Topas


Topas

Übersicht:

Michael Nordstorm hat die heikle Aufgabe, einen Oberst des KGB, der 1962 als Überläufer in die Vereinigten Staaten eingeflogen wird, dem amerikanischen Geheimdienst zu übermitteln. Zu seinem großen Entsetzen muß er feststellen, daß die Russen einen geheimen Ring hochkarätiger Agenten auf Kuba installiert haben. Dieser geheime Ring, der mit Decknamen TOPAS operiert, hat bereits begonnen, brisante Informationen der NATO an die russische Führungsriege des KGB über eine Basis in Paris nach Moskau weiterzuleiten. Einzig Nordstrom und seine französischen Mittelsmänner haben nun die Macht, TOPAS zu infiltrieren und zu entlarven. -

Stimmen 98 (6,2/10)

Laufzeit: 143 Minuten

Release-Datum 01.01.1970

True

Budget: $4,000,000.00

Umsatz: $6,000,000.00

Produktionsfirma:

  • Universal Pictures

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Action
  • Drama
  • Mystery
  • Thriller

Weitere Informationen

André Devereaux
Frederick Stafford
Frederick Stafford
Nicole Devereaux
Dany Robin
Dany Robin
Michèle Picard
Claude Jade
Claude Jade
François Picard
Michel Subor
Michel Subor
Juanita de Cordoba
Karin Dor
Karin Dor
Rico Parra
John Vernon
John Vernon
Jacques Granville
Michel Piccoli
Michel Piccoli
Henri Jarre
Philippe Noiret
Philippe Noiret
Michael Nordstrom
John Forsythe
John Forsythe
Philippe Dubois
Roscoe Lee Browne
Roscoe Lee Browne
McKittreck
Edmon Ryan
Edmon Ryan
Luis Uribe
Donald Randolph
Donald Randolph
Claude Martin
John van Dreelen
John van Dreelen
Boris Kuzenov
Per-Axel Arosenius
Per-Axel Arosenius
Mrs. Kusenov
Sonja Kolthoff
Sonja Kolthoff
Tamara Kusenov
Tina Hedström
Tina Hedström
Jean Chabrier
Roger Til
Roger Til
Director
Alfred Hitchcock
Alfred Hitchcock
Screenplay
Samuel A. Taylor
Samuel A. Taylor
Original Music Composer
Maurice Jarre
Maurice Jarre
Novel
Leon Uris
Leon Uris
Producer
Herbert Coleman
Herbert Coleman
Producer
Alfred Hitchcock
Alfred Hitchcock
Director of Photography
Jack Hildyard
Jack Hildyard
Editor
William H. Ziegler
William H. Ziegler
Production Design
Henry Bumstead
Henry Bumstead
Costume Design
Edith Head
Edith Head
Unit Production Manager
Wallace Worsley Jr.
Wallace Worsley Jr.

