Außer Atem


Außer Atem

Übersicht:

Michel Poiccard - ein Gauner, Rebell, Draufgänger auf der Jagd nach seinem Vergnügen. In einer gestohlenen Luxuslimousine ist er auf dem Weg nach Paris. Weil er bei einer Baustelle die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritt, verfolgen ihn zwei Polizisten auf Motorrädern und halten ihn an. Ein Polizist erkennt und stellt ihn – und wird von Michel kaltblütig erschossen. In Paris sucht er einen Komplizen auf, bei dem ein Kuvert für ihn deponiert ist. Aber der Verrechnungsscheck, den er daraus hervorzieht, hilft ihm nicht weiter. Auf der Flucht vor dem Gesetz taucht er bei Patricia, einer Zeitungsverkäuferin, die Journalistin werden will, unter. Zwischen beiden entbrennt eine heftige Leidenschaft. Er versucht Geld für die gemeinsame Flucht nach Italien zu beschaffen. Aber der Kreis der Polizei wird immer enger. Patricia wird verhört. Und sie muss sich entscheiden: Karriere oder Liebhaber?

Stimmen 334 (7,8/10)

Laufzeit: 87 Minuten

Release-Datum 1960-03-16

Produktionsfirma:

  • Société Nouvelle de Cinématographie
  • Les Films Impéria
  • Les Productions Georges de Beauregard

Produktionsland:

  • France

Genres:

  • Drama
  • Krimi

Weitere Informationen

Michel Poiccard / Laszlo Kovacs
Jean-Paul Belmondo
Jean-Paul Belmondo
Patricia Franchini
Jean Seberg
Jean Seberg
Police Inspector Vital
Daniel Boulanger
Daniel Boulanger
Parvulesco the Writer
Jean-Pierre Melville
Jean-Pierre Melville
Antonio Berrutti
Henri-Jacques Huet
Henri-Jacques Huet
The Journalist
Van Doude
Van Doude
Claudius Mansard
Claude Mansard
Claude Mansard
The Snitch
Jean-Luc Godard
Jean-Luc Godard
Tolmatchoff
Richard Balducci
Richard Balducci
Cal Zombach
Roger Hanin
Roger Hanin
Liliane / Minouche
Liliane Dreyfus
Liliane Dreyfus
Police Inspector #2
Michel Fabre
Michel Fabre
Journalist at Orly
André S. Labarthe
André S. Labarthe
Journalist at Orly
François Moreuil
François Moreuil
Minouche
Liliane Robin
Liliane Robin
Photographer (uncredited)
Gérard Brach
Gérard Brach
A Journalist (uncredited)
Philippe de Broca
Philippe de Broca
Man in a White Car (uncredited)
José Bénazéraf
José Bénazéraf
A Drunk (uncredited)
Jean Domarchi
Jean Domarchi
A Journalist (uncredited)
Jean Douchet
Jean Douchet
A Journalist (uncredited)
Raymond Huntley
Raymond Huntley
(uncredited)
Louiguy
Louiguy
(uncredited)
Michel Mourlet
Michel Mourlet
(uncredited)
Guido Orlando
Guido Orlando
(uncredited)
Madame Paul
Madame Paul
(uncredited)
Raymond Ravanbaz
Raymond Ravanbaz
A Journalist (uncredited)
Jean-Louis Richard
Jean-Louis Richard
(uncredited)
Jacques Serguine
Jacques Serguine
(uncredited)
Jacques Siclier
Jacques Siclier
(uncredited)
Virginie Ullmann
Virginie Ullmann
(uncredited)
Emile Villion
Emile Villion
Producer
Georges de Beauregard
Georges de Beauregard
Screenplay
Jean-Luc Godard
Jean-Luc Godard
Director of Photography
Raoul Coutard
Raoul Coutard
Original Music Composer
Martial Solal
Martial Solal
Editor
Cécile Decugis
Cécile Decugis
Editor
Lila Herman
Lila Herman
Director
Jean-Luc Godard
Jean-Luc Godard
Original Story
François Truffaut
François Truffaut
Technical Supervisor
Claude Chabrol
Claude Chabrol

