Bei Anruf Mord


Bei Anruf Mord

Übersicht:

Margot ist die reiche Ehefrau des windigen Ex-Profi-Tennisspielers und Playboys Tony Wendice. Tony fürchtet den Verlust des Geldes, weil Margots Liaison mit dem Kriminalroman-Autor Mark zu einer Scheidung führen könnte. Er zwingt einen ehemaligen Schulkameraden, der in Schwierigkeiten steckt, zum Mord an seiner Frau. Der bis ins kleinste Detail minutiös ausgefeilte Plan droht zu scheitern, als Margot es mit letzter Kraft schafft, ihren vermeintlichen Mörder mit einer Schere zu erstechen. Doch Tony schaltet schnell: Mit eiskalter Berechnung liefert er der Polizei Hinweise, die seine Frau nicht nur ins Gefängnis, sondern sogar die Todesstrafe bringen könnten...

Stimmen 533 (7,9/10)

Laufzeit: 104 Minuten

Release-Datum 02.12.1954

True

Budget: $1,400,000.00

Umsatz: $3,000,000.00

Produktionsfirma:

  • Warner Bros.

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Krimi
  • Mystery
  • Thriller

Anhänger

Weitere Informationen

Tony Wendice
Ray Milland
Ray Milland
Margot Mary Wendice
Grace Kelly
Grace Kelly
Mark Halliday
Robert Cummings
Robert Cummings
Chief Insp. Hubbard
John Williams
John Williams
Charles Alexander Swann aka Captain Lesgate
Anthony Dawson
Anthony Dawson
Storyteller
Leo Britt
Leo Britt
Detective Pearson
Patrick Allen
Patrick Allen
Detective Williams
George Leigh
George Leigh
Woman exiting airplane
Bess Flowers
Bess Flowers
Police Sergeant O'Brien
Robin Hughes
Robin Hughes
Detective (uncredited)
Guy Doleman
Guy Doleman
Man in Phone Booth (uncredited)
Sam Harris
Sam Harris
Man at Tony's Table at the Dinner in Photograph (uncredited)
Alfred Hitchcock
Alfred Hitchcock
Men's Club Party Member (uncredited)
Harold Miller
Harold Miller
Policeman Outside Wendice Flat (uncredited)
Martin Milner
Martin Milner
Judge at Margot's Trial (uncredited)
Forbes Murray
Forbes Murray
Detective (uncredited)
Thayer Roberts
Thayer Roberts
Bobby (uncredited)
Jack Cunningham
Jack Cunningham
Director
Alfred Hitchcock
Alfred Hitchcock
Producer
Alfred Hitchcock
Alfred Hitchcock
Director of Photography
Robert Burks
Robert Burks
Original Music Composer
Dimitri Tiomkin
Dimitri Tiomkin
Set Decoration
George James Hopkins
George James Hopkins
Makeup Artist
Gordon Bau
Gordon Bau
Author
Frederick Knott
Frederick Knott
Editor
Rudi Fehr
Rudi Fehr
Art Direction
Edward Carrere
Edward Carrere
Sound Designer
Oliver S. Garretson
Oliver S. Garretson
Costume Design
Moss Mabry
Moss Mabry
Assistant Director
Mel Dellar
Mel Dellar
Gaffer
Vic Jones
Vic Jones
Makeup Artist
Otis Malcolm
Otis Malcolm
Sound
Robert G. Wayne
Robert G. Wayne
Property Master
Herbert Plews
Herbert Plews
Grip
Dudie Maschmeyer
Dudie Maschmeyer

