Braindead


Braindead

Übersicht:

Der junge Lionel steht unter der Fuchtel seiner übermächtigen, schwerreichen Mutter. Als er ein schüchternes Verhältnis mit der Verkäuferin Paquita beginnt, wird Mutter beim Hinterherspionieren im Zoo von einem Sumatra-Rattenaffen gebissen und infiziert sich mit einer ebenso seltenen wie rasant ansteckenden Tollwutvariante. Die vorsichtig keimende Liebe des jungen Paares wird im Folgenden massiven Belastungen ausgesetzt, die in einer finalen Belagerung durch Heerscharen rasender Zombies gipfelt.

Stimmen 476 (7,3/10)

Laufzeit: 97 Minuten

Release-Datum 12.08.1993

True

Budget: $3,000,000.00

Umsatz: $242,623.00

Produktionsfirma:

  • WingNut Films
  • New Zealand Film Commission
  • Avalon/NFU Studios

Produktionsland:

  • New Zealand

Genres:

  • Horror
  • Komödie

Weitere Informationen

Lionel Cosgrove
Tim Balme
Tim Balme
Paquita Maria Sanchez
Diana Peñalver
Diana Peñalver
Mum
Elizabeth Moody
Elizabeth Moody
Uncle Les
Ian Watkin
Ian Watkin
Nurse McTavish
Brenda Kendall
Brenda Kendall
Zombie McGruder
Stephen Papps
Stephen Papps
Scroat
Murray Keane
Murray Keane
Nora Matheson
Glenis Levestam
Glenis Levestam
Mr. Matheson
Lewis Rowe
Lewis Rowe
Void
Stuart Devenie
Stuart Devenie
Void
Jed Brophy
Jed Brophy
Rita
Elizabeth Mulfaxe
Elizabeth Mulfaxe
Roger
Harry Sinclair
Harry Sinclair
Courtney
Angela Robinson
Angela Robinson
Undertaker's Assistant
Peter Jackson
Peter Jackson
Paquita's Grandmother
Davina Whitehouse
Davina Whitehouse
Director
Peter Jackson
Peter Jackson
Screenplay
Stephen Sinclair
Stephen Sinclair
Screenplay
Fran Walsh
Fran Walsh
Screenplay
Peter Jackson
Peter Jackson
Original Music Composer
Peter Dasent
Peter Dasent
Director of Photography
Murray Milne
Murray Milne
Editor
Jamie Selkirk
Jamie Selkirk
Casting
Fran Walsh
Fran Walsh
Production Design
Kevin Leonard-Jones
Kevin Leonard-Jones
Art Direction
Ed Mulholand
Ed Mulholand
Producer
Jim Booth
Jim Booth
Costume Design
Chris Elliott
Chris Elliott
Story
Stephen Sinclair
Stephen Sinclair
Associate Producer
Jamie Selkirk
Jamie Selkirk
Stunt Coordinator
Peter Hassall
Peter Hassall