Kalla Malla

Michel Poiccard, ein junger Gangster, der sich offenbar auf den Diebstahl schneller Autos spezialisiert hat, wird bei der Fahrt mit einem gestohlenen Wagen von einem Polizisten erwischt und erschießt ihn. Scheinbar ungerührt kehrt er nach Paris zurück und flirtet, während man nach ihm fahndet, mit der amerikanischen Studentin und Zeitungsverkäuferin Patricia, die er in Südfrankreich kennengelernt hat. Die Polizei kommt dem Paar auf die Spur und setzt Patricia unter Druck. Ihre Gefühle zu dem charismatischen Anti-Helden verwirren die junge Frau zusehends, so dass sie am Ende vor eine Entscheidung gestellt wird: Soll sie mit Michel nach Italien flüchten oder ihn an die Polizei verraten? Schlussendlich benachrichtigt sie die Polizei, als Michel morgens die Wohnung verläßt. Zwar warnt sie den Freund im letzten Augenblick noch, aber der hält sich lange mit einem Bekannten auf und läßt sich dann von ihm einen Revolver zuwerfen. Die Polizei schießt zuerst. Als Patricia zu dem Sterbenden eilt, sagt Michel: »Weißt du, ich finde dich wirklich zum Kotzen!« Wenn man nach einem Regisseur sucht, der die französische »Nouvelle Vague« entscheidend mitprägte, dann ist es in erster Linie sicher Jean Luc Godard. Seine Filme sind verdienterweise nicht zu Unrecht ein Dauerbrenner auf diversen Festivals rund um die Erdkugel. Und der hier zählt wohl zu seinen bekanntesten: Der Plot des Films ist eine vergleichsweise eher kleine Ganovengeschichte. Im Mittelpunkt steht der »Ganove«, nicht der Kriminalfall. Godard schätzt amerikanische B-Pictures, billig und schnell abgekurbelte, vom Inhalt her rasante, schnörkellose Action-Thriller. Er widmet seinen Erstling »Außer Atem« ausdrücklich einer auf B-Filme spezialisierten Verleihfirma, der »Monogram Pictures«, »die uns lehrte, mit wenig Geld viel zu machen«. Amerikanisch sind dann auch die beiden Hauptdarsteller, jeder in einer anderen Beziehung. Jean-Paul Belmondo ist der Held der Geschichte. Er spielt Michel Poiccard, einen ziemlich gleichgültig wirkenden jungen Mann, der seine Äußerlichkeiten, seine Gesten und Posen aus vielen amerikanischen Gangsterfilmen gelernt, übernommen und für sich entwickelt hat. Das wird in der berühmten Szene besonders deutlich, als er vor einem Kinoschaukasten steht; darin ein Humphrey-Bogart-Filmplakat: Ein Zwiegespräch scheint sich anzubahnen - Belmondo fährt sich lächelnd mit dem Daumennagel über die Lippen: »Bogie« Belmondo imitiert Bogie, er kopiert ihn aber nicht - sein Bogart-Hut rutscht ihm auf den Hinterkopf, seine Zigarette, die wie bei Bogart nie ausgeht, ist nicht wie bei Bogart der sechste Finger seiner Hand, sie wird gekonnt jongliert, im Mundwinkel und anderswo. Belmondo ist für sich selbst existent, er hat Bogart hinter sich gelassen. Jean Seberg spielt seine Geliebte Patricia. Sie ist echte Amerikanerin, von Geburt an, äußerlich ein eigentümliches Gewächs, so sauber, kurzbehaart, ganz der amerikanischen Provinz entsprungen, ein neuer Typus im Film! Sexuell ist sie eine Hure, bei einem Journalisten erhofft sie sich beruflichen Einstieg. Gefühlsmäßig ist sie eine Jungfrau. Irgend etwas fehlt an ihr: ein Gewissen, eine Seele? »Die Weiber sind feige«, sagt Belmondo wiederholt zu ihr. Er hofft auf den ihn rettenden Gegenbeweis Dann will er mit ihr fliehen. Er hofft vergebens. Sie bleibt merkwürdig farblos, zurückhaltend bürgerlich. Herzliches Lachen reicht eben nicht. Ihre Herzlosigkeit liegt in ihrer Gleichgültigkeit begründet, mit der sie ihren Freund der Polizei preisgibt. Ein Verrat ohne Motiv!? »A Bout de Souffle« - ein Titel, der alles erklärt, der den Inhalt des Films, sein Thema interpretiert, sein Ende vorwegnimmt: Außer Atem - gehetzt - atemlos - ohne Atem - tot!! Wo der klassische Filmgangster bis zuletzt alles daran setzt, zu überleben, verliert Michel diesen (Über-)Lebenswillen rapide. Revolutionär die Kameraführung: Kameramann Raoul Coutard drehte die Straßenszenen stehend freihändig oder versteckt aus einem verschlossenen fahrbaren Kasten heraus, so daß viele Straßenpassanten als unbezahlte Komparsen mitwirkten. Längere Kamerafahrten kurbelte er von einem Krankenrollstuhl aus, den ein Assistent durch die Straßen schieben mußte. Coutard arbeitete ohne Stativ, ohne Schienen, mußte mit minimaler Beleuchtung auskommen, was bei Nachtaufnahmen zur erstmaligen Anwendung besonders empfindlichen Fotomaterials führte, das die Herstellerfirma eigens für »Außer Atem« in Filmkassetten einlegen ließ. Revolutionär der Filmschnitt: Aus vielen Dialog-Passagen schnitt Godard ganze oder halbe Sätze, aus manchen Vorgängen verbindende Partien heraus. Durch diese »jump cuts« brachte er Film-Ästheten aus der Fassung; die Schnitte schienen in keiner Weise nützlich, für viele nur verwirrend. Und tatsächlich war diese »Technik«, wie Godard später berichtete, aus einem Zufall erwachsen: »Erste Filme sind immer sehr lang. Denn verständlicherweise will man nach dreißig Jahren in seinen ersten Film alles reinpacken ... mein Film war zweieinviertel bis zweieinhalb Stunden lang, und das war unmöglich, er durfte laut Vertrag nur anderthalb Stunden dauern. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie dieser berühmte Schnitt zustande kam, der heute immer in Werbefilmen verwendet wird. Wir haben uns alle Einstellungen vorgenommen und systematisch das geschnitten, was wegkonnte, uns dabei aber bemüht, einen Rhythmus einzuhalten.« Dadurch wirkte der Film »roh aber frisch, sprunghaft aber unerhört dramatisch - titelgerecht atemlos«, wie das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL damals schrieb. Fazit: »Außer Atem« ist ein Meilenstein des französischen Kinos. Der Film fesselt mit seiner großartigen Atmosphäre und lebt von den grandiosen Dialogpassagen der Hauptdarsteller. Es gibt wenige Filme von solcher Aufrichtigkeit und von so bewußter Modernität der Aussage. Der Erfolg des Filmes zog ein US-Remake (»Atemlos« mit Richard Gere) nach sich, das dem Original von Godard allerdings um Längen unterlegen ist.

