Zimmer 1408


Zimmer 1408

Übersicht:

Mike Enslin hat zwei erfolgreiche Bücher über Hotels, in denen es angeblich spukt, veröffentlicht. Nach dem Tod seiner Tochter stürzt er sich noch kompromissloser in die Arbeit. Derzeit fasziniert ihn ein besonders mysteriöser Fall: Im Zimmer 1408 des New Yorker Dolphin Hotel sind unter seltsamen Umständen bereits 56 Gäste gestorben. Um der Wahrheit auf den Grund zu gehen, schlägt Mike alle Warnungen des Hotelmanagers in den Wind und übernachtet in Nr. 1408 – ein kafkaesker Alptraum beginnt.

Stimmen 1715 (6,5/10)

Laufzeit: 104 Minuten

Release-Datum 13.09.2007

True

Budget: $25,000,000.00

Umsatz: $94,679,598.00

Webseite: Link

Tagline: Schließe diese Türe nicht.

Produktionsfirma:

  • Di Bonaventura Pictures
  • Dimension Films
  • The Weinstein Company

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Horror
  • Thriller

Anhänger

Weitere Informationen

Mike Enslin
John Cusack
John Cusack
Gerald Olin
Samuel L. Jackson
Samuel L. Jackson
Lilly Enslin
Mary McCormack
Mary McCormack
Katie
Jasmine Jessica Anthony
Jasmine Jessica Anthony
Sam Farrell
Tony Shalhoub
Tony Shalhoub
Young Woman at Bookstore
Alexandra Silber
Alexandra Silber
Bellboy
Noah Lee Margetts
Noah Lee Margetts
Clay
William Armstrong
William Armstrong
Mr. Innkeeper
Paul Birchard
Paul Birchard
Mrs. Innkeeper
Margot Leicester
Margot Leicester
Taxi Cab Driver
Angel Oquendo
Angel Oquendo
Secretary
Emily Harvey
Emily Harvey
Bookstore Cashier
Walter Lewis
Walter Lewis
Man #1 at Bookstore
Eric Meyers
Eric Meyers
Man #2 at Bookstore
David Nicholson
David Nicholson
Lady at Bookstore
Holly Hayes
Holly Hayes
Surfer Dude
Johann Urb
Johann Urb
Mailbox Guy
Andrew-Lee Potts
Andrew-Lee Potts
Desk Clerk
Kim Thomson
Kim Thomson
Assistant Hotel Manager
Drew Powell
Drew Powell
Maitre D'
Gil Cohen-Alloro
Gil Cohen-Alloro
Hotel Engineer
Isiah Whitlock Jr.
Isiah Whitlock Jr.
Claw Hammer Maniac
Benny Urquidez
Benny Urquidez
Mike's Father
Len Cariou
Len Cariou
Factory Owner
Ray Nicholas
Ray Nicholas
1950's Lady
Tina Maskell
Tina Maskell
Kevin O'Malley
Paul Kasey
Paul Kasey
Mailbox Worker
George Cottle
George Cottle
Mailbox Worker
Julian Spencer
Julian Spencer
Mailbox Worker
William Willoughby
William Willoughby
Cop #1
Thomas A. McMahon
Thomas A. McMahon
Cop #2
Anthony C. Mazza
Anthony C. Mazza
Fireman
Chris Carey
Chris Carey
Priest
Kevin Dobson
Kevin Dobson
Man Outside Hotel Fire
Peter Conboy
Peter Conboy
Bookstore Assistant
Georgie Lee-Robinson
Georgie Lee-Robinson
Hotel Guest
Bernadette Lords
Bernadette Lords
Bellboy
Rob McGillivray
Rob McGillivray
Mike Enslin's Ex-wife
Kate Walsh
Kate Walsh
Bellboy
Jacob White
Jacob White
Director
Mikael Håfström
Mikael Håfström
Screenplay
Matt Greenberg
Matt Greenberg
Screenplay
Scott Alexander
Scott Alexander
Screenplay
Larry Karaszewski
Larry Karaszewski
Original Story
Stephen King
Stephen King
Executive Producer
Jake Myers
Jake Myers
Executive Producer
Bob Weinstein
Bob Weinstein
Executive Producer
Harvey Weinstein
Harvey Weinstein
Director of Photography
Benoît Delhomme
Benoît Delhomme
Music
Gabriel Yared
Gabriel Yared
Editor
Peter Boyle
Peter Boyle
Production Design
Andrew Laws
Andrew Laws
Costume Design
Natalie Ward
Natalie Ward
Art Direction
Stuart Kearns
Stuart Kearns
Makeup Artist
Karl Derrick
Karl Derrick
Special Effects
Paul Corbould
Paul Corbould
Producer
Lorenzo di Bonaventura
Lorenzo di Bonaventura
Associate Producer
Kelly Dennis
Kelly Dennis
Associate Producer
Antonia Kalmacoff
Antonia Kalmacoff
Executive Producer
Richard Saperstein
Richard Saperstein
Associate Producer
Jeremy Steckler
Jeremy Steckler
Casting
Elaine Grainger
Elaine Grainger
Art Direction
Mark Raggett
Mark Raggett
Set Decoration
Daniel B. Clancy
Daniel B. Clancy
Set Decoration
Marina Morris
Marina Morris
Production Supervisor
John Anthony
John Anthony
Unit Manager
Mark Grimwade
Mark Grimwade
Unit Production Manager
Dana Robin
Dana Robin
Post Production Supervisor
Jessie Thiele
Jessie Thiele
Unit Production Manager
Gabriela Vázquez
Gabriela Vázquez
Unit Production Manager
Elena Zokas
Elena Zokas
Casting Associate
Ali Merhi
Ali Merhi
Casting Assistant
Kate Ringsell
Kate Ringsell
Location Manager
Briana Burke
Briana Burke
Location Scout
Giles Edleston
Giles Edleston
Location Manager
Audra Gorman
Audra Gorman
Location Manager
Pat Karam
Pat Karam
Location Scout
Lee David Lee
Lee David Lee
Location Scout
Rob Lee
Rob Lee
Title Designer
Darren Agnew
Darren Agnew
Script Supervisor
Catherine Allinson
Catherine Allinson
Production Coordinator
Una Hill
Una Hill
Production Coordinator
Greg Outcalt
Greg Outcalt
Script Supervisor
Tricia Ronten
Tricia Ronten