Kalla Malla

Der schüchterne Lionel (Timothy Balme) lebt zusammen mit seiner dominanten Mutter (Elizabeth Moody) in einem großen Anwesen. Sein ganzes Leben lang lässt er sich schon von ihr kontrollieren und befehligen, Lionel gehorcht seiner Mutter aufs Wort. Eines Tages erlebt die mehr als zweifelhafte Idylle der Beiden eine plötzliche Erschütterung, als sich Lionel in die hübsche Verkäuferin Paquita (Diana Peñalver) verliebt. Lionel's Mutter ist nicht bereit, ihren Sohn mit einer anderen Frau zu teilen und terrorisiert die Beziehung zwischen Lionel und Paquita regelrecht. Als die Beiden eines Tages zusammen in den Zoo gehen, folgt Lionel's Mutter ihnen, um sie bei ihrem "unsittigen Treiben" zu beobachten. Dabei kommt sie allerdings einem Käfig zu nahe, in dem ein seltener Ratenaffe gefangen gehalten wird. Das Biest beißt die alte Frau in den Arm, die daraufhin von Lionel nach Hause gebracht wird. Natürlich gibt sich der junge Mann die Schuld an dem Vorfall. Schon sehr bald macht das dominante Weibsbild erschreckende Veränderungen durch: Zuerst zieht sie sich bei der täglichen Schminke einen Teil ihrer Haut ab, bevor ihr anschließend beim Abendessen ihr eigenes Ohr in den Pudding fällt, das sie kurzerhand verspeist. Lionel sieht sich vollkommen hilflos gegenüber diesen Veränderungen. Zwar pflegt er seine Mutter so gut es ihm möglich ist, doch ihr Zustand verschlechtert sich. Kurz darauf stirbt sie sogar, doch das ist nicht von langer Dauer. Als sie nach einem kurzen Moment des Todes wieder aufersteht und einer Krankenschwester den Kopf abreißt, die daraufhin ebenfalls wieder ein untotes Leben beginnt, schließt Lionel sie beide in einer Verzweiflungstat im Keller ein. Durch immer mehr kuriose Ereignisse häuft sich die Anzahl an Zombies im Keller schon bald enorm. Lionel stellt seine untoten Untermieter zwar mit Beruhigungsmitteln ruhig, hat aber trotzdem große Schwierigkeiten, die Sache geheim zu halten. Lionel's Onkel Less (Ian Watkin) schließlich entdeckt die "Leichen" im Keller und zwingt ihn, das Haus an ihn abzutreten, ansonsten würde er seinen Fund der Polizei melden. Lionel bleibt nichts anderes übrig und so feiert Less noch am selben Abend eine große Party in dem Haus. Den Untoten gelingt in deren Verlauf die Flucht aus dem Keller und es kommt zu einem Blutbad epischen Ausmaßes, in dessen Verlauf ein Rasenmäher noch eine wichtige Rolle spielen soll... "Evil Dead", "Dawn of the Dead", "Texas Chainsaw Massacre" - Auf die Frage hin, welche Filme denn nun die absoluten Klassiker des Horrorgenres sind, erhält man für gewöhnlich eine Vielzahl unterschiedlicher Antworten, doch wer wissen will, welcher denn nun der blutigste Titel von allen ist, dem wird meist nur ein einziger Namen genannt: "Braindead"! Jeder, der auch nur ein bisschen etwas für den Horror/Splatterfilm übrig hat, kennt ihn oder möchte ihn kennen und das völlig zu recht. Doch nun mal der Reihe nach. Regie hierbei führte das überaus vielseitige Genie Peter Jackson, der seit seiner bombastischen "Herr der Ringe" Trilogie in aller Munde ist und seinen Status an der Spitze der derzeitigen Mainstream-Giganten durch seine dreistündige Adaption des Klassikers "King Kong" eindrucksvoll behauptete. Was allerdings nicht jeder weiß, ist dass dieser Mann eine Vergangenheit hat, die kaum etwas mit diesen epochalen Machwerken zu tun hat und die sich klar im Horrorgenre einsiedelt. Alles nahm seinen Anfang im Jahre 1987, als Jackson seinen Amateur-Trashfilm "Bad Taste" auf die Welt losließ, an dem er über Jahre hinweg in mühevoller Kleinarbeit gearbeitet hatte. Die Mühe sollten sich allerdings lohnen, denn "Bad Taste" wurde auf genrebezogenen Festivals auf und ab gespielt und kam so schon sehr bald zu seinem verdienten Ruhm und Jackson hatte bereits einen Fuß in der Szene gefasst. Zwei Jahre später lieferte er mit "Meet the Feebles" eine schwarzhumorige Muppetshow ab, die ganz klar eine erwachsene Zielgruppe anspricht. Mit diesem Projekt und