La Vie en Rose


La Vie en Rose

Übersicht:

La Môme eröffnete die Berlinale 2007 und erntete tosenden Beifall. Die Geschichte über das kleine Mädchen aus dem armen Pariser Stadtteil Belleville, das die Herzen der Franzosen als Edith Piaf eroberte, beschränkt sich nicht auf die glanzvollen Momente im Leben der Sängerin, sondern zeigt einen Menschen zwischen Krankheit, Drogensucht und Leid.

Stimmen 506 (7,4/10)

Laufzeit: 140 Minuten

Release-Datum 22.02.2007

True

Webseite: Link

Produktionsfirma:

  • TF1 Films Production
  • Canal+
  • TPS Star
  • TF1 International
  • Sofica Valor 7
  • Légende Films
  • Okko Productions
  • Songbird Pictures
  • Scotts Atlantic

Produktionsland:

  • Czech Republic
  • France
  • United Kingdom

Genres:

  • Liebesfilm
  • Musik
  • Drama

Weitere Informationen

Edith Piaf
Marion Cotillard
Marion Cotillard
Mômone
Sylvie Testud
Sylvie Testud
Louis Barrier
Pascal Greggory
Pascal Greggory
Titine
Emmanuelle Seigner
Emmanuelle Seigner
Louis Gassion
Jean-Paul Rouve
Jean-Paul Rouve
Louis Leplée
Gérard Depardieu
Gérard Depardieu
Annetta Gassion
Clotilde Courau
Clotilde Courau
Marcel Cerdan
Jean-Pierre Martins
Jean-Pierre Martins
Louise
Catherine Allégret
Catherine Allégret
Raymond Asso
Marc Barbé
Marc Barbé
Marlene Dietrich
Caroline Sihol
Caroline Sihol
Edith - 5 years old
Manon Chevallier
Manon Chevallier
Edith - 10 years old
Pauline Burlet
Pauline Burlet
Danielle Bonel
Elisabeth Commelin
Elisabeth Commelin
Jacques Canetti
André Penvern
André Penvern
Marguerite Monnot
Marie-Armelle Deguy
Marie-Armelle Deguy
Jeanne
Valérie Moreau
Valérie Moreau
Marc Bonel
Marc Gannot
Marc Gannot
Bruno Coquatrix
Jean-Paul Muel
Jean-Paul Muel
Mireille
Nathalie Dorval
Nathalie Dorval
Ginou
Caroline Raynaud
Caroline Raynaud
Dr. Bernay
Christophe Odent
Christophe Odent
Doug Davis
Harry Hadden-Paton
Harry Hadden-Paton
Philipo
Cylia Malki
Cylia Malki
Simone Margantin
Édith Le Merdy
Édith Le Merdy
Journalist in Orly
Denis Ménochet
Denis Ménochet
Mamy
Josette Ménard
Josette Ménard
Lucien Roupp
Dominique Paturel
Dominique Paturel
Jameson
Nicholas Pritchard
Nicholas Pritchard
Clifford Fisher
William Armstrong
William Armstrong
Michel Emer
Aubert Fenoy
Aubert Fenoy
Charles Dumont
Mario Hacquard
Mario Hacquard
Suzanne
Agathe Bodin
Agathe Bodin
Inspecteur Guillaume
Olivier Cruveiller
Olivier Cruveiller
Leplée's assistant
Ashley Wanninger
Ashley Wanninger
Claude
Laurent Schilling
Laurent Schilling
Albert
Dominique Bettenfeld
Dominique Bettenfeld
Charles Aznavour
Alban Casterman
Alban Casterman
Interviewer
Sébastien Tavel
Sébastien Tavel
Seamstress
Nicole Dubois
Nicole Dubois
Jean Mermoz
Martin Janis
Martin Janis
Etienne
Eric Franquelin
Eric Franquelin
Mitty Goldin
Marc Chapiteau
Marc Chapiteau
Marcelle
Maureen Demidof
Maureen Demidof
Journalist
Pierre Peyrichout
Pierre Peyrichout
Palm reader
Liliane Cebrian
Liliane Cebrian
American journalist
Paulina Nemcova
Paulina Nemcova
Tony Zale
Jean-Jacques Desplanque
Jean-Jacques Desplanque
Boxing trainer
Alain Figlarz
Alain Figlarz
Pin-up
Nathalie Cox
Nathalie Cox
P'tit Louis
Pierre Derenne
Pierre Derenne
Brothel girl 1
Emy Lévy
Emy Lévy
Waiter
Olivier Raoux
Olivier Raoux
Man in Lannes
