Sabrina


Sabrina

Übersicht:

Sabrina, Tochter des Chauffeurs der wohlhabenden Familie Larabee, verliebt sich hoffnungslos in den jüngeren Bruder David, als der Teenager regelmäßig dessen ausgelassenes Partyleben beobachtet. Ihr Vater schickt sie auf eine Schule in Paris, damit sie von ihrem Liebeskummer geheilt wird, doch als sie zurückkehrt und sich in eine unwiderstehliche, elegante junge Frau verwandelt hat, ist es Davids pragmatischer Workaholic-Bruder Linus, der sich Hals über Kopf in sie verliebt...

Stimmen 341 (7,5/10)

Laufzeit: 109 Minuten

Release-Datum 16.11.1954

True

Budget: $2,238,813.00

Umsatz: $10,000,000.00

Produktionsfirma:

  • Paramount Pictures

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Komödie
  • Drama
  • Liebesfilm

Anhänger

Weitere Informationen

Linus Larrabee
Humphrey Bogart
Humphrey Bogart
Sabrina Fairchild
Audrey Hepburn
Audrey Hepburn
David Larrabee
William Holden
William Holden
Oliver Larrabee
Walter Hampden
Walter Hampden
Thomas Fairchild
John Williams
John Williams
Elizabeth Tyson
Martha Hyer
Martha Hyer
Gretchen Van Horn
Joan Vohs
Joan Vohs
Baron St. Foritanel
Marcel Dalio
Marcel Dalio
Professor
Marcel Hillaire
Marcel Hillaire
Maude Larrabee
Nella Walker
Nella Walker
Mr. Tyson
Francis X. Bushman
Francis X. Bushman
Miss McCardie
Ellen Corby
Ellen Corby
Margaret
Marjorie Bennett
Marjorie Bennett
Charles
Emory Parnell
Emory Parnell
Jenny
Nancy Kulp
Nancy Kulp
Dr. Calaway
Paul Harvey
Paul Harvey
Mrs. Tyson
Kay Riehl
Kay Riehl
Member of the Board (uncredited)
Raymond Bailey
Raymond Bailey
Party / Dance Extra (uncredited)
Ralph Brooks
Ralph Brooks
Board Member (uncredited)
Colin Campbell
Colin Campbell
Party Guest with Tray (uncredited)
Harvey B. Dunn
Harvey B. Dunn
Dance Partner (uncredited)
Fritz Ford
Fritz Ford
Elevator Operator (uncredited)
Otto Forrest
Otto Forrest
Gardener-Caretaker (uncredited)
Chuck Hamilton
Chuck Hamilton
Man (uncredited)
Rand Harper
Rand Harper
Party Guest (uncredited)
Sam Harris
Sam Harris
Ernest - Houseman (uncredited)
Kay E. Kuter
Kay E. Kuter
Man with Linus Larrabee (uncredited)
Bill Neff
Bill Neff
Man with David Larrabee (uncredited)
Gregory Ratoff
Gregory Ratoff
Spiller's Girlfriend (uncredited)
Marion Ross
Marion Ross
Board Member (uncredited)
Emmett Vogan
Emmett Vogan
Passenger on Ship Deck (uncredited)
Ralph Moratz
Ralph Moratz
Office Worker (uncredited)
Lovyss Bradley
Lovyss Bradley
Maid (uncredited)
Jean Ransome
Jean Ransome
Lawyer (uncredited)
James Carlisle
James Carlisle
Party Guest (uncredited)
Fred Rapport
Fred Rapport
Office Worker (uncredited)
Herschel Graham
Herschel Graham
Director
Billy Wilder
Billy Wilder
Screenplay
Billy Wilder
Billy Wilder
Screenplay
Ernest Lehman
Ernest Lehman
Producer
Billy Wilder
Billy Wilder
Director of Photography
Charles Lang
Charles Lang
Editor
Arthur P. Schmidt
Arthur P. Schmidt
Original Music Composer
Friedrich Hollaender
Friedrich Hollaender
Costume Design
Hubert de Givenchy
Hubert de Givenchy
Costume Supervisor
Edith Head
Edith Head
Art Direction
Hal Pereira
Hal Pereira
Set Decoration
Sam Comer
Sam Comer
Assistant Director
Charles C. Coleman
Charles C. Coleman
Visual Effects
Farciot Edouart
Farciot Edouart
Editorial Manager
Doane Harrison
Doane Harrison
Art Direction
Walter H. Tyler
Walter H. Tyler
Sound Recordist
John Cope
John Cope
Sound Recordist
Harold Lewis
Harold Lewis
Other
Dorothea Holt
Dorothea Holt
Set Decoration
Ray Moyer
Ray Moyer
Visual Effects
John P. Fulton
John P. Fulton
Orchestrator
Van Cleave
Van Cleave
Choreographer
Eugene Loring
Eugene Loring
Screenplay
Samuel A. Taylor
Samuel A. Taylor
Theatre Play
Samuel A. Taylor
Samuel A. Taylor
Makeup Supervisor
Wally Westmore
Wally Westmore

