Die Hure


Die Hure

Übersicht:

Ein Tag im Leben einer Prostituierten: Liz arbeitet auf dem Straßenstrich von Los Angeles. Sie lebt in ständiger Angst vor ihrem Zuhälter Blake und bringt ihren Kunden ebenso viel Verständnis wie Ekel entgegen. Befreundet ist Liz nur mit dem crackabhängigen Penner Rasta. Nur selten wird ihr trostloses Dasein von vergnüglichen Episoden unterbrochen. Jetzt befindet sie sich auf der Flucht vor ihrem Zuhälter, der gedroht hat, sie zu töten, als sie wieder einmal nicht genug Geld verdient hat. Nachdem einer von Liz' Freiern beim Sex einem Herzinfarkt liegt, wird sie von Blake geschnappt. Als er auf sie einschlägt, macht Rasta dem Schrecken ein Ende und tötet Blake. Für Liz geht die Arbeit weiter...

Stimmen 24 (6/10)

Laufzeit: 85 Minuten

Release-Datum 04.07.1991

True

Umsatz: $1,008,404.00

Tagline: Das ist keine Gutenachtgeschichte

Produktionsfirma:

  • Trimark Pictures

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Drama

Weitere Informationen

Liz
Theresa Russell
Theresa Russell
Derelict
John Diehl
John Diehl
Rasta
Antonio Fargas
Antonio Fargas
Tattoo Artist
Danny Trejo
Danny Trejo
Bill
Jason Saucier
Jason Saucier
Man in Car
Michael Crabtree
Michael Crabtree
Younger Man in Car
Robert O'Reilly
Robert O'Reilly
Man Who Helps Liz
Jack Nance
Jack Nance
Waiter
Ken Russell
Ken Russell
Blake
Benjamin Mouton
Benjamin Mouton
Katie
Elizabeth Morehead
Elizabeth Morehead
Brutal Man
Daniel Quinn
Daniel Quinn
Dead Trick in Car
Jered Barclay
Jered Barclay
Wounded Girl
Ginger Lynn Allen
Ginger Lynn Allen
Older Man in Car
Charles Macaulay
Charles Macaulay
Lady in Toilet
Alisa Christensen
Alisa Christensen
Hippie
Tom Villard
Tom Villard
Bill's Drinking Partner
Daniel Beer
Daniel Beer
Stripper in Big T's
Stephanie Blake
Stephanie Blake
Director
Ken Russell
Ken Russell
Executive Producer
Mark Amin
Mark Amin
Producer
Dan Ireland
Dan Ireland
Line Producer
Michael D. Pariser
Michael D. Pariser
Music
Michael Gibbs
Michael Gibbs
Production Design
Richard Barton Lewis
Richard Barton Lewis
Art Direction
Naomi Shohan
Naomi Shohan
Original Story
David Hines
David Hines
Writer
Ken Russell
Ken Russell
Writer
Deborah Dalton
Deborah Dalton
Director of Photography
Amir Mokri
Amir Mokri

