Letztes Jahr in Marienbad


Letztes Jahr in Marienbad

Übersicht:

Ein Mann trifft in einem Barockschloss auf eine Frau, von der er behauptet, sie bereits ein Jahr zuvor am selben Ort getroffen zu haben, um zusammen ein neues Leben zu beginnen. In bruchstückhaften Erinnerungen beschwört er ihre gemeinsame Vergangenheit. Obwohl die Frau, die sich in Begleitung eines anderen Mannes befindet, sich ernsthaft bemüht, kann sie sich an das angebliche Liebesverhältnis und das Versprechen nicht erinnern. Das hindert sie jedoch nicht daran, den Schauplatz zusammen mit dem geheimnisvollen Fremden zu verlassen.

Stimmen 111 (7,5/10)

Laufzeit: 94 Minuten

Release-Datum 1961-05-25

Produktionsfirma:

  • Silver Films
  • Cormoran Films
  • Argos Films
  • Cineriz
  • Terra Film
  • Cinétel

Produktionsland:

  • France
  • Italy

Genres:

  • Drama
  • Liebesfilm

Weitere Informationen

A
Delphine Seyrig
Delphine Seyrig
X
Giorgio Albertazzi
Giorgio Albertazzi
M
Sacha Pitoëff
Sacha Pitoëff
Françoise Bertin
Françoise Bertin
Luce Garcia-Ville
Luce Garcia-Ville
Director
Alain Resnais
Alain Resnais
Screenplay
Alain Robbe-Grillet
Alain Robbe-Grillet
Director of Photography
Sacha Vierny
Sacha Vierny
Original Music Composer
Francis Seyrig
Francis Seyrig
Producer
Pierre Courau
Pierre Courau
Producer
Raymond Froment
Raymond Froment
Costume Design
Coco Chanel
Coco Chanel
Costume Design
Bernard Evein
Bernard Evein
Editor
Henri Colpi
Henri Colpi
Editor
Jasmine Chasney
Jasmine Chasney
Production Design
Jacques Saulnier
Jacques Saulnier
Assistant Director
Jean Léon
Jean Léon
Assistant Director
Florence Malraux
Florence Malraux
Assistant Director
Volker Schlöndorff
Volker Schlöndorff