Kalla Malla

Seit sie denken kann ist Sabrina Fairchild in David Larrabee verliebt. Doch David ist der Sohn einer überaus reichen und angesehenen Unternehmerfamilie, während sie nur die Tochter des Chauffeurs ist. Hinzukommt, dass David Sabina eher als Inventar denn als begehrenswerte Frau sieht. Damit Sabrina über ihre unglückliche Liebe hinweg kommt, schickt ihr Vater sie nach Paris. Hier soll sie an einer renommierten Schule eine Ausbildung zur Köchin absolvieren. Nach zwei Jahren kommt eine völlig veränderte, erwachsene Sabrina nach Long Island zurück. David ist entzückt und verliebt sich sogleich in die bezaubernde Frau, obwohl er bereits verlobt ist – zum vierten Mal. Davids älterer und immer pflichtbewusster Bruder Linus sieht eine Katastrophe heraufziehen, ist Davids Zukünftige doch die Tochter eines wichtigen Geschäftspartners, mit dem Larrabee gerade einen Millionendeal einfädelt. Kurzerhand beginnt er – der eigentlich mit seiner Arbeit verheiratet ist - Sabrina zu umwerben, um sie von David abzulenken... »Es war einmal ein kleines Mädchen, das auf einem großen Besitz lebte an der Nordküste von Long Island, etwa fünfzig Kilometer von New York entfernt ...« , so beginnt »Sabrina« und die Analogie zum Aschenputtelmärchen wird auch im Laufe des Films gepflegt – allerdings nicht so eindeutig und einzigartig, wie manche darüber geschrieben haben. »Sabrina« ist sicherlich im Vergleich zu sämtlichen anderen Filmen des Meisters am meisten romantisch, ein reizendes, tragisches und doch an vielen Stellen komödiantisch gelungenes Drama, das vor allem anderen vom Ausspielen der starken charakterlichen Differenzen seiner drei Hauptfiguren lebt. Bogart als knallharter, scheinbar gefühlloser Businessman, der gegenüber sich selbst nicht wahrhaben will, Gefühle für Sabrina zu hegen, versus Holden als ausgelassenem, unerwachsenen Playboy, der letztlich unfähig ist, wirkliche Gefühle für einen anderen zu haben, versus Hepburn, die aus Verzweiflung über ihren eigenen träumerischen, fast kindlichen Romantizismus, den sie für Liebe hält, vor sich selbst und David flieht, um als – heute würde man sagen – emanzipierte Frau zurückzukehren. Kein Wunder übrigens, dass die Hepburn damals eine Zeitlang fast in jeder Ausgabe der Zeitschrift »Vogue« als Sabrina abgebildet wurde. Die Entstehungsgeschichte von Billy Wilders »Sabrina« könnte einen ebenso turbulenten Film abgeben wie »Sabrina« selbst. Samuel Taylor, Drehbuchautor und Verfasser der Bühnenvorlage »Sabrina Fair«, stieg aus dem Projekt aus, weil er die Änderungen von Wilder nicht akzeptieren wollte. Unter enormem Zeitdruck schrieb Wilder mit Ernest Lehman (»Der unsichtbare Dritte«) weiter, was man dem Film überhaupt nicht anmerkt. Der von Wilder gewünschte Cary Grant lehnte die Rolle des Linus in letzter Minute ab, Bogart und Wilder wiederum konnten sich nach eigenen Aussagen nicht ausstehen (Bogart konnte auch Holden und Hepburn nicht leiden und hätte lieber Ehefrau Lauren Bacall in der Rolle der Sabrina gesehen). Wilder rächte sich für Bogarts Beleidigungen, indem er ihn bis kurz vor Ende der Dreharbeiten im Dunkeln über den Ausgang der Geschichte ließ. Dass Bogart sich unwohl fühlte, merkt man »Sabrina« an, aber es erhöht ironischerweise die Wirkung bzw. macht den Liebeskonflikt des älteren Linus glaubwürdiger. Egal, der Film gehört ohnehin Audrey Hepburn. Sie ist vom ersten Moment an, wenn sie vom Baum aus heimlich die elegante Party der Familie beobachtet, anbetungswürdig liebreizend und schön. Ihre Chemie mit Holden ist deutlich stimmiger als die mit Bogart, aber auch das passt zum Film. Besonders köstlich agiert Walter Hampden als leicht angetrotteltes Familienoberhaupt, der ewig braucht, um eine Olive aus dem Glas zu bekommen. Wilders Sympathie gehört wie immer den Angestellten (mehr als ein Hauch von Lubitsch). Für Chauffeurs-Papa John Williams ist das Leben wie eine Limousine - es gibt Leute, die sitzen vorne, und die anderen sitzen hinten, mit einer Scheibe dazwischen. Sabrina/Audrey beweist, dass Liebe keine Trennscheiben kennt. Schöne Botschaft, schöner Film. »Sabrina« gehört nicht zu Wilders verrückteren Komödien und lädt eher zum Schmunzeln und Schwärmen ein, aber als altmodisches Märchen mit wunderbaren Schauspielern ist er immer wieder hinreißend. Und so viel besser als das blutleere Remake von 1995. Wer könnte auch Audrey oder Wilder je das Wasser reichen? Wilder selbst sagte einmal, der Unterschied zwischen einer Tragödie und einer Komödie sei: Wenn ein Mann die Straße entlang gehe und stolpere und dann wieder aufstehe, dann würden die Leute lachen, wenn er liegen bliebe, sei es Tragödie. Wilders Filme sind geniale Beispiele dafür, dass es weder reine »Tragödien« noch »reine« Komödien gibt. Beides wäre grässlich oder albern, weil das Leben nie nur tragisch oder nur komisch ist. Genau diese Mischung von Tragischem und Komödiantischem ist fast allen Filmen des Regisseurs anzumerken, mal mehr tragisch, wie hier in »Sabrina«, mal mehr komödiantisch wie in »Some like it hot«, aber nie nur das eine. Fazit: Das Aschenputtel-Märchen »Sabrina« mit Humphrey Bogart als scheinbar knallharter Businessman, William Holden als lebensfrohen Playboy und Audrey Hepburn als »das Mädchern aus der Garage«, läßt bis heute kein Auge trocken.

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