Philippe Bricard
Philippe Bricard
Brasserie owner
Pier Luigi Colombetti
Pier Luigi Colombetti
Barman
Rodolphe Saulnier
Rodolphe Saulnier
Policeman
Fabien Duval
Fabien Duval
Journalist by the church
Nicolas Simon
Nicolas Simon
Edith Piaf (singing voice)
Jil Aigrot
Jil Aigrot
Christophe
Stéphane Bern
Stéphane Bern
Director
Olivier Dahan
Olivier Dahan
Screenplay
Isabelle Sobelman
Isabelle Sobelman
Producer
Alain Goldman
Alain Goldman
Original Music Composer
Christopher Gunning
Christopher Gunning
Director of Photography
Tetsuo Nagata
Tetsuo Nagata
Editor
Richard Marizy
Richard Marizy
Casting
Olivier Carbone
Olivier Carbone
Production Design
Olivier Raoux
Olivier Raoux
Costume Design
Marit Allen
Marit Allen
Production Manager
Michal Prikryl
Michal Prikryl
Screenplay
Olivier Dahan
Olivier Dahan
Steadicam Operator
Mathieu Caudroy
Mathieu Caudroy
Still Photographer
Bruno Calvo
Bruno Calvo
Art Direction
Beatrice Brentnerova
Beatrice Brentnerova
Art Direction
Mick Lanaro
Mick Lanaro
Art Direction
Laure Lepelley-Monbillard
Laure Lepelley-Monbillard
Art Direction
Stanislas Reydellet
Stanislas Reydellet
Set Decoration
Stéphane Cressend
Stéphane Cressend
Set Decoration
Petra Kobedova
Petra Kobedova
Set Decoration
Cecile Vatelot
Cecile Vatelot
Art Department Coordinator
Karim Djerbi
Karim Djerbi
Construction Coordinator
Ludovic Erbelding
Ludovic Erbelding
Dialogue Editor
Charles Autrand
Charles Autrand
ADR & Dubbing
Edouard Murcier
Edouard Murcier
Sound Recordist
Gréggory Poncelet
Gréggory Poncelet
Foley
Philippe Penot
Philippe Penot
Sound Editor
Nikolas Javelle
Nikolas Javelle
Sound Editor
Gael Nicolas
Gael Nicolas
Supervising Sound Editor
Pascal Villard
Pascal Villard
Casting
Alex Johnson
Alex Johnson
Assistant Costume Designer
Natalie Humphries
Natalie Humphries
Music Editor
Katia Boutin
Katia Boutin
Music Supervisor
Becky Bentham
Becky Bentham
Music Director
Edouard Dubois
Edouard Dubois
Script Supervisor
Virginie Le Pionnier
Virginie Le Pionnier
Steadicam Operator
Roberto De Angelis
Roberto De Angelis
Steadicam Operator
Vladimir Muller
Vladimir Muller
Gaffer
Patrick Contesse
Patrick Contesse
Gaffer
Jaromir Simek
Jaromir Simek
Special Effects Supervisor
Kamil Jaffar
Kamil Jaffar
Visual Effects Coordinator
Carine Poussou
Carine Poussou
Visual Effects Editor
Collette Nunes
Collette Nunes
Visual Effects Editor
Aled Robinson
Aled Robinson
Visual Effects Producer
Renata Azambuja
Renata Azambuja
Visual Effects Producer
David Danesi
David Danesi
Visual Effects Producer
Earle Stuart Callender
Earle Stuart Callender
Visual Effects Supervisor
Seb Caudron
Seb Caudron
Visual Effects Supervisor
Hal Couzens
Hal Couzens
Visual Effects Supervisor
Uel Hormann
Uel Hormann
Visual Effects Supervisor
Hugh Welchman
Hugh Welchman
Visual Effects Supervisor
Adam Gascoyne
Adam Gascoyne
Key Hair Stylist
Jan Archibald
Jan Archibald
Makeup Artist
Didier Lavergne
Didier Lavergne
Makeup Artist
Amélie Bouilly
Amélie Bouilly
Makeup Artist
Elisa Costa
Elisa Costa
Makeup Artist
Gabriela Polakova
Gabriela Polakova
Wigmaker
Stephanie Hovette
Stephanie Hovette
Digital Intermediate
Élodie Ichter
Élodie Ichter
First Assistant Editor
Virginie Seguin
Virginie Seguin

