I'm Not There.


I'm Not There.

Übersicht:

Der Film hat keine Handlung im klassischen Sinn und ist nicht chronologisch aufgebaut. Er zeigt in sechs verschiedenen Handlungssträngen Figuren, anhand derer Facetten aus dem Leben von Bob Dylan dargestellt werden. Die Episoden wandeln zwischen realen, verbürgten Szenen und philosophischen, abstrakten Metabetrachtungen. Unter anderem wird gezeigt, wie Dylan im Jahr 1965 anfängt, die elektrische Gitarre Fender Stratocaster zu benutzen (anhand der filmischen Figur Jude Quinn). Außerdem wird in Anlehnung an den Western Pat Garrett jagt Billy the Kid, zu dem Dylan den Soundtrack schrieb, Richard Gere als Billy the Kid gezeigt (als Parallele zu dem älteren Bob Dylan), der anfangs nur ein ruhiges Leben führen will und dann in einer Art Comeback seinen alten Widersacher Pat Garret ein letztes mal überlistet.

Stimmen 202 (6,6/10)

Laufzeit: 135 Minuten

Release-Datum 05.12.2007

True

Budget: $20,000,000.00

Umsatz: $4,001,121.00

Produktionsfirma:

  • Endgame Entertainment
  • Rising Star
  • Killer Films
  • John Wells Productions
  • Dreamachine
  • Film & Entertainment VIP Medienfonds 4 GmbH & Co. KG (I)
  • Grey Water Park Productions
  • John Goldwyn Productions
  • Wells Productions

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Drama
  • Musik

Weitere Informationen

Jude
Cate Blanchett
Cate Blanchett
Robbie
Heath Ledger
Heath Ledger
Alice
Julianne Moore
Julianne Moore
Arthur
Ben Whishaw
Ben Whishaw
Claire
Charlotte Gainsbourg
Charlotte Gainsbourg
Coco Rivington
Michelle Williams
Michelle Williams
Jack/Pastor John
Christian Bale
Christian Bale
Woody
Marcus Carl Franklin
Marcus Carl Franklin
Billy
Richard Gere
Richard Gere
Alan Ginsberg
David Cross
David Cross
Narrator
Kris Kristofferson
Kris Kristofferson
Hobo Joe
Don Francks
Don Francks
Mrs. Arvin
Kim Roberts
Kim Roberts
Morris Bernstein / Barker
Peter Friedman
Peter Friedman
Carla Hendricks
Kim Gordon
Kim Gordon
Keenan Jones / Garrett
Bruce Greenwood
Bruce Greenwood
Grace
Alison Folland
Alison Folland
Brass Band Singer
Jim James
Jim James
Editor
Jay Rabinowitz
Jay Rabinowitz
Producer
John Sloss
John Sloss
Producer
Christine Vachon
Christine Vachon
Production Design
Judy Becker
Judy Becker
Director of Photography
Edward Lachman
Edward Lachman
Casting
Laura Rosenthal
Laura Rosenthal
Screenplay
Todd Haynes
Todd Haynes
Director
Todd Haynes
Todd Haynes
Screenplay
Oren Moverman
Oren Moverman
Producer
James D. Stern
James D. Stern
Producer
John Goldwyn
John Goldwyn
Music Supervisor
Randall Poster
Randall Poster
Music Supervisor
Jim Dunbar
Jim Dunbar
Costume Design
John Dunn
John Dunn
Makeup Artist
Peter Swords King
Peter Swords King
Makeup Artist
Rick Findlater
Rick Findlater

Michael

Zugegeben, es ist schon etwas anstrengend sich den Film „I’m not there“ anzuschauen, aber es lohnt sich. Hat man sich einmal auf die ungewöhnliche erzählweise von Todd Haynes eingelassen, bekommt man einen Film zu sehen, den man getrost als Meisterwerk bezeichnen kann. Es ist spannend und fesselnd zu gleich zu sehen und so entdecken, wie die eigentlich grundverschiedenen Charaktere zusammengehören und wie sich mit fast jeder Szene ein weiteres Puzzleteil in das kunstvolle Gemälde eingesetzt wird. Hat man im Hinterkopf, dass der ganze Film in groben Zügen auf dem Leben der Rocklegende Bob Dylan basiert, macht auch tatsächlich jeder Charakter Sinn. Da ist Bob Dylan als Rebell, Bob Dylan als kindlicher Erwachsener und Bob Dylan als politischer Aktivist. Manche der Charakterzüge der Figuren und wie diese mit den anderen Figuren korrelieren werden zwar nur beiläufig gezeigt und man wird selten direkt mit der Nase auf diese gestoßen, doch daraus bezieht „I’m not there“ einen nicht zu unterschätzenden Reiz. Das dieser Film so gut funktioniert, liegt allerdings nicht alleine an der genialen Art und Weise wie Hayes sein Werk inszeniert hat. Die verschiedenen „Bob Dylan“-Darsteller haben einen ganz erheblichen Anteil an dem Erfolg des Films. Natürlich ist der Film mit Christian Bale (Batman Begins, Todeszug nach Yuma), dem leider viel zu früh verstorbenen Heath Ledger (The Dark Knight, Dogtown Boys), Richard Gere (Darf ich bitten?, Der Schakal) und Cate Blanchett (Elizabeth, Babel) spitzenmäßig besetzt, doch Namen sind nur die halbe Miete. Viel wichtiger ist doch, dass diese große Namen auch große Leistungen abliefern und das machen sie allesamt in „I’m not there“. Gerade die Besetzung von Cate Blanchett, darf dabei als gelungener Schachzug angesehen werden und war für die Schauspielerin mit Sicherheit einer ihrer schwierigsten Rollen. Blanchett verkörpert in „I’m not there“ nämlich nicht etwa eine Frau, sondern den Sänger Jude Quinn und schon bei der ersten Szene in der Blanchett in dieser Rolle zu sehen ist, wird klar, dass sie die perfekte Besetzung für die Rolle des androgynen Quinn ist. Wenn wir schon einmal bei den Schauspielern sind, dürfen wir die beiden etwas unbekannteren Darsteller nicht vergessen, die auch jeweils eine Facette von Bob Dylan spielen. Der junge Marcus Carl Franklin (Weites Wasser, Abgedreht) spielt die Rolle des 11-jährigen Woody wie ein ganz großer aus der Branche und Ben Whishaw bewies schon in „Das Parfum“ zu welchen Leistungen er fähig ist und hat nun die große Chance zu den wirklich gefragten Schauspielern Hollywood aufzusteigen. Ein weiterer Aspekt ist die Kameraführung und die Art wie Todd Haynes seine Bilder auf die Leinwand bringt. Jeder der sechs verschiedenen Hauptfiguren hat seine eigenen Bildsprache und Bildkomposition erhalten. Die Geschichte von Arthur Rimbaud wird so zum Beispiel in körnigen schwarz-weiß Bildern erzählt, während man sich bei der Geschichte um Billy the Kid an die großen Klassiker des Western erinnert fühlt. Hier dominieren langsame Kamerafahrten und lange Einstellungen. Die Story um Jude Quinn wiederum ist von der Optik her meiner Meinung an den französischen Kunstfilm angelehnt. Um meine Meinung noch einmal zusammenzufassen. Für mich ist „I’m not there“ einer der interessantesten Filme der letzen Jahre mit Potenzial dazu ein echter Klassiker zu werden. Selten haben mich in einem Film wirklich alle Charaktere fasziniert, so dass man wirklich jeden Satz, jede Szene in sich aufsaugen will. Großartiges Kino! [Sneakfilm.de]

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