Mann beißt Hund


Mann beißt Hund

Übersicht:

Ein Kamerateam begleitet den Killer Ben bei der Arbeit. Launig berichtet er über seinen Job und sein Leben. Bald weicht die anfängliche Distanz der Reporter der Kumpanei mit dem Mörder. Schließlich helfen sie sogar bei der Beseitigung der Leichen und legen selbst Hand an...

Stimmen 235 (7,3/10)

Laufzeit: 95 Minuten

Release-Datum 24.03.1993

True

Produktionsfirma:

  • Les Artistes Anonymes

Produktionsland:

  • Belgium

Genres:

  • Komödie
  • Krimi
  • Drama
  • Horror

Weitere Informationen

Ben
Benoît Poelvoorde
Benoît Poelvoorde
Rémy (journaliste)
Rémy Belvaux
Rémy Belvaux
André (caméraman)
André Bonzel
André Bonzel
Ben's mother
Jacqueline Poelvoorde-Pappaert
Jacqueline Poelvoorde-Pappaert
Nurse
Édith Le Merdy
Édith Le Merdy
Jenny
Jenny Drye
Jenny Drye
Malou
Malou Madou
Malou Madou
Boby
Willy Vandenbroeck
Willy Vandenbroeck
Ben's Grandmother
Nelly Pappaert
Nelly Pappaert
Ben's Grandfather
Hector Pappaert
Hector Pappaert
Mamie Tromblon
Rachel Deman
Rachel Deman
Bed-ridden Old Man
André Laime
André Laime
Rape Victim (Martine)
Sylviane Godé
Sylviane Godé
Rape Victim's Husband
Zoltan Tobolik
Zoltan Tobolik
Valerie
Valérie Parent
Valérie Parent
Kalifa
Alexandra Fandango
Alexandra Fandango
Benichou
Olivier Cotica
Olivier Cotica
un journaliste
Benoît Mariage
Benoît Mariage
Director
Rémy Belvaux
Rémy Belvaux
Screenplay
André Bonzel
André Bonzel
Screenplay
Benoît Poelvoorde
Benoît Poelvoorde
Screenplay
Vincent Tavier
Vincent Tavier
Screenplay
Rémy Belvaux
Rémy Belvaux
Editor
Rémy Belvaux
Rémy Belvaux
Editor
Eric Dardill
Eric Dardill
Director of Photography
André Bonzel
André Bonzel
Music
Jean-Marc Chenut
Jean-Marc Chenut
Music
Laurence Dufrene
Laurence Dufrene
Producer
Rémy Belvaux
Rémy Belvaux
Producer
André Bonzel
André Bonzel
Producer
Benoît Poelvoorde
Benoît Poelvoorde
Director
André Bonzel
André Bonzel
Director
Benoît Poelvoorde
Benoît Poelvoorde
Story
Rémy Belvaux
Rémy Belvaux
Music
Philippe Malempré
Philippe Malempré