Kalla Malla

Ein luxuriöses Hotel in einer vergangenen Zeit, vornehm gekleidete Menschen, die starre Gesellschaftsspiele spielen, ein Mann namens X (Giorgio Albertazzi), der eine schöne Frau namens A (Delphine Seyrig) anspricht. Sie haben sich bereits im letzten Jahr getroffen, hier oder auch in Karlsbad, sie wollte angeblich mit ihm durchbrennen. A aber will oder kann sich nicht erinnern, X lässt nicht locker. Gab es im letzten Jahr ein Eifersuchtsdrama, einen Mord, ist die Frau vor ihm vielleicht nur eine Geistererscheinung? Oder wiederholt sich die Begegnung jedes Jahr wieder? Fragen über Fragen in einem der großen Meisterwerke der Filmkunst, Alain Resnais' »Letztes Jahr in Marienbad« (1961). Die Beantwortung dieser Fragen ist unwichtig, die Überlegungen darüber machen den Film aus, den man nicht rational erfassen sollte. Er ist eine Symphonie in Schwarzweiß, mit hypnotischen, surrealen Bildern und dem vielleicht perfektesten Rhythmus der Filmgeschichte. Seine fließende Langsamkeit wird nie, nicht einmal für eine Sekunde unterbrochen. Wer konventionelle Unterhaltung oder eine Handlung sucht, ist hier falsch und wird entweder zu Tode gelangweilt oder wütend. Wer akzeptiert, dass Film noch mehr darf und kann, der wird »Marienbad« genießen können. Resnais und sein Drehbuchautor Alain Robbe-Grillet (wichtiger Autor des »Nouveau Roman«) brechen sämtliche Regeln der Filmerzählung. Dialoge verstummen unvermittelt, während die Charaktere weitersprechen, die Chronologie der Ereignisse wird zerschmettert, Kostüme und Dekors wechseln innerhalb der Szenen, innere Monologe ersetzen den objektiven Blick, es gibt weder ein wo, wann oder ein warum. »Marienbad« ist ein Labyrinth, aus dem es keinen Ausgang gibt, der Aufenthalt selbst ist das Erlebnis. Es geht um Zeit, um Erinnerungen (die wahr oder falsch sein können und manchmal beides), um Liebe, Sehnsucht, Verlangen, Abweisung und die klassische Dreieckstragödie. Die Darsteller zeigen kaum Emotionen und bewegen sich minimal, stattdessen bewegt sich die Kamera und schwelgt in den opulenten Dekors einer toten Welt, begleitet von Orgelmusik. In einer Sequenz unterhalten sich die Charaktere über eine Statue und deren Bedeutung. Jeder sieht etwas anderes in ihr. So sollte man sich auch »Letztes Jahr in Marienbad« nähern. Es ist schon erstaunlich, wie sehr man von anderen Künsten (Theater, Malerei) verschiedene Darstellungsformen akzeptiert, während Surrealismus und Abstraktion im Film schnell als inhaltsleer und prätentiös abgelehnt werden. »Marienbad« ist ein abstrakter Film, wunderschön, schwebend, zeitlos, ein Fest fürs Auge und eine Herausforderung. Er ist der Beweis, dass Film viel mehr sein kann, und er hat die Zeit glänzend überdauert. Auf den Filmfestspielen in Venedig wurde »Letztes Jahr in Marienbad« 1962 mit dem goldenen Löwen ausgezeichnet und war weltweit ein großer kommerzieller Erfolg. Kann man sich das heute noch vorstellen?. Ich liebe diesen Film!

Das geheime Fenster
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Stimmen 1088 (6,4/10)
Release-Datum 12.03.2004

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Little Children
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Stimmen 258 (6,9/10)
Release-Datum 06.10.2006

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In The Mood For Love
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Stimmen 423 (7,9/10)
Release-Datum 22.05.2000

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The Key – Der Schlüssel
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Stimmen 73 (4,8/10)
Release-Datum 18.10.1983

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Der Voyeur
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Stimmen 55 (4,1/10)
Release-Datum 27.01.1994

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Crimson Peak
Crimson Peak
Stimmen 1654 (6,4/10)
Release-Datum 13.10.2015

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Carrie
Carrie
Stimmen 1617 (5,8/10)
Release-Datum 16.10.2013

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Grand Budapest Hotel
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Stimmen 4930 (8/10)
Release-Datum 26.02.2014

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Zero Dark Thirty
Zero Dark Thirty
Stimmen 1773 (6,7/10)
Release-Datum 19.12.2012

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Side Effects - Tödliche Nebenwirkungen
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Stimmen 1365 (6,4/10)
Release-Datum 07.02.2013

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Bram Stoker's Dracula
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Stimmen 1165 (7,1/10)
Release-Datum 13.11.1992

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Das Leben des David Gale
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Stimmen 537 (7,3/10)
Release-Datum 21.02.2003

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Der Englische Patient
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Stimmen 583 (7/10)
Release-Datum 14.11.1996

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K-PAX - Alles ist möglich
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Stimmen 750 (7,2/10)
Release-Datum 22.10.2001

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Mulholland Drive - Straße der Finsternis
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Stimmen 1629 (7,7/10)
Release-Datum 16.05.2001

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Troja
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Stimmen 3007 (6,9/10)
Release-Datum 13.05.2004

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American Beauty
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Stimmen 3777 (7,9/10)
Release-Datum 15.09.1999

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Léon - Der Profi
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Stimmen 4647 (8,2/10)
Release-Datum 14.09.1994

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Vergiss mein nicht!
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Stimmen 4089 (7,9/10)
Release-Datum 19.03.2004

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Walk the Line
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Stimmen 760 (7,3/10)
Release-Datum 13.09.2005

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