Die Satansweiber von Tittfield


Die Satansweiber von Tittfield

Übersicht:

Varla, Rosie und Billie haben ihren Job satt. Sie setzen sich ins Auto und fahren durch die Wüste. Unterwegs stellt sich ein junger Mann Varla in den Weg. Er rechnet nicht mit einem Zweikampf und die vollbusige Varla besiegt ihn problemlos. An einer Tankstelle erfahren sie von einer Ranch mit scharfen Männern und viel Geld. Genau darauf haben sie es abgesehen. Zuerst noch erfreut über den weiblichen Besuch müssen die Männer bald feststellen, dass sie es mit wirklich harten Frauen zu tun haben.

Stimmen 83 (6,7/10)

Laufzeit: 83 Minuten

Release-Datum 07.07.1967

True

Budget: $45,000.00

Tagline: Russ Meyer's Ode an die Gewalt in Frauen

Produktionsfirma:

  • Eve Productions Inc.

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Action
  • Krimi
  • Komödie

Weitere Informationen

Varla
Tura Satana
Tura Satana
Rosie
Haji
Haji
Billie
Lori Williams
Lori Williams
Linda
Sue Bernard
Sue Bernard
The Old Man
Stuart Lancaster
Stuart Lancaster
Kirk
Paul Trinka
Paul Trinka
The Vegetable
Dennis Busch
Dennis Busch
Tommy
Ray Barlow
Ray Barlow
Narrator
John Furlong
John Furlong
Gas Station Attendant
Michael Finn
Michael Finn
Director
Russ Meyer
Russ Meyer
Producer
Eve Meyer
Eve Meyer
Producer
Russ Meyer
Russ Meyer
Original Music Composer
Paul Sawtell
Paul Sawtell
Original Music Composer
Bert Shefter
Bert Shefter
Director of Photography
Walter Schenk
Walter Schenk
Editor
Russ Meyer
Russ Meyer
Screenplay
Russ Meyer
Russ Meyer
Screenplay
Jack Moran
Jack Moran