Kalla Malla

Drei junge Filmemacher haben es sich zur Aufgabe gemacht, einen Killer bei seiner alltäglichen "Arbeit" zu filmen. Mit Ben (Benoît Poelvoorde) finden sie das ideale Anschauungsobjekt, das sich gerne dazu bereit erklärt, seinen Alltag von der jungen Crew festhalten zu lassen. Ben ist ein auf den ersten Blick normaler Mann mittleren Alters, intelligent, gewitzt, symphatisch, jedoch mit der kleinen Abnormität, dass er sein Geld dadurch "verdient", Menschen zu töten. So muss zum Beispiel immer am Monatsanfang der Postbote dran glauben, der die Rentengelder ausliefert. Ebenso beliebte Opfer sind allein lebende Senioren, die laut Ben am Einfachsten auszurauben und zu töten sind. Die drei Filmemacher fühlen sich anfangs noch von Ben abgestoßen, erliegen nach einer gewissen Zeit aber seinem Charme und verlieren sich immer mehr in dieser Welt aus Gewalt, in der der Stärkere die Macht über den Schwächeren besitzt. Der Redegewandte Killer bewegt die jungen Männer nach einer gewissen Zeit sogar dazu, ihm bei seinen perversen Taten zu helfen. Erst als einer von ihnen stirbt, realisieren die Filmemacher, auf was sie sich da eingelassen haben, doch an diesem Punkt angelangt, gibt es schon längst kein Zurück mehr... Bei dem Versuch, sich einen unkonventionellen Serienmörderfilm in Erinnerung zu rufen, werden wohl die meisten auf kurz oder lang bei Oliver Stone's "Natural Born Killers" landen. Der obskure Skandalfilm, der wie eine blutrünstige Variante der bekannten "Romeo und Julia" Thematik auf Droge wirkt, verdrängte dabei einen weitaus kleineren Film aus Belgien, der sich dem Stoff auf eine sehr ähnliche Art und Weise annähert. "Mann beißt Hund" mag extrem harter Tobak sein, doch die eigentliche Intention der Macher, sowohl schwarzen Humor, als auch Kritik in den Streifen einfließen zu lassen, geht dabei zu keiner Sekunde verloren. Einen Vergleich zu "Natural Born Killers" werde ich im weiteren Bericht nicht mehr anstellen, da dieser alleine schon aufgrund der sehr unterschiedlichen Budgets nicht möglich wäre. "Mann beißt Hund" ist ein Low Budget Film, bei dem die meisten der Beteiligten gleich mehrere Aufgaben übernahmen, um die Kosten gering zu halten. Durch den schwarzweißen Handkameralook wirkt das Ganze noch deutlich kostengünstiger, doch genau das ist beabsichtigt. Wer vielleicht mal gelangweilt durch das Abendprogamm zappt und dabei auf "Mann beißt Hund" stößt, wird im ersten Moment zu 100% glauben, hierbei handele es sich um eine reale Dokumentation und genau das ist das Schockierende. Lange schon vor "The Blair Witch Project" wurde diese Idee hier auf eine eindrucksvolle Weise verarbeitet, die für zartbesaitete ein ziemlich harter Schlag in die Magengrube darstellen sollte. Das amateurhafte Kamerageruckel garantiert Realismus und auch ansonsten wurde auf alles geachtet. Durch den realen Look und den glaubwürdigen Hintergrund, hat man nicht die Möglichkeit, sich aus dem Geschehen zu entziehen und die Ausrede aufzufahren, dass es sich hierbei doch nur um einen Film handelt. Ab einem gewissen Grad ist diese Grenze nämlich nicht mehr existent und genau das wurde hier erreicht. Obwohl ich schon im Grunde genommen wesentlich härtere Filme als "Mann beißt Hund" gesehen habe, hat mich dieser Streifen in manchen Sequenzen doch sehr mitgenommen und das lässt sich einzig und allein auf die Story und deren realistische Inszenierung zurückführen. Wo beim Lesen der Inhaltsangabe die Fronten noch klar verteilt sind, ist es beim Betrachten von "Mann beißt Hund" nicht mehr möglich, den Mörder Ben als kranken Bastard abzutun. Nein, die Macher gehen hier soweit, dass nicht nur das junge Kamerateam, sondern auch der Zuschauer selbst eine Art Beziehung zu dem geisteskranken Irren entwickelt. Wenn nämlich jemals ein Serienmörder eine natürliche Symphatie ausgestrahlt hat, dann ist dies ohne Frage Ben. Der überaus redselige Mörder wickelt einen mit seiner trotz allem natürlichen Art geschickt um den Finger, nur um einem dann letzten Endes um so brutaler an einem Punkt zu treffen, der wirklich schmerzt. Denn gerade wenn man dabei ist, den Killer gerne zu sehen und zu hören, dann überschüttet uns Regisseur Rémy Belvaux mit einem menschenverachtenden Härtegrad, der nicht immer leicht zu ertragen ist. Das ist dann auch der Punkt, an dem sich jeder Zuschauer zwangsläufig die Frage stellen wird, wie er von dem Film nur derart manipuliert werden konnte. Denn obwohl Ben reihenweise Leute ermordert, empfindet man das irgendwann als normal, lauscht gespannt den Lebensweisheiten des Killers, bis einem dann mit einer derben Vergewaltigung, sowie einem perversen Kindermord der Boden unter den Füßen weggerissen wird. Das Faszinierende an dem Film ist die Tatsache, dass er trotz seines ernsten Grundthemas immer noch einen Lacher versteckt hält. Zwar muss man schon ein Faible für schwarzen, bösartigen Humor besitzen, doch ist der gegeben, dann bietet "Mann beißt Hund" einigen Anlass zur Unterhaltung. Wenn Ben berichtet, dass er alte, alterschwache Menschen meist zu Tode erschreckt, um so eine Kugel zu sparen, dann ist dies schon ein Schmunzeln wert. Die dazugehörigen Bilder sind zwar alles andere als schön anzusehen, aber eine gewisse Faszination geht vom Geschehen aus, eben weil man nicht umhin kommt, den amüsanten Erklärungen des Killers gebannt zu lauschen. Und spätestens dann, wenn Ben einem zuvor getöteten Schwarzen die Hose öffnet, um zu sehen, was an dem gemeinhin wohl bekannten Gerücht dran ist, und dann vor Staunen den Mund fast nicht mehr schließen kann, wird spätestens klar, dass "Mann beißt Hund" nicht ausschließlich harte Provokation sein will. Ohne überzeugende Schauspieler kann ein Film wie "Mann beißt Hund" nicht funktionieren, da eine Verbindung zu den Akteuren aufgebaut werden muss. Dessen war sich auch Rémy Belvaux bewusst, der den Streifen ausschließlich mit Darstellern besetzte, die einem die Freudentränen in die Augen treiben. Insbesondere Benoît Poelvoorde als verschlagener Killer ist eine Offenbarung. Er spielt so unheimlich, wie man eine derartige Rolle nur rüberbringen kann, schafft es aber dennoch, das Publikum beinahe schon magnetisch auf seine Seite zu ziehen. Wenn das keine große Schauspielkunst ist, also dann weiß ich auch nicht. Auch in den restlichen Parts ist "Mann beißt Hund" super besetzt, auch wenn diese meist in den Hintergrund rücken, um Benoît Poelvoorde Platz zu machen. Fazit: Durch seinen realistischen Umgang mit Gewaltdarstellungen und seiner authentischen Aufmachung ist "Mann beißt Hund" nicht für jeden zu empfehlen, doch wer damit keine Probleme hat, wird hiermit einen Film sehen, den man so gewiss nicht häufig findet. "C'est arrivé près de chez vous", so der Originaltitel des Films, ist ein 90 minütiger Einblick in das Leben eines Killers, in dessen Denkweise und Moral. Dass dabei kein massenverträglicher Film entstehen kann, sollte nicht wundern, doch gerade deshalb ist das Resultat ein ebenso verstörendes, wie humorvolles Must See für Freunde des unkonventionellen Films.

