In der Republik von „Salò“, dem letzten Refugium italienischer Faschisten kurz vor dem Ende der Mussolini-Herrschaft, inszeniert eine Gruppe sadistischer Großbürger terroristische Grausamkeitsrituale: Junge Männer und Frauen werden als Lust- und Folterobjekt missbraucht und erniedrigt, schließlich in einer perversen Orgie zu Tode gequält. – Pier Paolo Pasolinis Abrechnung mit dem Faschismus.
Laufzeit: 116 Minuten
Release-Datum 30.01.1976
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Wenn Sie sich nicht abhalten lassen, den letzten scheußlichen Film des Pier Paolo Pasolini zu ertragen, dann sehen Sie in einer fehlerhaften, teilweise verregneten und meistens verstümmelten Kopie ein pornografisches Brechmittel, das der psychopathische Päderast Pasolini in einer Filmfassung des De-Sade-Romans gleichen Titels 1975 fertigstellte, bevor er von genau solchen Strichbuben am Strand von Ostia erschlagen wurde, wie sie in seinem Film mitwirken. Der Film wurde bisher nicht gezeigt, nicht „verboten", aber nicht „freigegeben". Um den Faschisten eins auszuwischen, läßt Pasolini seine grauenhafte Schweinigelei und Exkrementenverehrung in Saló, dem letzten Refugium der Faschisten 1944, spielen. In einem Schloß lassen sich vier abgeschlaffte Orgienmeister von einer verblühten Signora durch Vorlesungen stimulieren. Der Höhepunkt ist dann ein Festmahl, bei dem delikate Scheiße schnabuliert wird. Grausame Torturen im Detail „erfreuen" den Zuschauer zwischendurch. Nur den perversesten Voyeuren könnte dieser entsetzliche Unfilm gefallen. Es gibt auch gar nichts „Filmkünstlerisches" wie in früheren „Pasolinis" zu sehen. Fazit: Irgendwie zum Vergessen. Sollte man aber trotzdem gesehen haben, egal welche Meinung man über den Film danach hat. Faszinierend und abstossend zugleich!