Kalla Malla

Varla, Rosie und Billie arbeiten als Striptease-Tänzerinnen in einem miesen Schuppen. Als Kontrastprogramm machen sie tagsüber rasante Ausflüge mit ihren Sportwagen. In der Wüste fordern sie einen jungen Mann, Tommy, zu einem Autorennen heraus. Es entbrennt ein Streit, in dessen Verlauf Varla Tommy tötet. Das Trio flüchtet und nimmt dabei Tommys Verlobte Linda mit sich. Schließlich landen sie auf einer Farm, wo ein alter Mann mit seinen beiden Söhnen lebt. Varla und ihre Freundinnen haben es auf das Geld des Mannes abgesehen, doch die Farmbewohner erweisen sich als unerwartet wehrhaft … »Faster, Pussycat! Kill! Kill!« Ein Titel, der eigentlich das ganze Schaffen von Russ Meyer in drei Wörtern zusammenfasst und der längst zum Kultslogan der Popwelt geworden ist. Wobei Russ Meyer eigentlich nur die Attribute Tempo, Sex und Crime möglichst knackig verpacken wollte. Die Kreation des deutschen Filmverleihs »Die Satansweiber von Tittfield« - sicher nicht unbeeinflusst vom Künstlernamen der Hauptdarstellerin Tura Satana - kann da natürlich lange nicht mithalten, weckt vor allem Assoziationen an schäbige Bahnhofskinos, und dass man in der Topographie des Films vergeblich nach einem Ort namens Tittfield sucht, muss wohl nicht extra betont werden. Aber, zugegeben: »Schneller, Miezekatze! Töte! Töte!« wäre jetzt auch nicht der Knaller gewesen. Doch weg von der Verpackung, hin zum Inhalt: Die Idee zum Film lag eigentlich sehr nahe, hatte Russ Meyer doch kurz davor »Motor Psycho« abgedreht, in dem es ebenfalls um ein marodierendes Trio ging - allerdings bestand dies aus Männern. Die neue Besetzung mit Frauen erwies sich - zumindest langfristig, beim Erscheinen floppte der Film - als sehr viel erfolgreicher und brachte dem notorischen Busenfreund Meyer prompt auch unerwarteten Beifall aus der Lesben- und Emanzipationsbewegung ein. Da nutzte auch der aus dem Off gesprochene moraltriefende Kommentar im Intro nicht, der eindringlich beschwor, nie zu vergessen, dass es sich bei den nun gezeigten Frauen um Verbrecherinnen handele. Haften blieb nur der immens starke Auftritt des Trios, von Russ Meyer in seiner »Ode an die Gewalt der Frauen« (Plakatwerbung) oft aus niedrigen Warten heraus perspektivisch besonders bedrohlich ins Licht gesetzt. Insbesondere Tura Satana - Tochter einer Indianerin und eines Japaners - als Varla stellt fast so etwas wie einen Archetypus der bedrohlichen und gleichzeitig verführerischen Vampfrau dar und war mit ihrem schwarzen Outfit stilprägend fürs Bad-Girl-Klischee der Film-, Trash- und Comicwelt, bis hin zu Quentin Tarantinos »Death Proof«. Doch auch eine Tura Satana (mit dem wohl am tiefsten blicken lassenden Dekolleté der Filmgeschichte) hätte es nicht rausreißen können, wenn »Faster, Pussycat!« nicht tatsächlich ein unerhört guter Film geworden wäre. Wie in allen Epen von Russ Meyer geht es um Sex, um Gewalt, um Geldgier und Intrigen, und natürlich ist auch dies hier ein vorwiegend und vordergründig kommerziellen Interessen geschuldeter Cheapie - der aber der Crazies-on-the-run-Simplizität von »Motor Psycho« eine überraschend komplexe Konstellation extremer Charaktere entgegenzusetzen weiß. Mit der anfänglichen Harmlosigkeit des Films, unschuldiger Tollerei der drei leichtbekleideten Nymphen im Wasser, neckische Autorennen in der Wüste, ist es genau in dem Moment vorbei, wo Varla Tommy mit einem bösen Knacken (angeblich soundtechnisch mit einer Walnuss realisiert) das Genick bricht. Wirkt dann der alte Mann im Rollstuhl auf der Farm zunächst wie nur ein weiteres hilfloses Opfer, eröffnet sich eine überraschend dynamische Wendung für den Film daraus, dass er kaum weniger teuflisch als Varla ist (ihre beiden Komplizinnen sind mehr oder weniger Mitläuferinnen). Einst rettete er eine junge Frau vor einem herannahenden Zug und erlitt dabei eine Querschnittlähmung. Nunmehr alle jungen Frauen hassend, lässt er diese, sobald er einer habhaft werden kann, stellvertretend durch seinen Sohn »Blumenkohl« (im Original »The Vegetable«) töten, einen tumben und zurückgebliebenen Muskelprotz, der nicht begreift, was er da tut. Die Ränkespiele und sinistren Absichten der verschiedenen Protagonisten führen fast alle Beteiligten in den Tod - schlussendlich geht die unbedarfte Linda als Siegerin aus den kulminierenden Gewaltexzessen hervor. Russ Meyer versteht es meisterhaft, dem in Schwarzweiß abgedrehten Spektakel eine staubige, flirrende Atmosphäre zu geben, in der man die sengende Wüstensonne am eigenen Leib zu spüren glaubt. Und das nur dem Meister des All-American-Trash eigene Talent, die scheinbar unvereinbaren Gegensätze pathetischer Ernst und augenzwinkernde Ironie lässig miteinander zu vermählen, macht »Faster, Pussycat!« zu einem Quick’n’Dirty-Vergnügen de Luxe.

Interceptor
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Stimmen 135 (6/10)
Release-Datum 21.11.1986

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Fargo
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Stimmen 2966 (7,8/10)
Release-Datum 08.03.1996

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Stimmen 5001 (7,6/10)
Release-Datum 15.07.1988

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Léon - Der Profi
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Stimmen 5869 (8,3/10)
Release-Datum 14.09.1994

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Stimmen 783 (7,9/10)
Release-Datum 29.05.1954

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Stimmen 1314 (7,3/10)
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Stimmen 3051 (7,5/10)
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Release-Datum 20.04.2018

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Stimmen 4204 (7,9/10)
Release-Datum 06.03.1998

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Stimmen 88 (5,8/10)
Release-Datum 12.01.2018

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Stimmen 721 (7,1/10)
Release-Datum 30.09.2004

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Stimmen 1857 (5,8/10)
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Heat
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