Taxi Driver


Taxi Driver

Übersicht:

Travis Bickle ist ein Außenseiter. Nicht zuletzt durch seinen Beruf als Taxifahrer lernt der Vietnamveteran die Gesellschaft zu hassen. Die Leere und Kälte, die von den Menschen um ihn herum auszugehen scheint, bringen ihn dazu sich Waffen zu besorgen und für den Kampf gegen den Rest der Welt zu wappnen. Beinahe per Zufall wählt er eine junge Prostituierte aus und nimmt sich ihrer an. Sein Ziel ist es, sie aus ihren Leiden zu befreien. Als er schließlich merkt, dass sie nichteinmal zu realisieren scheint unter welchen Umständen sie lebt, läuft er Amok...

Stimmen 2633 (8,1/10)

Laufzeit: 113 Minuten

Release-Datum 07.10.1976

True

Budget: $1,300,000.00

Umsatz: $28,262,574.00

Tagline: In jeder Straße ist ein niemand, der davon träumt, Jemand zu sein. Er ist ein einsamer, vergessener Mann, der verzweifelt zu beweisen versucht, daß er lebt.

Produktionsfirma:

  • Columbia Pictures Corporation
  • Italo/Judeo Productions
  • Bill/Phillips

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Krimi
  • Drama

Weitere Informationen

Travis Bickle
Robert De Niro
Robert De Niro
Betsy
Cybill Shepherd
Cybill Shepherd
'Sport' Matthew
Harvey Keitel
Harvey Keitel
Iris Steensma
Jodie Foster
Jodie Foster
Wizard
Peter Boyle
Peter Boyle
Senator Charles Palantine
Leonard Harris
Leonard Harris
Tom
Albert Brooks
Albert Brooks
Concession Girl
Diahnne Abbott
Diahnne Abbott
Policeman al rally
Gino Ardito
Gino Ardito
Man in cab
Martin Scorsese
Martin Scorsese
Iris' Time Keeper
Murray Moston
Murray Moston
Secret Service Agent
Richard Higgs
Richard Higgs
Tom's Assistant
Bill Minkin
Bill Minkin
Mafioso
Bob Maroff
Bob Maroff
Melio, Delicatessen Owner
Victor Argo
Victor Argo
Personell Officer
Joe Spinell
Joe Spinell
Angry Black Man
Frank Adu
Frank Adu
Soap Opera Woman
Brenda Dickson
Brenda Dickson
Charlie T
Norman Matlock
Norman Matlock
Doughboy
Harry Northup
Harry Northup
Campaign Worker
Harlan Cary Poe
Harlan Cary Poe
Andy - Gun Salesman
Steven Prince
Steven Prince
The John
Peter Savage
Peter Savage
Palantine's Aide
Nicholas Shields
Nicholas Shields
T.V. Interviewer
Ralph S. Singleton
Ralph S. Singleton
Campaign Worker (uncredited)
Annie Gagen
Annie Gagen
Political rallier (uncredited)
Carson Grant
Carson Grant
Campaign Aide (uncredited)
Mary-Pat Green
Mary-Pat Green
Girl at Columbus Circle (uncredited)
Debbi Morgan
Debbi Morgan
Policeman (uncredited)
Don Stroud
Don Stroud
Original Music Composer
Bernard Herrmann
Bernard Herrmann
Assistant Editor
Billy Weber
Billy Weber
Director
Martin Scorsese
Martin Scorsese
Writer
Paul Schrader
Paul Schrader
Director of Photography
Michael Chapman
Michael Chapman
Casting
Juliet Taylor
Juliet Taylor
Editor
Tom Rolf
Tom Rolf
Editor
Melvin Shapiro
Melvin Shapiro
Sound Re-Recording Mixer
Rick Alexander
Rick Alexander
Sound Effects Editor
Gordon Davidson
Gordon Davidson
Sound Effects Editor
James Fritch
James Fritch
Sound Effects Editor
Sam Gemette
Sam Gemette
Sound Effects Editor
David M. Horton
David M. Horton
Supervising Film Editor
Marcia Lucas
Marcia Lucas
Art Direction
Charles Rosen
Charles Rosen
Set Decoration
Herbert F. Mulligan
Herbert F. Mulligan
Costume Design
Ruth Morley
Ruth Morley
Camera Operator
Fred Schuler
Fred Schuler
Property Master
Leslie Bloom
Leslie Bloom
Producer
Julia Phillips
Julia Phillips
Producer
Michael Phillips
Michael Phillips
Thanks
Kris Kristofferson
Kris Kristofferson
Supervising Sound Editor
Frank E. Warner
Frank E. Warner
Assistant Director
Ralph S. Singleton
Ralph S. Singleton
Makeup Artist
Irving Buchman
Irving Buchman
Makeup Effects
Dick Smith
Dick Smith
Additional Photography
Carter Stevens
Carter Stevens
Casting
Sylvia Fay
Sylvia Fay
Camera Intern
Bill Johnson
Bill Johnson
Thanks
Julia Cameron
Julia Cameron
Transportation Coordinator
Raymond Hartwick
Raymond Hartwick
Scenic Artist
Cosmo Sorice
Cosmo Sorice
Still Photographer
Josh Weiner
Josh Weiner
Publicist
Marion Billings
Marion Billings
Script Supervisor
Kay Chapin
Kay Chapin
Assistant Editor
George Trirogoff
George Trirogoff
Production Manager
Phillip M. Goldfarb
Phillip M. Goldfarb
Associate Producer
Phillip M. Goldfarb
Phillip M. Goldfarb
Visual Effects Design Consultant
David Nichols
David Nichols
Grip
Robert Ward
Robert Ward
Sound Re-Recording Mixer
Tex Rudloff
Tex Rudloff
Other
Robert P. Cohen
Robert P. Cohen
Hairstylist
Mona Orr
Mona Orr
Assistant Director
Peter R. Scoppa
Peter R. Scoppa
Special Effects
Tony Parmelee
Tony Parmelee
Title Graphics
Dan Perri
Dan Perri