Kalla Malla

Der Schriftsteller Mike Enslin (John Cusack) hat sich ganz auf das Okkulte spezialisiert und ist als eine Art Hoteltester in Sachen Mystery unterwegs. So ist seine Neugierde sofort entfacht, als er eine anonyme Postkarte erhält, die ihn davor warnt, eine Nacht im Zimmer 1408 des Dolphin Hotels in New York zu verbringen. Obgleich der Hotelmanager alles versucht, um ihn davon abzuhalten - bereits 56 Todesfälle habe es in dem Zimmer gegeben -, mietet er sich für eine Nacht in dem als Hort des Bösen berüchtigten Zimmer ein. Doch schon in der ersten Stunde überschlagen sich die Ereignisse und Mike Enslin erlebt einen Hotelaufenthalt, den er nie vergessen wird … Da praktisch jeder einigermaßen verfilmbare Roman von Stephen King bereits verfilmt wurde, bleibt den Regisseuren und Drehbuchschreibern bei ihrer Suche nach neuem Stoff aus der Feder des Meisters des Grauens nur der überreiche Fundus an Kurzgeschichten. Vieles erinnert in der Verfilmung von »1408« dabei an »Stephen King’s The Night Flier« von 1997, eine gemeinhin unterschätzte Adaption von Mark Pavia, in der Miguel Ferrer einen Schreiberling für ein Schundblatt spielt, der auf der Suche nach neuen Sensationen mit dem wahrhaft Bösen konfrontiert wird. Auch in »1408« steht im Mittelpunkt des Geschehens ein Autor von Schundliteratur, der von der Sensationsgier und dem Aberglauben seiner Klientel gut leben kann. Seine Bücher tragen Titel wie »Zehn Nächte in zehn Spukhäusern« oder »Zehn Nächte auf zehn Geisterfriedhöfen«. Sehr langsam, sehr ruhig lässt es der schwedische Regisseur Mikael Håfström angehen. Ganz im Zentrum der Exposition steht das lange Gespräch von Mike Enslin mit dem von Samuel L. Jackson genial undurchsichtig gespielten Hotelmanager, welches einige Informationen zur traurigen Vorgeschichte des Zimmers liefert, das bereits Schauplatz etlicher Selbstmorde gewesen war. Was man nicht erfährt - weder hier noch an irgendeiner anderen Stelle des Films -, ist irgendeine Erklärung für den todbringenden Einfluss des Zimmers: Es ist, um es in den Worten des Hotelmanagers zu sagen, einfach ein „echt mieses Zimmer“. Umso mehr erfährt der Zuschauer über Enslin. Rückblenden enthüllen, dass er einen schweren Schicksalsschlag hat hinnehmen müssen: Seine kleine Tochter starb an den Folgen einer unheilbaren Krankheit, in der Folge zerbrach auch die Beziehung zu seiner Frau Lily. Wir erleben Enslin als Zyniker, der weder seine Leser noch das, worüber er schreibt, ernst nimmt. Wobei John Cusack nicht John Cusack wäre, wenn er es nicht verstehen würde, auch dieser abgebrühten Gestalt noch liebenswerte und sympathische Züge zu verleihen. Überhaupt ist »Zimmer 1408« hauptsächlich und in erster Linie ein Cusack-Film geworden: Der 41-jährige Amerikaner legt eine schauspielerische Glanzleistung hin und verkörpert alle Gefühlsregungen von Enslin absolut glaubhaft: Anfangs leichte Überheblichkeit, später gesellen sich Sorge und Beunruhigung hinzu, schließlich dann nackte Angst und Verzweiflung. Dabei spielt sich der Horror vor allem im Kopf ab, Mikael Håfström setzt zwar bemerkenswert gut gemachte Effekte ein, stellt sich aber bewusst gegen den von Filmen wie »Saw« oder »Hostel« eingeläuteten Trend, sich gegenseitig in der Darstellung von Gewalt und Grausamkeiten zu überbieten. Dem hält Håfström fast altmodisch wirkende Gruselkost entgegen: Das »Zimmer 1408« wird mehr und mehr zu einer Schleuse in eine andere Dimension, aus der es kein Entrinnen gibt. So gehört etwa zu den gruseligsten Momenten, wie Enslin, aus dem Fenster schauend, plötzlich von allen Straßengeräuschen abgekapselt wird und erkennen muss, dass er unrettbar von der Realität abgeschlossen ist. Auf die Spitze getrieben wird das Spiel mit den anderen Dimensionen in dem Moment, wo Enslin per Laptop und Videochat seine Frau anfleht, ihm zu helfen, und er erfahren muss, dass sie sich mit einem Rettungstrupp bereits im besagten Zimmer befindet. Wie so oft im Horrorfilm entpuppt sich das Monster - und nichts anderes als ein Monster im klassischen Sinne ist dieses Zimmer - letztlich als Spiegelung der inneren Zerrissenheit des Protagonisten. Er begegnet seinem Vater, der seine letzten Tage vergessen in einem schäbigen Altersheim fristen musste, und - natürlich! - seiner Tochter Katie, wobei die 11-jährige Jasmine Jessica Anthony eine beeindruckende Performance hinlegt. Da er den Tod seiner Tochter nie verwunden hat, zwingt ihn das Zimmer, das Trauma erneut zu durchleben; in seinen Armen stirbt Katie ein zweites Mal. Fangen die übernatürlichen Erscheinungen noch harmlos an, etwa mit einem sich plötzlich einschaltenden Radiowecker, so werden später nicht nur die Effekte eindrucksvoller, sondern auch die Grenzen, was nun tatsächlich passiert und was nur in der Einbildung des Protagonisten stattfindet, verwischen immer stärker. Was mitunter zu komischen Momenten führt, etwa wenn Enslin plötzlich einen harmlosen Kühlschrank anschreit - welcher kurz zuvor allerdings noch ein Diorama der ganz besonderen Art geboten hatte. Allzu tiefsinnige Filmkunst darf man von »Zimmer 1408« nicht erwarten. Håfström gibt der Psyche seiner Hauptperson zwar den notwendigen Raum (durchaus doppeldeutig gemeint), liefert aber keinen Psychothriller ab, sondern bleibt im Rahmen der klassischen Geistererzählung. In diesem Rahmen liefert er allerdings ein erstklassiges Resultat ab und serviert 104 Minuten allerbeste Gruselunterhaltung, die sich von einigen eigenen Zutaten abgesehen erfreulich dicht an die literarische Vorlage hält. Lediglich im Mittelteil gibt es einige Längen, wenn der Stab allzu fest in den Händen der Effektspezialisten landet, für die man aber durch einen schönen, kleinen Plot Twist durchaus entschädigt wird.