Kalla Malla

Künstlerbiographien haben einen relativ sichern Stand im Filmbusiness. Zuletzt waren es besonders die Musikerbiographien die sowohl bei Kritik, als auch beim Publikum gut ankamen und auch den einen oder anderen Award gewonnen haben. So hat zuerst **Jamie Foxx** den Oscar als Bester Hauptdarsteller für seine Rolle in _Ray_ bekommen und im folgenden Jahr wurde **Joaquin Phoenix** für seine Darstellung von **Johnny Cash** in _Walk the Line_, in der selben Kategorie nominiert. Doch künstlerisch wirkte das Genre etwas eingefroren und so ähnelten sich Ray und Walk the Line vom Aufbau her bereits sehr stark. _La Vie En Rose_ geht hier einen etwas anderen Weg. Zum Einen ist die französische Sängerin **Edith Piaf** bei weitem nicht so berühmt wie ihre Kollegen **Ray Charles** und Johnny Cash und zum Anderen wagt sich der Film auch an einen etwas anderen Aufbau mit stärkerem künstlerischen Touch heran. Edith Giovanna Gassion (**Marion Cotillard**) wurde als Kind von ihrer Mutter verlassen und auch der Vater schob sie, nachdem er aus dem Krieg heimkehrte, zu seiner Mutter ab, die ein Bordell in Paris besitzt. Doch nach fünf Jahren unter der Obhut der Prostituierten holt sie ihr Vater wieder ab und nimmt sie mit. Nachdem sie sich zuerst beim Zirkus durchschlagen, verlassen sie diesen schon bald und versuchen auf eigenen Beinen zu stehen. Während der Vater die Passanten mit seinen akrobatischen Fähigkeiten überzeugen will, setzt die junge Edith auf ihre Stimmqualitäten und entdeckt ihr wahres Talent. Als Jugendliche hat sie sich bereits von ihrem Vater getrennt und versucht sich auf der Straße mit ihrem Gesang über Wasser zu halten. Dort wird sie auch von ihrem ersten Förderer, dem Clubbesitzer Louis Leplée (**Gérard Depardieu**), entdeckt und bekommt die Möglichkeit in dessen Club aufzutreten. Von ihm erhält sie auch ihren Künstlernamen Môme Piaf, der sich später in Edith Pilaf ändern soll. Dennoch hat das aufstrebende Talent nicht viel Freude in ihrem Leben. Ihre Tochter stirbt an Gehirnhautentzündung und ihre große Liebe, der Boxweltmeister Marcel Cerdan (**Jean-Pierre Martins**), stirbt bei einem Flugzeugabsturz. Bei Edith selbst wird bereits im Alter von 35 Jahren Krebs festgestellt und sie kann ihre Auftritte nur mehr mit Hilfe von Morphium durchstehen... Diese kurze Inhaltsangabe sollte bereits jedem in Erinnerung rufen, dass es sich bei _La Vie En Rose_ nicht um ein schillerndes Starportrait handelt, sondern um eine dramatischen Geschichte voller Emotionen und Abgründe. Der Film ist wirklich sehr ergreifend und schafft es sich erfrischend aus dem Pool an Biographien hervorzuheben. _La Vie En Rose_ richtet sich nicht besonders am Massenmarkt aus und ist deshalb ein Film der angenehm anders ist. Er legt viel mehr Wert auf seinen künstlerischen Aufbau, als auf die Unterhaltung des Zusehers. Doch leider macht sich dies durch die Laufzeit von 150 Minuten auch sehr negativ bemerkbar und es schleichen sich einige Längen ein. Der Aufbau von _La Vie En Rose_ präsentiert sich vor allem durch sein geschicktes Springen zwischen den Zeitebenen. Doch anders als bei vielen anderen Filmen in letzter Zeit, bei denen sich das Hin- und Herspringen negativ auswirkte und oftmals reiner Selbstzweck war, passt es hier wunderbar in das Filmkonzept. Durch die schnellen Epochenwechsel ergibt sich ein, aus künstlerischer