Kalla Malla

Ex-Tennis-Champion Tony Wendice glaubt, ein sicheres Leben an der Seite seiner jungen und vor allem wohlhabenden Frau Margo vor sich zu haben. Dann erfährt er von einer Affäre, die sie ein Jahr zuvor hatte und dass sie im Begriff ist, die Scheidung einzureichen. Tony bleibt nichts anderes übrig, als das vorzeitige Ableben seiner jungen Ehefrau voranzutreiben - er plant den perfekten Mord. Doch leider macht Margo ihrem habgierigen Gatten einen Strich durch die Rechnung - in Notwehr ersticht sie den Auftragskiller. Doch für Tony scheint sich doch noch alles zum Guten zu wenden: Er beginnt, die Polizei durch subtile Hinweise bezüglich eines möglichen Vorsatzes hinter der Tat seiner Frau auf eine falsche Fährte zu locken, die Margot zu einer Verurteilung treiben könnte. Margo wird folglich wegen Mordes vor Gericht gestellt und tatsächlich zum Tode verurteilt. Doch dann tauchen einige Ungereimtheiten auf... Eine kleine, schnelle Auftragsarbeit für zwischendurch sollte »Bei Anruf Mord« (»Dial M for Murder«) aus dem Jahre 1954 werden, herausgekommen ist einer der ganz großen Klassiker im Schaffen Alfred Hitchcocks. Einer dieser Filme, die man immer und immer wieder sehen kann, selbst wenn man bereits jede Wendung der Handlung auswendig kennt. Hitchcock beweist, dass es keinen Aufwand braucht, um einen spannungsmäßig nervenzerrenden Thriller zu inszenieren, lediglich eine Handvoll guter Schauspieler, einen Schauplatz (die Londoner Wohnung) und ein gutes Buch - hier die Bühnenvorlage von Frederick Knott. Hitchcock drehte »Bei Anruf Mord« in 3-D, was ihm nach eigenen Aussagen nicht behagte, und abgesehen von der Szene, in der Grace Kelly verzweifelt ihre Hand nach dem Publikum ausstreckt, in der Hoffnung, man möge ihr eine Schere reichen, fällt es auch kaum auf. Statt derlei technischem Schnickschnack konzentriert sich Hitchcock ganz auf seine Charaktere und schafft enorme Suspense-Sequenzen. Unvergesslich, wenn Grace Kelly nachts zum Telefon wandelt, wo der Mörder schon auf sie wartet. Packend, wenn Ray Milland zur Telefonzelle eilt, welche aber leider besetzt ist. Erstaunlich, wie locker Hitchcock damit durchkommt, dass die verheiratete Grace Kelly bereits in der zweiten Filmszene einen fremden Mann küsst, mit dem sie offensichtlich ein Verhältnis hat bzw. hatte (und sich beide in der deutschen Synchronfassung fröhlich weiter siezen, was absolut absurd ist). Apropos Grace Kelly - sie trägt flammendes Rot zu Beginn, später wird ihre Garderobe immer farbloser und unglamouröser. So erzählt Hitchcock mal eben nebenbei ihre seelische Zermürbung. Wollte man etwas kritisieren, müsste man Robert Cummings nennen, der sowohl hier als auch in Hitchcocks »Saboteur« ein wenig zu gemütlich für einen männlichen Helden wirkt. Der aalglatte Ray Milland jedenfalls spielt ihn locker an die Wand. In einer Nebenrolle brilliert (wie immer) John Williams als Scotland Yard-Inspektor, der sogar (einzigartig im Hitchcockschen Oeuvre) den Fall löst. Übrigens wurde das Stück »Dial M for Murder« von Frederick Knott 1952 zunächst im Fernsehen (BBC) und dann in einem Londoner Theater aufgeführt. Zwei Jahre später adaptierte Frederick Knott es fürs Kino, und Alfred Hitchcock machte daraus den Psychothriller »Bei Anruf Mord« mit genau kalkulierter Suspense. Auf Wunsch von Warner Bros. hat man damals im nur für kurze Zeit populären 3D Format gedreht. Die 3D Fassung von Alfred Hitchcock's »Bei Anruf Mord« stellt nicht nur ein Kuriosum der Filmografie der Regie-Legende dar, sondern ist auch sonst eine Art Novum in der Kino-Geschichte. So wurde der Krimi-Thriller auf dem Höhepunkt der 50er Jahre 3D-Welle zwar komplett stereoskopisch gedreht, aber aufgeführt auch damals praktisch nur in 2D. Zum Glück möchte man sagen. Denn wie man heute weiss, hat die 3D-Fassung von »Dial M for Murder« mit einigen Schwächen zu kämpfen. So mag die gesteigerte Dimensionalität des auf stark begrenztem Raum spielenden Films interessant (und gelegentlich auch recht wirkungsvoll) sein, kommt aber zu unnatürlich und irritierend daher - wobei extremes Ghosting zusätzlich vom eigentlichen Filminhalt ablenken. Man ist also mit der 2D-Version besser bedient. Fazit: Wieder ein gelungener Hitchcock, mit Spannung von Anfang bis zum fulminanten Schluss. Auch hier spielt der Altmeister wieder gekonnt mit der Kamera und der dramatischen Hintergrundmusik, die sich immer wieder dann theatralisch steigert, wenn eine dramatische Szene ansteht. Die Schauspieler mussten hier noch ihre Kunst zeigen, und das sieht man. Für Interessierte, die sich fragen, wo in diesem Film Alfred Hitchcock auftaucht: Der Ehemann nimmt ein Bild von einer College-Feier von der Wand und zeigt es dem Polizeiinspector. Auf diesem Bild ist Alfred Hitchcock zu sehen.

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