den daraus resultierenden Gewinnen konnte sich Jackson endlich an die Realisierung eines lange ersehnten Wunsches machen und "Braindead" drehen, den blutigsten und vielleicht auch humorvollsten Splatterfilm, den die Welt bislang gesehen hat... Bevor es nun aber endlich mit der eigentlichen Filmbesprechung losgeht, einige Worte an die selbsternannnten Moralapostel und Sittenwächter. Der Jugendschutz ist mit Sicherheit eine überaus sinnvolle Sache, doch in Deutschland hat er sein eigentliches Ziel schon lange verfehlt. So werden hier Filme verboten, die das Horrorgenre stark geprägt haben, außerdem in anderen Ländern als Kunst bezeichnet und in Museen geehrt werden. Neben "Tanz der Teufel" und "Dawn of the Dead" ist die Beschlagnahmung von "Braindead" der dümmste und unüberlegteste Akt der Willkür, der jemals in diesem Bereich getätigt wurde. Was wir hier haben, ist in keinster Weise gewaltverherrlichend oder gar menschenverachtend, sondern eine reine und absolute Persiflage auf den Splatterfilm, die sich absolut nicht ernst nimmt und in seiner absolut überzogenen Machart von keinem normal denkenden Menschen ernstgenommen werden kann. Dagegen ist jeder "Wrong Turn" grausamer, jeder "Creep" verstörender. "Braindead" ist beste Unterhaltung für ein Publikum, das über derbe Scherze und eimerweise Kunstblut lachen kann, nicht mehr und nicht weniger. Und wer nicht spätestens dann lacht, wenn sich der Darm eines Untoten verselbstständigt und den Hauptprotagonisten angreift, der werfe bitte den ersten Stein. Noch nie zuvor habe ich einen Film gesehen, in dem so übertrieben viel Blut vergossen wird, jedoch kam mir gleichzeitig auch noch nie etwas unterhaltsameres im Bereich des Splatterfilms unter. Man sieht Peter Jackson's Hauptbemühung, "Braindead" als den wohl blutrünstigsten, aber auch gleichzeitig humorvollsten Splatterfilm der Geschichte zu inszenieren, in jeder Sekunde. Sehr erwähnenswert ist die Tatsache, dass der Gute bei alledem eine Handlung nicht außen vor ließ und eine tatsächlich sehr interessant zu verfolgende Geschichte inmitten des Blutbades platzierte. Unübersehbare Anleihen finden sich bei "Psycho", wenn wir sehen, wie krankhaft Lionel an seiner Mutter hängt und diese ihn nach Strich und Faden ausnutzt. Er ist einer von diesen liebenswerten Kerlen, dem man einfach seine Symphatien zuwerfen muss, eine andere Möglichkeit lässt Jackson einem hier zu keinem Zeitpunkt. Vera, Lionel's Mutter dagegen ist ein richtiges Ekelpaket, der man ihre schicksalshafte Begegnung mit dem bissigen Rattenaffen mehr als nur gönnt. Während der Film anfangs noch auf seine Charaktere eingeht, wird von dem Beginn der Verwandlung an sehr viel Wert auf den Comedyfaktor gelegt. Vera's Mutation in einen Zombie ist äußerst spaßig in Szene gesetzt und mit absurden Ideen gespickt. Auch, wenn der Film von Minute zu Minute mehr Splatter aufzufahren scheint, so vergisst Jackson nie, seine Vorliebe für schwarzen Humor bewusst auszuleben. Ein Zombie-Pärchen das Sex hat und ein hässliches Baby zur Welt bringt, ein halb abgetrennter Kopf, mit dem Fußball gespielt wird, ein Oberkörper der in der Toilette heruntergespült wird und viele weitere verrückte Einfällen erfreuen jeden Fan grotesken Humors mit Sicherheit. Genau das ist dann auch der wesentliche Grund, wieso sich dieser Film von anderen Genrekollegen so sehr abhebt. Zwar gibt es durchaus einige unterhaltsame Partysplatterfilmchen, doch gegen "Braindead" kommt keiner von ihnen an, da sie meist nur auf die Effekte achten und den Funfaktor dabei verkommen lassen. Dennoch hatte vor Jackson kurioserweise noch nie jemand den Mut, seinen Film randvoll mit Splatter zu packen. Das Ausmaß der hier aufgefahrenen Effektpalette ist in der Tat enorm und ließ mich, als ich den Film zum ersten Mal sah, nicht selten verdutzt staunen. Den ganzen Film über versüßen immer wieder mal kleine, äußerst blutige Eskapaden das Geschehen, meist verbunden mit Komik, zum Beispiel wenn ein Pfarrer plötzlich