Kalla Malla

Travis Bickle (**Robert De Niro**) ist ein Vietnamveteran, der in New York lebt und sich dort jeden Tag dem schlimmsten Schmutz und Abschaum der Gesellschaft gegenüber sieht. Schwarze, Fixer, Prostituierte - alles Gesindel, das von den Straßen gespült werden sollte. Travis schafft es in den langen Nächten immer seltener, zur Ruhe zu kommen, weshalb er einen Job als Taxifahrer annimmt, den er von 18 Uhr abends bis 6 Uhr morgens ausübt. Was Travis von seinen Kollegen unterscheidet, ist, dass er keine Probleme damit hat, auch in die Problemviertel und die Slums der Stadt zu fahren, so hat er auch viel mit gefährlichen Typen zu tun. Sein Hass auf diesen Abschaum schürt sich so immer mehr. Eines Tages lernt Travis die Wahlkampfmanagerin Betsy (**Cybill Shepherd**) kennen, die sich aktiv für den Präsidentschaftskandidaten Charles Palentine (**Leonard Harris**) einsetzt. Travis ist fasziniert von dieser Frau, schafft es sogar, sie zum Essen einzuladen und Vertrauen aufzubauen. Als er Betsy aber eines Tages in ein Pornokino einlädt, hält sie ihn für einen Perversling und möchte fortan nichts mehr von ihm wissen. Für Travis bricht eine Welt zusammen und er fällt wieder in die Einsamkeit zurück. Er besorgt sich einige Schusswaffen und beschließt, Charles Palentine bei einer öffentlichen Rede zu ermorden. So weit soll es aber nicht kommen, denn zuvor lernt Travis die zwölfjährige Prostituierte Iris (**Jodie Foster**) kennen und beschließt, sie aus diesem Mileau herauszuholen - wenn es sein muss mit Gewalt... **Martin Scorsese**, der heute definitiv zu den besten Regisseuren überhaupt zählt, konnte in den 70ern zum ersten Mal von sich reden machen und verhalf so auch **Robert De Niro** und **Harvey Keitel** mit seinen frühen Filmen zu einem enormen Bekanntheitsschub. Scorsese arbeitete im weiteren Verlauf seiner Karriere noch sehr oft mit den beiden zusammen, besonders beeindruckt scheint er aber von De Niros Schauspielkunst gewesen zu sein, weshalb er ihn mit Rollen geradezu überhäufte, die bekanntesten Filme des Gespanns dürften wohl "Casino", "Kap der Angst", "Goodfellas", "King of Comedy" oder "Wie ein wilder Stier" sein. Auch "Taxi Driver" entspringt einer kreativen Schaffensphase Scorseses und darf sicherlich als Meisterwerk bezeichnet werden. Was uns hier präsentiert wird ist die Geschichte eines Mannes, die von Einsamkeit und Wut geprägt ist und die fast schon als Spiegel der Gesellschaft betrachtet werden darf. "Taxi Driver" ist durch diese Ansätze zeitlos - Travis Bickle bezeichnet sich selbst als Gottes einsamsten Mann und glaubt, der einzige zu sein, der dies fühlt. Egal was er tut, er schafft es nicht, innere Ruhe oder Zufriedenheit zu finden, bis er auf Betsy trifft. Sie gibt ihm etwas, von dem er