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Stimmen 2676 (7,1/10)
Release-Datum 22.11.2011

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Release-Datum 12.12.2005

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Stimmen 633 (7/10)
Release-Datum 22.05.2002

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Stimmen 1597 (7/10)
Release-Datum 13.05.1999

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Stimmen 1824 (7,3/10)
Release-Datum 21.06.1988

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Stimmen 1987 (6,5/10)
Release-Datum 07.04.1995

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Stimmen 406 (6,5/10)
Release-Datum 20.10.2017

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Stimmen 485 (7,3/10)
Release-Datum 30.11.2017

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Stimmen 902 (7,5/10)
Release-Datum 09.09.1993

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Release-Datum 15.12.2004

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Release-Datum 22.08.2001

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Stimmen 365 (6,4/10)
Release-Datum 13.10.1994

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Stimmen 959 (7,5/10)
Release-Datum 11.09.1997

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Stimmen 295 (7,1/10)
Release-Datum 10.09.1980

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Desperado
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Stimmen 1045 (6,8/10)
Release-Datum 25.08.1995

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Black Butterfly
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Release-Datum 26.05.2017

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22 Bullets
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Stimmen 344 (6,4/10)
Release-Datum 23.03.2010

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American Beauty
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Stimmen 4285 (7,9/10)
Release-Datum 15.09.1999

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Borat
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Stimmen 1893 (6,5/10)
Release-Datum 01.11.2006

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28 Days Later
28 Days Later
Stimmen 2175 (7,1/10)
Release-Datum 31.10.2002

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