A History of Violence


A History of Violence

Übersicht:

Tom Stall, seine Frau Edie und seine zwei Kinder leben ein normales Leben in ihrem Kleinstadthaus in Millbrock, Indiana. Eines Tages jedoch wird die Familie auf eine harte Belastungsprobe gestellt.Alles beginnt mit zwei Männern, die in den Coffeeshop von Tom kommen und den Laden überfallen wollen. Damit keine unschuldige Person verletzt wird, erschießt Tom die beiden in Notwehr und wird durch diese Tat zu einem Helden in der Stadt. Auch die Presse feiert ihn, was er selbst aber eigentlich nicht möchte, sondern lieber, dass alle ihn sein geregeltes Leben weiterführen lassen. Als sich die Schlagzeilen wieder etwas legen, steht der undurchschaubare Carl Fogarty vor seiner Tür. Carl macht ihm unmissverständlich klar, dass seine letzte Stunde geschlagen hat, da er schon lange mit einem gewissen "Joey", für den er ihn hält, abrechnen will. Tom setzt nun alles daran, Carl davon zu überzeugen, dass er nicht Joey ist...

Stimmen 834 (6,9/10)

Laufzeit: 96 Minuten

Release-Datum 13.10.2005

True

Budget: $32,000,000.00

Umsatz: $60,740,827.00

Produktionsfirma:

  • New Line Cinema
  • DC Comics
  • BenderSpink

Produktionsland:

  • United States of America
  • Canada
  • Germany

Genres:

  • Drama
  • Thriller
  • Krimi

Anhänger

Weitere Informationen

Tom Stall
Viggo Mortensen
Viggo Mortensen
Edie Stall
Maria Bello
Maria Bello
Sarah Stall
Heidi Hayes
Heidi Hayes
Jack Stall
Ashton Holmes
Ashton Holmes
Richie Cusack
William Hurt
William Hurt
Carl Fogerty
Ed Harris
Ed Harris
Sheriff Sam Carney
Peter MacNeill
Peter MacNeill
Leland
Stephen McHattie
Stephen McHattie
Billy
Greg Bryk
Greg Bryk
Bobby
Kyle Schmid
Kyle Schmid
Judy Danvers
Sumela Kay
Sumela Kay
Mick
Gerry Quigley
Gerry Quigley
Charlotte
Deborah Drakeford
Deborah Drakeford
Frank Mulligan
Bill MacDonald
Bill MacDonald
Charlie Roarke
Aidan Devine
Aidan Devine
Director
David Cronenberg
David Cronenberg
Producer
Chris Bender
Chris Bender
Screenplay
Josh Olson
Josh Olson
Novel
John Wagner
John Wagner
Director of Photography
Peter Suschitzky
Peter Suschitzky
Editor
Ronald Sanders
Ronald Sanders
Original Music Composer
Howard Shore
Howard Shore
Novel
Vince Locke
Vince Locke
Art Direction
James McAteer
James McAteer
Casting
Deirdre Bowen
Deirdre Bowen
Production Design
Carol Spier
Carol Spier
Costume Design
Denise Cronenberg
Denise Cronenberg
Stunt Coordinator
John Stoneham Jr.
John Stoneham Jr.
Executive Producer
Cale Boyter
Cale Boyter
Producer
J.C. Spink
J.C. Spink
Executive Producer
Toby Emmerich
Toby Emmerich
Executive Producer
Josh Braun
Josh Braun
Co-Producer
Jake Weiner
Jake Weiner
Executive Producer
Kent Alterman
Kent Alterman
Supervising Sound Editor
Michael O'Farrell
Michael O'Farrell
Executive Producer
Justis Greene
Justis Greene
Supervising Sound Editor
Wayne Griffin
Wayne Griffin
Sound Re-Recording Mixer
Christian T. Cooke
Christian T. Cooke
Dialogue Editor
Alastair Gray
Alastair Gray
Set Decoration
Peter Nicolakakos
Peter Nicolakakos
Executive Producer
Roger Kass
Roger Kass
Script Supervisor
Dug Rotstein
Dug Rotstein
Sound Effects Editor
Clive Turner
Clive Turner
Still Photographer
Takashi Seida
Takashi Seida
Music Editor
Jennifer Dunnington
Jennifer Dunnington
Sound Re-Recording Mixer
Mark Zsifkovits
Mark Zsifkovits
Sound Re-Recording Mixer
Orest Sushko
Orest Sushko
Key Hair Stylist
Mary-Lou Green-Benvenuti
Mary-Lou Green-Benvenuti
Music Supervisor
Karen Elliott
Karen Elliott
Unit Production Manager
Heather Meehan
Heather Meehan