Michael

„Zimmer 1408“ ist für mich der Beweis, dass eine gute Storyidee und einige tolle Effekte noch keinen gelungen Film ausmachen. Zu viel kann dabei in anderen Bereichen schief gehen. So ist „Zimmer 1408“ mit John Cusack (Identität, Grace is gone) und Samuel L. Jackson (Pulp Fiction, Shaft) als Hotelier zwar gut besetzt, doch bleiben beide Schauspieler in ihren Rollen ziemlich blass. Gerade Cusack gelingt es dabei nicht, die Angst und Verzweiflung seiner Figur beeindruckend zu spielen, so dass dem Film einiges an möglichen Schrecken verloren geht. Gerade wenn das Zimmer Enslin mit immer neuen Gemeinheiten zur Verzweiflung bringt und Enslin fasst in den Wahnsinn treibt, wäre es schön gewesen dies intensiver gespielt zu erleben. Auch gelingt es Regisseur Mikael Håfström (Drowning Ghost, Entgleist) meiner Meinung nach nicht einen kontinuierlich steigenden Spannungsbogen zu entwickeln, der sich in einem fulminanten Finale entlädt. Vielmehr präsentiert er einen Film mit mehren Spannungswellen, was bei mir dazu führte, dass ich mit zeitweise gelangweilt habt. Ich wünsche mir von einem solchen Film eben, dass er mich immer wieder überrascht. Das Potenzial zum „Nail Biter“, wie spannende Gruselfilme so schön im englischen heißen, hätte „Zimmer 1408“ auf jeden Fall gehabt. So ist „Zimmer 1408“ aus meiner Sicht leider nur Durchschnittsware, die mich nur bedingt unterhalten konnte. Solide Genrekost gibt es leider schon genug und um sich bei mir dauerhaft ins Gehirn einbrennen zu lassen, bedarf es schon etwas herausragenderen Leistungen. [Sneakfilm.de]

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