Kalla Malla

Weil sie von ihrem Zuhälter Blake verfolgt wird, von dem sie sich lossagen möchte, muss die Prostituierte Liz (Theresa Russell) mit einem Stehplatz an einem abgelegenen Highway vorliebnehmen. Als ein großer, schwarzer Schlitten vorfährt und sie aus dessen Innerem aufgefordert wird mitzukommen, findet sie allerdings nicht ihren Traummann vor, sondern ein Vater-Sohn-Gespann, das sie für ihre perversen Inzestspiele gewinnen will. Zwar kann sie aus diesem Geschäft noch aussteigen, doch aus dem schmutzigen Kreislauf, der ihr Beruf und mit ihm ihr Leben bedeutet, kann sie sich längst nicht befreien. Ken Russell, auch bekannt durch sehr eigene Künstlerbiografien wie »Tschaikowsky - Genie und Wahnsinn« (»The Music Lovers«, 1970) und »Lisztomania« (»Lisztomania«, 1975), widmet sich mit »Die Hure« zum zweiten Mal nach »China Blue bei Tag und Nacht« (»Crimes by Passion«, 1984) der Figur einer Prostituierten. Aber anders als »China Blue«, einer bürgerlichen Seele mit Doppelleben, die sich nur nachts auf den Straßen darbietet, wird mit Liz eine Hure dargestellt, die sich alltäglich durch dieses Leben schlagen muß, weil sie davon lebt und es sie nicht mehr losläßt. Einen Film lang redet die überzeugende Theresa Russell (die nicht mit dem Regisseur verwandt ist) als Liz gegen das Zuckermärchen von der »Pretty Woman« an. Einmal der Verlockung des schnellen Geldes nicht widerstanden, konnte sich Liz nicht mehr dem Strudel von Ekel, Verachtung und Gewalt entziehen. Ihren Sohn hat sie schon längst abgeben müssen, Freundschaften werden von ihrem Zuhälter verhindert. Ihr einziger Ansprechpartner während dieses einen Tages ihres Lebens, den Liz schildert, ist der Zuschauer. Selbstachtung und Respekt vor sich selbst sei ihr wichtig, meint sie in einer Szene, muss aber zu erkennen geben, dass sie den schon längst verloren hat. Trotz ihrer Routine fühlt sie sich zutiefst minderwertig, sucht letztendlich erfolglos menschliche Wärme und fragt sich, warum ihre Eltern sie gemacht haben - wahrscheinlich seien sie besoffen gewesen, kommt Liz als Erklärung in den Sinn. So sehr ist Liz von ihrem Beruf, der zweifellos in alle Bereiche ihres Lebens vorgedrungen ist, eingeschlossen, dass sie sentimental wird, wenn sie von aparten Stammkunden berichtet; dies sind die einzigen Menschen, die ihr geblieben sind. Um sich sonst ein Lächeln abzuringen, muss sie sich schon in Erinnerungen an bessere Zeiten flüchten. Dies ist vielleicht der bestürzendste Moment des Films: Liz scheint sich mit ihrer Situation arrangiert und damit resigniert zu haben, nicht mehr Willen und Kraft aufbringen zu können, um dem Milieu zu entfliehen, und wünscht sich nur, ihrem Zuhälter zu entkommen, um als freie Prostituierte arbeiten zu können. Ein Neuanfang, mit dem sie die Straße nicht verlassen verlassen würde. Ken Russell scheint hier, wenn auch vielleicht unbeabsichtigt, eine realitätsnahe Antwort auf die fröhliche »Pretty Woman« zu geben. Leider sind die Figuren des Films zuweilen grotesk und sogar komisch angelegt, wodurch dem Zuschauer eine distanziertere und weniger ernste Haltung angeboten wird. Die durch die persönliche Schilderung zwangsläufige Konzentration auf Liz führt hier dazu, dass die anderen Figuren, die in vielen Kurzepisoden auftauchen, Klischees sind. So schockiert der Film zwar oft, ist aber davon entfernt, umfassend sozialkritisch zu sein. »Die Hure« hatte es nicht leicht mit Zensoren in aller Welt. Der Film erhielt in den USA das berüchtigte NC-17-Rating, das jede Werbung für den Film unmöglich macht. Allein der Titel sorgte für so viel Entrüstung, dass er schließlich umbenannt wurde in »If You're Afraid to Say It... Just See It« (!). In Irland ist der Film verboten. Die deutsche Fassung ist gekürzt. Das hat man davon, wenn mal offen über käuflichen Sex gesprochen wird. Oder wie der Zuhälter im Film richtig sagt: »Die Welt ist voller Heuchler«.

Irreversibel
Irreversibel
Stimmen 690 (7/10)
Release-Datum 22.05.2002

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The Revenant - Der Rückkehrer
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Stimmen 8258 (7,4/10)
Release-Datum 25.12.2015

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City Monster
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Stimmen 10 (6,9/10)
Release-Datum 02.01.1974

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Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel
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Stimmen 1366 (7,3/10)
Release-Datum 19.10.2007

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Wind River
Wind River
Stimmen 1240 (7,4/10)
Release-Datum 03.08.2017

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Carrie
Carrie
Stimmen 1947 (5,8/10)
Release-Datum 16.10.2013

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Baise-moi (Fick mich!)
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Stimmen 110 (4,2/10)
Release-Datum 28.06.2000

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Shot Caller
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Stimmen 646 (6,8/10)
Release-Datum 13.07.2017

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Strange Days
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Stimmen 437 (6,9/10)
Release-Datum 13.10.1995

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Monster
Monster
Stimmen 682 (7/10)
Release-Datum 16.11.2003

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Body of Evidence
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Stimmen 83 (4,5/10)
Release-Datum 15.01.1993

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Die vier Federn
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Stimmen 200 (6,4/10)
Release-Datum 08.09.2002

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The Human Centipede 2 (Full Sequence)
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Stimmen 418 (4,5/10)
Release-Datum 06.10.2011

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Killing Zoe
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Stimmen 132 (6,2/10)
Release-Datum 01.10.1993

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The Devil's Backbone
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Stimmen 388 (7,2/10)
Release-Datum 20.04.2001

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Sexy Beast
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Stimmen 279 (6,9/10)
Release-Datum 13.09.2000

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Black Mass
Black Mass
Stimmen 1592 (6,3/10)
Release-Datum 04.09.2015

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The Purge: Anarchy
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Stimmen 2572 (6,6/10)
Release-Datum 17.07.2014

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Bedevilled - Zeit der Vergeltung
Bedevilled - Zeit der Vergeltung
Stimmen 118 (7,3/10)
Release-Datum 19.08.2010

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Crank
Crank
Stimmen 1472 (6,6/10)
Release-Datum 31.08.2006

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