Kalla Malla

Alfred Hitchcocks »Topas« (»Topaz«) beruht auf dem gleichnamigen Spionageroman von Leon Uris und erzählt von einem französischen Geheimagenten (Frederick Stafford), der während des Kalten Krieges für die Amerikaner in Kuba spioniert, einen französischen Spionagering namens »Topas« aufdecken muss und dabei sich und die Menschen in seiner Umgebung in tödliche Gefahr bringt. »Topas« ist in einer schwachen Phase Hitchcocks entstanden (nach »Torn Curtain« und vor seiner grandiosen Rückkehr zu alter Form mit »Frenzy«), und man merkt dem Film an, wie unglücklich Hitchcock selbst damit war. So beklagte er später in Interviews, dass der Film keine Identifikationsfigur bietet, dass man als Zuschauer kaum der wirren Handlung folgen kann, und dass die vielen internationalen Schauspieler mit ihren verschiedenen Akzenten (die aber dennoch alle Englisch sprechen, was inhaltlich kaum Sinn ergibt) den Film nicht tragen können. Besonders schwach ist Hauptdarsteller Frederick Stafford, der gleichzeitig verführerisch, raffiniert und emotional sein muss. Er bleibt aber durchgehend hölzern, blass und fühlt sich sichtbar unwohl. Das betrifft auch die meisten seiner Kollegen, unter denen sich brillante Mimen wie Michel Piccoli und Philippe Noiret tummeln, welche aber im Gesamtwerk untergehen. Die kraftvollste Darstellung kommt von John Vernon, der immer präsent ist und dem dritten Akt nach seinem Abgang schmerzlich fehlt. Hitchcocks Ansatz, das Spionagegeschäft als zynisch, sinnlos und grausam zu zeichnen (im Gegensatz zu den Bond-Filmen, die das Geheimagententum glorifizieren), geht zwar perfekt auf, hat aber auch zur Folge, dass man sich als Zuschauer nie für die Figuren oder die Geschichte erwärmt. Was der Film zu bieten hat, sind schöne Außenaufnahmen, ein interessanter Score von Maurice Jarre und einige wenige (zu wenige) ungewöhnliche Kamerapositionen. In der besten Szene, die immer wieder bemüht wird, um zu zeigen, dass ein schwacher Hitchcock nicht ganz verkehrt sein kann, stirbt Karin Dor in den Armen von John Vernon, und während sie zu Boden gleitet, öffnet sich ihr purpurfarbenes Kleid wie eine wunderschöne Blume (einem Blutschwall nicht unähnlich) auf dem kalten Marmorfußboden. Solche Momente allein machen aber noch kein überzeugendes Gesamtwerk. Dabei ist die erste Hälfte von »Topas« sehr ansprechend inszeniert, ganz besonders die lange (stumme) Exposition, die den Seitenwechsel eines russischen Geheimdienstlers schildert. Hier zeigt Hitchcock, wie er lediglich anhand von Bildern und Montage Spannung erzeugen kann. Die folgenden New York - und Kuba-Episoden sind ebenso sehenswert. Die zweite Hälfte aber - wenn der Film nach Paris kommt - fällt hoffnungslos ab und verzettelt sich in ermüdendem Geplapper, zu vielen Erklärungen und zu wenig Handlung. Das Ende ist - für Hitchcocks Verhältnisse - geradezu jämmerlich. Weil er sein ursprünglich gewolltes Finale nicht behalten durfte (es fiel beim Testpublikum komplett durch), verwendete er mangels Alternativen eine bereits gedrehte Einstellung, die schlicht eingefroren wird. Da blutet einem das Herz. Der beste Aspekt von »Topas« ist die ungeschönte, zynische Darstellung der Arbeit eines Geheimagenten, die für Hitchcock typisch ist. Wie schon Jahrzehnte zuvor in »Geheimagent« (1932) ist sein Spion kein charmanter James Bond, der die Action übernimmt, sondern er lässt den ganzen Film hindurch andere die Drecksarbeit machen. Menschen, die für ihn tätig werden, werden gefoltert und getötet, er selbst ist weder seinem Land noch seiner Frau treu. Dass das Publikum so einen Agenten lieber nicht sehen wollte, das hätte Hitchcock sich denken können, aber er bleibt hier seiner Einstellung verpflichtet. Geheimdienst ist ein schmutziges Geschäft für skrupellose Menschen und Mörder. Diese Haltung darf man bewundern. In den letzten Jahrzehnten haben sich Fans immer wieder bemüht, dem Film die positiven Seiten abzugewinnen, und auf der DVD bemüht sich auch Filmexperte Leonard Maltin (zu sehr) in einem Extra, den Thriller schönzureden. Doch dass ein schwacher Hitchcock immer noch besser ist als jeder andere Thriller ist nur bedingt wahr, so gern man auch zustimmen möchte. Schließlich hat Hitchcock selbst den Film abgelehnt. Man darf ihm das letzte Urteil über »Topas« überlassen. Ich schwanke in meinem Urteil, habe mich bei »Topas« schon gelangweilt und gut unterhalten, finde ihn aber auf jeden Fall interessanter als »Torn Curtain«.

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Stimmen 524 (6,5/10)
Release-Datum 07.08.1997

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Stimmen 399 (6,2/10)
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Stimmen 166 (6,7/10)
Release-Datum 15.09.1989

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Stimmen 2419 (6,2/10)
Release-Datum 21.07.2010

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Stimmen 5116 (8,2/10)
Release-Datum 14.09.1994

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Stimmen 1413 (6,7/10)
Release-Datum 16.11.1995

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Stimmen 651 (7,9/10)
Release-Datum 29.05.1954

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Stimmen 2990 (7,2/10)
Release-Datum 17.09.2015

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Release-Datum 03.05.2006

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Release-Datum 26.07.2017

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Stimmen 3144 (7,2/10)
Release-Datum 15.10.2015

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Stimmen 1322 (6/10)
Release-Datum 15.01.2014

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