der McCarthy-Kommunistenjagd gegen ihn ermitteln, da Peter in seiner Jugend an kommunistischen Vereinigungen teilgenommen haben soll. Ehe er es sich versieht, steht Peter auf den gefürchteten schwarzen Listen und verliert so natürlich auch seinen Job. Gerade als Peter meint, den Tiefpunkt seines Lebens erreicht zu haben, kommt es zu einem tragischen Zwischenfall: In einer regnerischen Nacht verliert Peter die Kontrolle über seinen Wagen und stürzt in einen reissenden Fluss. Durch die schweren Erschütterungen erleidet er einen Gedächtnisverlust und wird wenig später an den Ufern des kleinen Örtchens Lawson angespült. Ohne jedwede Erinnerung wird der vom FBI gesuchte Mann von den Bewohnern der Stadt mehr als freundlich aufgenommen. Die Freundlichkeit der Bürger Lawson's hat einen bestimmten Grund, da sie meinen, in Peter den seit mehr als neun Jahren vermissten Kriegshelden Luke Trimble wiederkannt zu haben. Als dessen Vater Harry Trimble (Martin Landau) Peter begegnet, ist er ebenfalls felsenfest davon überzeugt, dass er niemand anders als sein Sohn sei. Die Ganze Stadt ist in heller Aufruhr und feiert die Rückkehr "Luke's" gebührend. Durch seinen Gedächtnisverlust beginnt Peter sogar selbst zu glauben, dieser Luke zu sein und lebt so dessen Leben weiter. Peter/Luke zieht in Harry's Wohnung über einem alten Kino, dem Majestic ein und lernt Adele Stanton (Laurie Holden) kennen, die einstige Verlobte Luke's. So geht das Leben seinen Gang: Nicht nur, dass Peter und Adele einander mit der Zeit näher kommen, auch das Majestic wird mit vereinten Kräften wieder renoviert und in Betrieb genommen. Das Leben in Lawson ist die reinste Idylle für Peter, bis plötzlich das FBI auftaucht und zudem seine Erinnerung wiederkehrt.. Es steht außer Frage, dass die meisten Leute bei dem Namen Jim Carrey an einen dauergrinsenden, überdrehten, grimassenschneidenden Kasper denken. Auch wenn dies durch zahlreiche seiner Filme durchaus einen gewissen Grad an Berechtigung hat, sollte man sich zumindest mal die Mühe machen, auch die ruhigeren Streifen Carrey's zu sichten, bevor man sich voll und ganz auf dieser Behauptung verankert. Mit "Die Truman Show", "Vergiss mein nicht!" und eben "The Majestic" hat Carrey mittlerweile fast schon einen festen Fuß im Genre des Dramas gefasst. Während "Die Truman Show" damals eine sarkastische, zugleich aber auch ergreifende Mediensatire, und "Vergiss mein nicht!" ein überaus trauriges Liebesdrama war, kommt "The Majestic" als eine über weite Strecken hinweg sehr unterhaltsame Gut-Mensch-Fabel daher, die nicht nur mit Versatzstücken des Dramas hantiert, sondern auch ein außerordentlich positives Gefühl beim Zuschauer hinterlässt. Mit etwa 146 Minuten erscheint die Laufzeit auf den ersten Blick etwas lang, doch diese Annahme trügt, denn Frank Darabont, der bereits mit "Die Verurteilten" und "The Green Mile" zwei hervorragende, tiefgründige Filme schuf, gelingt es wunderbar, das Interesse des Zuschauers an "The Majestic" stets aufrecht zu erhalten. Alles beginnt mit einem aufschlussreichen Einblick in das Leben Peter Appleton's, der sich und seinen Alltag zuerst selbst vorstellt, bis er dann die Erzählung in die Hand der Bilder legt. Der Einstand hat mir hier bereits sehr gefallen. Da die Handlung ins Amerika der 50er verlegt wurde, sieht alles dementsprechend aus, und macht auf eine hübsche Art und Weise einen alten Eindruck. Auch Hollywood wurde gut eingefangen und vermittelt diese typische Atmosphäre irgendwo zwischen Glamour und Urlaubsfeeling. Inmitten all dessen lebt ein zufriedener Peter Appleton, mit dem es das Leben scheinbar gut gemeint hat. Gerade erst läuft der Film "Wüstenpiraten der Sahara" im Kino an, für den er das Drehbuch geschrieben hat, und die Verhandlungen für sein nächstes Script "Ashes to Ashes" laufen bereits auf Hochtouren. Da schlägt das Schicksal allerdings gnadenlos zu: Peter wird vorgeworfen, als Jugendlicher kommunistische Versammlungen aufgesucht zu haben. Wer allerdings nun auf eine Abrechung mit der McCarthy-Ära hofftt, derer damals viele Drehbuchschreiber zum Opfer fielen, setzt auf den falschen Film, da sich "The Majestic" nur am Rande an dieser Thematik festhält und dies quasi als Leitfaden für die noch folgenden Ereignisse benutzt. Damit, was nämlich noch passieren soll, würde man, wenn man die Inhaltsangabe nicht kennt, niemals im Leben rechnen, da hier fast schon ein kompletter Handlungsumbruch vollzogen wird. Mit dem Sturz von einer Brücke und einem daraus resultierenden Gedächtnisverlust, endet auch der eben umschriebene Part des Films vorerst vollständig und führt uns in die