Kalla Malla

Tom Stall (Viggo Mortensen) lebt ein eigentlich perfektes Leben zusammen mit seiner Frau, der Anwältin Edie (Maria Bello) und seinen beiden Kindern Sarah (Heidi Hayes) und Jack (Ashton Holmes) in dem Provinzort Millbrock, Indiana. Jeder in dem kleinen Ort kennt und schätzt den freundlichen, etwas stillen Coffeeshop-Besitzer, weshalb sein Geschäft auch ziemlich gut läuft. Eines Tages soll sich diese friedliche Idylle jedoch mit einem Mal auf den Kopf stellen, als zwei bewaffnete Gangster den Coffeeshop betreten und die dort Anwesenden Gäste bedrohen. Dann geschieht plötzlich etwas, mit dem keiner gerechnet hätte: Tom reagiert blitzschnell, schlägt einen der Gangster nieder, schnappt sich seine Waffe und erschießt beide ohne mit der Wimper zu zucken. Für die Bewohner des kleinen Städtchens ist Tom ein Held, der die Leben seiner Gäste gerettet hat und dementsprechend wird er auch gefeiert. Selbst die Medien werden auf den Fall aufmerksam, weshalb Tom bald darauf in allen Zeitungen erwähnt wird. Dies jedoch ist nur der Auftakt für eine Reihe äußerst sonderbarer Geschehenisse. Bald darauf steht ein von Narben entstellter Mann in Begleitung seiner Leibwächter in Toms Geschäft, der sich selbst als Carl Fogarty (Ed Harris) vorstellt und behauptet, ihn zu kennen. Weiterhin redet er Tom unter dem Namen Joey Cusack an und meint zu wissen, dass Tom früher eine große Nummer in der Unterwelt von Philadelphia gewesen sein soll. Von dieser Behauptung sichtlich verwirrt, schenkt Tom dem offensichtlich gefährlichen Mann keine weitere Beachtung und wirft ihn aus seinem Laden. Carl Fogarty lässt jedoch nicht locker und bald schon werden seine Drohungen immer offensichtlicher: Wenn Tom sich nicht seiner Vergangenheit stellt, werden die Gangster seiner Familie etwas antun. Da kommen Toms Frau Zweifel, ob ihr Mann wirklich der ist, der er all die Jahre zu sein vorgab... In der langen Filmografie des Außnahmeregisseurs David Cronenberg finden sich etliche Werke, die auf ihre Weise auf sich reden machten und so ein großes Publikum fanden, nicht selten waren damit Skandale verknüpft, für die Cronenberg sogar ziemlich bekannt ist. Seien es nun explizite Sexszenen oder ausufernd brutale Gewalt; wer sich in der Regel auf einen Film Cronenbergs einlässt, muss sich darauf gefasst machen, Dinge zu sehen, die mitunter fernab von dem liegen, was heutzutage des öfteren als "Mainstram" bezeichnet wird. So wundert es sicherlich nicht, dass Cronenberg mittlerweile eine recht große Fangemeinde um sich scharen konnte, die jedem seiner Filme gierig lechzend und mit größter Vorfreude begegnet. Nachdem der Kanadier mit "Spider" einen überraschend zahmen und unspektakulären, wenn jedoch auch nicht gänzlich uninteressanten Film geschaffen hat, so war ich doch sehr gespannt, ob sich Cronenberg mit "A History of Violence" wieder mehr seinen Wurzeln annähern würde. Diesbezüglich wurde ich letzten Endes nicht enttäuscht. Doch eins nach dem anderen. Was wir hier nämlich vor allen Dingen haben, ist ein reines Drama mit ausgeprägter Charakterstudie, was gleichzeitig die größte Stärke des Films ist. Dadurch, dass Cronenberg seinen Figuren Spielzeit einräumt und sie zuerst über einen verhältnissmäßig langen Zeitraum vorstellt, erwachen sie zum Leben und zwingen so den Zuschauer, an ihrer Geschichte teilzuhaben. Dies gelingt fabelhaft, man fühlt sich zu den Hauptpersonen irgendwie hingezogen und leidet so auch mit ihnen mit, wenn ihr zuerst anschauliches Familienidyll terrorisiert wird. "A History of Violence" ist in vielerlei Hinsicht ein überaus vielschichtiger Film, der sich nicht leicht zuordnen lässt. Cronenberg verzichtete auf das typische Schwarz/Weiß Denken, dass es heute zuhauf in überflüssigen US Thrillern zu sehen gibt und zeichnet ein Bild einer Schlüsselperson, die nicht die ist, die sie zu sein vorgibt. Auf einmal bricht das Böse in Form des Gangsters Carl Fogarty in die Welt des Familienvaters Tom Stall ein, brillant und beängstigend gespielt von Ed Harris. Zuerst fällt man noch auf den unschuldigen Blick "Aragorns" herein, und glaubt ihm sofort, wenn er meint, Carl Fogarty nicht zu kennen. Doch schon bald kommen einem da Zweifel und es wird einem klar, dass hier nicht so einfach in gut/böse unterteilt werden kann. Tom/Joey wird plötzlich wieder mit seiner Kriminellen Vergangenheit