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Stimmen 3338 (7/10)
Release-Datum 30.06.2006

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Das süße Leben
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Stimmen 317 (8/10)
Release-Datum 05.02.1960

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Stimmen 1017 (6,6/10)
Release-Datum 21.11.1985

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Stimmen 8407 (8,2/10)
Release-Datum 06.07.1994

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Citizen Kane
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Stimmen 1287 (8/10)
Release-Datum 30.04.1941

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Stimmen 2406 (7,4/10)
Release-Datum 07.12.2006

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Stimmen 2164 (7,3/10)
Release-Datum 02.03.2007

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Stimmen 641 (6,5/10)
Release-Datum 24.06.1993

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Verblendung
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Stimmen 2550 (7,2/10)
Release-Datum 14.12.2011

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Harry Potter und der Orden des Phönix
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Stimmen 5850 (7,4/10)
Release-Datum 28.06.2007

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Matrix Revolutions
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Stimmen 3250 (6,4/10)
Release-Datum 05.11.2003

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Dancer in the Dark
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Stimmen 405 (7,7/10)
Release-Datum 17.05.2000

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Der amerikanische Freund
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Stimmen 73 (7/10)
Release-Datum 26.06.1977

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Silver Linings
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Stimmen 4989 (7/10)
Release-Datum 08.09.2012

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Die Unbestechlichen
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Stimmen 432 (7,6/10)
Release-Datum 04.04.1976

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Matrix Reloaded
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Stimmen 3608 (6,7/10)
Release-Datum 15.05.2003

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Top Gun
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Stimmen 1793 (6,7/10)
Release-Datum 16.05.1986

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Verdammnis
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Stimmen 579 (7/10)
Release-Datum 18.09.2009

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Im Rausch der Tiefe
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Stimmen 376 (7,6/10)
Release-Datum 11.05.1988

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The Crucifixion
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Stimmen 14 (4,7/10)
Release-Datum 27.04.2017

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