Geschichte des kleinen Städtchens Lawson ein. Deren Einwohner haben in den letzten beiden Weltkriegen viele ihrer Söhne verloren und meinen nun, in Peter den Kriegshelden Luke Trimble wieder zu erkennen, der einst im Zweiten Weltkrieg spurlos verschwand, nachdem er vieler seiner Kameraden das Leben rettete und dafür mit der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet wurde. Außnahmslos jeder in Lawson hält Peter nun für Luke, selbst für dessen Vater Harry Trimble gibt es keinen Zweifel, dass nach vielen Jahren der Ungewissheit endlich sein Sohn wieder vor ihm steht. Frank Darabont lässt sich von nun an sehr viel Zeit, die verschiedenen Charaktere einzuführen, was ihm hoch anzurechnen ist, da die Geschichte so sehr viel symphatischer daherkommt und man das Gefühl entwickelt, jeden der Einwohner Lawson's persönlich zu kennen. Durch seinen schweren Unfall ist Peter selbst davon überzeugt, Luke zu sein, der ihm tatsächlich bis aufs Haar gleicht und lebt sich so in dessen ehemaliges Leben ein. Mehr und mehr vertieft er sich in das geruhsame Kleinstadtleben, kommt so Adele Stanton näher, und hilft zudem Harry bei der Renovierung des Majestic. Dieser Aspekt spielt eine tragende Rolle im Film, da man darin auch die sich langsam aufbauende Freundschaft zwischen Peter und Harry wiedererkennen könnte. Als das Kino nach mühsamer Arbeit wieder in all seinem Glanz erstrahlt, hat sich auch zwischen den beiden Männern eine tiefe Freunschaft, wenn nicht sogar eine Vater-Sohn Beziehung entwickelt. Dass jedoch ist der Zeitpunkt, als Peter's Erinnerung zurückkehrt und sein neues Leben in Harmonie mit den Fehlern seiner Vergangenheit konfrontiert werden. An der Aufmachung dieser fast schon märchenhaften Erzählung, deren Kernpunkte Freundschaft und Vertrauen ist, gibt es absolut nichts zu meckern. Frank Darabont hat einen nicht zu leugnenden Sinn für Ästhetik und lässt so des öfteren wunderschöne, prachtvolle Bilder einfließen, erzählt seine Geschichte ruhig und ohne die für Hollywood typische Hektik. Das ist auch der Grund, wieso "The Majestic" nicht für jeden geeignet ist. Man muss sich Zeit nehmen und den Streifen auf sich wirken lassen, andernfalls kann er nicht ankommen und wird schlimmstenfalls als langweilig aufgefasst. Es gibt allgemein nicht viel zu kritisieren an diesem Film, da alles zusammen ein in sich geschlossenes, harmonierendes Gesamtwerk ergibt, von dem man mit Sicherheit ein überaus glückliches Gefühl mitnehmen wird. Einzig und allein als störend könnten hin und wieder die Anflüge von überflüssigem Kitsch empfunden werden, die man leider nicht leugnen kann, und die vor allem gegen Ende sehr ausgeprägt sind. Die Schauspieler haben mir ausnahmslos absolut zugesagt und wussten zu überzeugen. Jim Carrey, an den ich leider nicht unbeeinflusst herangehen kann, da eine bestimmte Symphatie für ihn immer vorhanden ist, zeigt sich von einer ungewohnten Seite und verzichtet beinahe komplett auf die Stilmittel, die ihn als Komiker derart berühmt gemacht haben. Ich kann mich an keine einzige Grimasse erinnern und muss wohl auch sonstige Blödeleien vergessen haben, sollten diese vorhanden gewesen sein. Soll heißen, dass auch die mal einen oder mehrere Blicke riskieren dürfen, die sonst eine abgrundtiefe Abneigung gegen Carrey verspüren. Als Harry Trimble ist ein herrlich gefühlvoll agierender Martin Landau zu sehen, der seiner Darstellung genau den richtigen Grad an Tiefgang und Emotionen verleiht, um einen Vater, der seinen Sohn nach mehr als neun Jahren wieder sieht, glaubhaft rüberzubringen. Fazit: Etwas Kitsch hin oder her, "The Majestic" ist alles in allem ein hervorragender Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Jim Carrey zeigt sich von seiner eher ungewohnten Seite und liefert somit auch seinen Hassern einen driftigen Grund, sich einen großen Schritt auf diesen Streifen hinzu zu bewegen. So lange man sich von einer 146 minütigen Laufzeit nämlich nicht abgeschreckt fühlt, und auch gegen etwas Anspruch und Emotionen nichts einzuwenden hat, ist "The Majestic" ein Film, mit dem man auf der richtigen Seite ist. Zwar geht Darabont etwas oberflächlich mit der McCarthy-Thematik um, doch dies sollte angesichts des restlichen Gesamtwerks nicht als Negativpunkt betrachtet werden. Als Meisterwerk möchte ich "The Majestic" zwar nicht bezeichnen, doch für einen geruhsamen Abend mit viel Gefühl reicht es allemal. Die intelligent erzählte Geschichte hebt garantiert jede noch so angeschlagene Stimmung und wird sicherlich von niemandem mehr so schnell vergessen werden.

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