zum Kung Fu Champion wird und mehreren Zombies Arme und Beine ausreißt. Doch dies ist noch kein Vergleich dafür, was wir in der letzten halben Stunde zu sehen bekommen. So bald die Zombies die Party stürmen, entbrennt ein Inferno an zerplatzenden Köpfen und zerhackten Körpern, das in dieser Form nie wieder zu toppen sein wird. Nicht umsonst gilt "Braindead" gemeinhin als der Film mit dem höchsten Kunsblutverbrauch aller Zeiten. Alleine schon die Szene, in der sich Lionel mit einem Rasenmäher durch zahlreiche Zombies kämpft, zeigt mehr abgetrennte Gliedmaßen und deutlich mehr Blut, als alle "Freitag der 13." und von mir aus noch alle "Tanz der Teufel" Filme zusammen (allein für diese Szene wurden schon 300 Liter Kunstblut verwendet). Dennoch kann man zu keinem Zeitpunkt des Films von möglicher Gewaltverherrlichung sprechen. Anhand der maßlos übertrieben, exzessiv gezeigten Splatterfeuerwerken ist ein automatisches abgrenzen von der Wirklichkeit selbstverständlich, deshalb würde ich auch nicht so weit gehen, "Braindead" als überaus brutal einzustufen. Was wir hier haben ist eine ironische Betrachtungsweise des Splatterfilms und dessen gleichzeitiger Höhepunkt. Zu meckern habe ich dabei rein gar nichts. Dass hier nicht all zu viel Spannung aufgebaut wird, dürfte klar sein. Ich empfinde es als äußerst schade, dass gerade dieser Punkt in zahlreichen Reviews immer wieder als negativ aufgeführt wird, denn Jackson wollte hiermit schließlich keinen an den Nerven kitzelnden Thriller erschaffen. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man sich den Streifen zulegt. "Braindead" ist ein schwarzhumoriges Blutbad und kein Horrorfilm im eigentlichen Sinn. Insofern man auch nur das Geringste für den Splatterfilm übrig hat, wird man mit "Braindead" seinen neuen Lieblingsfilm finden, so viel steht fest. Auch auf die restlichen Kleinigkeiten legte Jackson sehr viel Wert, so dass sich nicht nur die Sets und Locations wunderbar der Gesamtatmosphäre anpassen, sondern auch die Schauspieler einen großartigen Job verrichten. Timothy Balme wandelt ganz in der Tradition eines Ash, nämlich vom stillen Sonderling zum Helden der Stunde und liefert damit eine tolle Performance ab. Der eingefleischte Komiker passt perfekt in die Hauptrolle, die ihm wie auf den Leib geschneidert scheint. Auch ansonsten habe ich an den Schauspielern nichts auszusetzen. Fazit: "Braindead" ist das absolute Higlight des Splattergenres und wird dies wohl auch noch für die nächsten 50 Jahre bleiben. Wer mit einer großen Prise schwarzen Humors und einer extrem dicken Schicht Eingeweiden und Blut etwas anfangen kann, ist hier goldrichtig. Für mich ist "Braindead" der bislang beste Film von Peter Jackson, der wieder einmal beweist, dass dieser Mann auch mit einem geringen Budget zu enormen Taten fähig ist. Was "Herr der Ringe" für alle Fantasyfans ist, stellt "Braindead" für Splatterfreaks dar und sollte somit längst seinen Platz in jedem DVD Regal gefunden haben. Die Beschlagnahmung dieses Films ist ein Witz und eine große Frechheit gleichermaßen und zeigt wieder einmal die Inkompetenz gewisser Prüfstellen aufs Deutlichste auf.

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Stimmen 2986 (6,4/10)
Release-Datum 31.01.2013

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Stimmen 460 (6/10)
Release-Datum 24.06.2005

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Release-Datum 05.01.2017

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Release-Datum 22.04.1981

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Release-Datum 09.01.2009

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Release-Datum 07.08.2015

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Stimmen 303 (7,3/10)
Release-Datum 15.05.1985

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Release-Datum 08.10.2016

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Release-Datum 25.03.1994

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