nicht einmal wusste das es existiert, eine art Antrieb, den Willen, das Geschehen um sich herum aktiv in die Hände zu nehmen. Als diese Beziehung jedoch auch scheitert, verliert Travis jegliche Orientierung, fällt wieder in seine alte Lethargie zurück und begibt sich schon kurz darauf auf einen gnadenlosen Rachefeldzug. Einen "Nigger", der einen Laden ausraubt, erschießt er ohne jegliche Gewissensbisse, ebenso wie anderen Abschaum, der das Leben seiner Meinung nach nicht verdient. Dadurch hat sich Scorsese damals sozusagen selbst der Kritik ausgesetzt, denn hier wird ein Rachefeldzug gezeigt, ohne jegliche moralischen Einwände, was aber nur dadurch gut funktioniert, da auch Robert De Niro keine Identifikationsfigur darstellt. Travis hebt sich über das Gesetz hinweg, übt Selbstjustiz aus und wird letzten Endes dafür belohnt. Kritisieren sollte man "Taxi Driver" dafür aber eindeutig nicht, da De Niros Charakter in jeder Hinsicht zerrüttet, kaputt und am Ende ist. Ich war mir eigentlich nie so recht sicher, ob ich nun auf seiner Seite sein soll oder nicht. Man weiß, dass manche seiner Taten nicht in Ordnung sind, kann sein Handeln aber in gewisser Weise auch nachvollziehen. Dies macht "Taxi Driver" aus dramaturgischer Sicht sehr interessant, da die Figur des Antihelden in der Lage ist, das Publikum für sich zu gewinnen und gleichzeitig eine Präsenz auszustrahlen, wie man sie sonst nur von den Bad Guys kennt. Für eine lange Zeit war der Streifen in Deutschland ab 18 freigegeben und hatte somit das Pech, von vielen nur auf seine Gewalt reduziert zu werden. Dies ist ein Fehler, da es bei "Taxi Driver" in keinster Weise darauf ankommt, wie viel Blut verspritzt wird. Ja, es geht gegen Ende hart zur Sache, doch dies verblasst gegenüber Travis fast schon misanthropischen Monologen und den Sätzen, die er in sein Tagebuch niederschreibt. Gerade in diesen Szenen strotzt "Taxi Driver" von einer unglaublich intensiven Atmosphäre und lässt die graphische Gewalt als etwas absolut nebensächliches erscheinen. Fazit: "Taxi Driver" ist das Portrait eines Mannes, dessen Leben von Einsamkeit und Hass geprägt ist und dessen ganzer Frust sich am Ende in einem schockierenden Finale entlädt. Der Großteil der Story wird dabei in eher ruhigen Bildern erzählt, die Travis´ Einsamkeit gekonnt unterstreichen und so sehr zur beklemmenden Atmosphäre beitragen. Für den Effekteverliebten Mainstreamgucker ist Scorseses Streifen eher weniger geeignet, da man mitdenken muss, um sich in die Lage des Taxi Driver hineinversetzen zu können. Ist einem das erst einmal gelungen, erwartet einen hier ein bedrückendes Drama, das seinesgleichen sucht und das viel Platz für eigene Interpretationsansätze lässt.

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