Sicht, interessanter traumartiger Zustand und der Zuseher schwebt mit Edith Piaf durch ihre Welt. Auf Nebenfiguren wird nur marginal eingeganen und somit verstärkt sich dieser Schwebezustand noch, obwohl man sich allerdings öfters weiterführende Informationen wünschen würde. _La Vie En Rose_ unterscheidet sich auch vor allem dadurch von den beiden großen Konkurrenten _Ray_ und _Walk the Line_, da der Film beim Zeichnen seiner Hauptfigur nicht immer nur an die emotionale Bindung des Zusehers mit seiner Protagonistin denkt, sondern auch viele Szenen zeigt, die Edith Piaf unsympathisch wirken lassen. So wirkt sie teilweise sehr größenwahnsinnig und man kann ihre herablassende Art wirklich nicht verstehen. Durch diese Charakterzeichnung unterstützt der Film zwar seinen künstlerischen Standpunkt, kann aber dadurch den Zuseher nicht so für seine Hauptfigur begeistern wie die Konkurenz. Die Musikauswahl ist hingegen sehr gut gelungen. „La vie en rose“, „Milord“, „Hymn to Love“ und „Non, je ne regrette rien“ sind zwar nicht allseits bekannt, überzeugen allerdings im Kontext des Films voll und ganz. Auch aus filmtechnischer Sicht gibt es einige interessanten Spielereien, die _La Vie En Rose_ auf künstlerischer Ebene unterstützen. So wird zum Beispiel in einer Szene, der Tod von Ediths Geliebtem so verarbeitet, dass sie zuerst weint, sich dann zu drehen beginnt, und am Ende durch eine Tür in eines ihrer Konzerte stolpert. Diese Auflösung repräsentiert auf elegante Weise die Abhängigkeit Ediths von ihrer Musik und verdeutlicht wie sie in ihre einzige Ablenkungsmöglichkeit flüchtet um dieses tragische Ereignis verarbeitet. Später, als sie zunehmend vom Krebs zerstört wird, droht sie innerlich zu zerbrechen und als sie nicht einmal mehr in ihre Musik flüchten kann, scheint sie vollkommen zu verenden. Getragen wird der Film durch eine großartig aufspielende **Marion Cotillard**, die ihr ganzes Herzblut in diese Rolle steckt und wirklich großes bewirkt. Untersützt wird sie von einer perfekten Maske, die sie in jedem Zustand ihres Lebens glaubhaft wirken lässt und sie vom Beginn ihres Lebens, bis hin zu ihrem tiefen Absturz überzeugen lässt. Auch an den Nebendarstellern kann man nichts bemängeln, sie spielen sich allerdings auch nicht besonders in den Vordergrund. Wie oben bereits erwähnt wird auf die Nebenfiguren nicht besonders eingegangen und somit haben sie auch gar nicht die Möglichkeit derart aufzuspielen wie die Hauptdarstellerin. Trotz einer interessanten Erzählstruktur, großartigen Darstellern und einer emotionalen Geschichte, ist _La Vie En Rose_ sicher nicht für alle zu empfehlen. Vordergründlich werden Freunde von künstlerischen Filmen angesprochen, die auch nicht vor einem etwas ruhigeren Film zurückschrecken. Mainstream Kinogänger sollte allerdings die Finger von diesem Film lassen und sich eine Alternative suchen. Fazit: _La Vie En Rose_ ist eine durchwegs gelungene Biographie, für ein Publikum das einen etwas ruhigeren Film nicht scheut. Leider ist er an manchen Stellen etwas langatmig geworden und der Zugang zur Hauptfigur erweist sich oft als etwas problematisch. Dennoch wird jeder der sich auf den Film einlässt eine sehr interessante Künstlerbiographie mit schöner Musik und tollen Darstellern zu sehen bekommen, die einfach erfrischend anders ist.

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