konfrontiert, ein Lebensabschnitt, den er wohl gerne aus seinem Lebenslauf streichen würde, doch ganz so einfach sind Probleme nicht aus der Welt zu schaffen. Genau das sollte wohl die Aussage des Films sein. Egal, wie sehr wir uns hinter einer Lüge verstecken, irgendwann holen uns die Probleme der Vergangenheit immer wieder ein. Doch David Cronenberg wäre nicht David Cronenberg, wenn er diese an sich schon sehr interessante Geschichte nicht noch mit seinen typischen Merkmalen würzen würde. Wo andere Filme dieser Art auf eine große Action setzen würden, bleibt "A History of Violence" stets auf dem Boden und somit schockierend realistisch. Hier gibt es keine actionreichen Shootouts, keine perfekt durchchoreographierten Fights, sondern Morde, wie sie im echten Leben auch aussehen würden: roh, dreckig und erschreckend brutal. Hier werden Gesichter halb weggeschossen, Nasenknorpel mit mehreren Schlägen ins Gehirn getrieben und kleine Kinder völig kalblütig erschossen, wobei letzteres allerdings im off geschieht. Diese Grenze wollte selbst Cronenberg nicht überschreiten und das ist auch gut so. Der Film ist auch so gewalttätig genug und zeigt die dargestellten Grausamkeiten ohne jedweden schnellen Schnitte und mit vielen Nahaufnamen, so dass man schon einiges an Nerven mitbringen muss, um sich nicht des öfteren schockierend von dem Geschehen abzuwenden. Auch Sexszenen dürfen natürlich nicht fehlen, und hier zeigt der Regisseur ebenfalls alles, was für andere Filmemacher der finanzielle Bankrott bedeuten würde. Während Hollywood ansonsten nur auf die altbewährte Missionarsstellung setzt, in der man schön alles verdecken kann, lässt Cronenberg seine Hauptdarsteller in der 69er Stellung Sex haben und zeigt zudem einen Akt, der einer Vergewaltigung sehr nahe kommt. Dies alles führt dazu, dass die Freigabe ab 18 Jahren absolut berechtigt ist und auch eingehalten werden sollte. Die Schauspieler wurden hervorragend gewählt und geben jeder Figur genau das, was diese diese ausstrahlen sollte. Viggo Mortensen, bekannt aus "Herr der Ringe" kauft man den ruhigen Coffeeshop Betreiber ebenso ab, wie den eiskalten, emotionslosen Killer, der sofort bereit ist zu töten, wenn etwas seine Familie bedroht. Ich hatte bislang noch nicht all zu viel mit diesem Akteur am Hut, muss aber sagen, dass er mir hier überaus gefallen hat. Den absoluten schauspielerischen Höhepunkt stellt jedoch Ed Harris dar, der in der Rolle des vernarbten Gangsters so richtig fies und angsteinflößend rüberkommt, eine Rolle, die hervorragend zu dem bekannten Schauspieler passt. Für einen Oscar nominiert wurde übrigens William Hurt, der auf eine herrlich fiese Art und Weise den einflussreichen Gangsterboss Richie Cusack spielt. Fazit: "A History of Violence" erzählt die Geschichte einer Familie, deren Leben harmonischer nicht sein könnte, bis die dunkle Vergangenheit des Mannes sich wie ein Schatten über sie legt und sie zu zerreißen droht. Dabei schreckt David Cronenberg nicht davor zurück, die zuvor entstandene Symphatie zum Hauptdarsteller durch äußerst schockierende Gewaltszenen plötzlich wieder in Frage zu stellen, so dass man auch als Zuschauer zwangsläufig in eine knifflige Zwickmühle gerät. Der Streifen wirft die Grundsätze von Moral gehörig durcheinander und untermauert dies mit einer Gewaltdarstellung, die zartbesaiteten sicherlich die Kinnlade herunterklappen lässt und ist somit ein Film für ein Publikum, dass für Streifen dieser Art bereit ist, und sich auch mit ihnen auseinandersetzt. Nichtsdestotrotz ist "A History of Violence" durchaus zugänglich in Szene gesetzt und weiß durchaus zu unterhalten und zu fesseln, weshalb der Film durchaus auch für ein etwas breiteres Publikum einen Blick wert ist.

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Stimmen 1011 (7,2/10)
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Stimmen 742 (5,8/10)
Release-Datum 20.09.2012

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Stimmen 294 (6,2/10)
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Stimmen 523 (7,8/10)
Release-Datum 29.05.1954

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Stimmen 696 (7,1/10)
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The Fighters
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Stimmen 498 (6,4/10)
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