Das letzte Haus links


Das letzte Haus links

Übersicht:

Die gerade 17-jährige Mari und ihre Freundin sind auf dem Weg zu einem Rockkonzert. In der Stadt werden sie jedoch von ein paar sadistischen Ausbrechern gekidnappt, mißhandelt und brutal ermordet. Während ihrer Flucht übernachten die Killer, ohne es zu wissen, bei den Eltern von Mari. Diese finden aber rasch heraus, wer sich in ihrem Haus befindet, und der Vater schwört blutige Rache.

Stimmen 172 (6/10)

Laufzeit: 84 Minuten

Release-Datum 1972-08-30

Budget: $90,000.00

Produktionsfirma:

  • Lobster Enterprises
  • Sean S. Cunningham Films
  • The Night Co.

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Horror
  • Thriller

Weitere Informationen

Mari Collingwood
Sandra Peabody
Sandra Peabody
Phyllis Stone
Lucy Grantham
Lucy Grantham
Krug Stillo
David Hess
David Hess
Fred 'Weasel' Podowski
Fred J. Lincoln
Fred J. Lincoln
Sadie
Jeramie Rain
Jeramie Rain
Junior Stillo
Marc Sheffler
Marc Sheffler
Dr. John Collingwood
Richard Towers
Richard Towers
Estelle Collingwood
Cynthia Carr
Cynthia Carr
Ada
Ada Washington
Ada Washington
Sheriff
Marshall Anker
Marshall Anker
Deputy
Martin Kove
Martin Kove
Postman
Ray Edwards
Ray Edwards
Boy with Balloon (uncredited)
Jonathan Craven
Jonathan Craven
Ice Cream Store Clerk (uncredited)
Anthony J. Forcelli
Anthony J. Forcelli
Hippie Taunting Deputy
Steve Miner
Steve Miner
Author
Wes Craven
Wes Craven
Director
Wes Craven
Wes Craven
Producer
Sean S. Cunningham
Sean S. Cunningham
Original Music Composer
David Hess
David Hess
Editor
Wes Craven
Wes Craven
Director of Photography
Victor Hurwitz
Victor Hurwitz
Costume Design
Susan E. Cunningham
Susan E. Cunningham
Associate Producer
Katherine D'Amato
Katherine D'Amato
Makeup Artist
Anne Paul
Anne Paul
Unit Production Manager
Larry Beinhart
Larry Beinhart
Assistant Director
Yvonne Hannemann
Yvonne Hannemann
Sound
Jim Hubbard
Jim Hubbard
Sound Mixer
Gary Leibman
Gary Leibman
Special Effects
Troy Roberts
Troy Roberts
Gaffer
Dick Donovan
Dick Donovan
Assistant Editor
Steve Miner
Steve Miner

Kalla Malla

Mari Collingwood (Sandra Cassel) möchte an ihrem 17. Geburtstag einen draufmachen und mit ihrer Freundin Phyllis (Sandra Cassel) zu einem Konzert der berüchtigten Heavy-Band Bloodlust. Das passt den Eltern, dem Arzt John (Richard Towers) und der Hausfrau Estelle (Cynthia Carr) zwar zuerst garnicht, doch nachdem Mari ihnen den Spiegel vorhält und sie an ihre eigene Jugendzeit erinnert, erhält sie doch die Erlaubnis. Zusammen mit Phyllis macht sich Mari auf den Weg nach New York, wo sie sich zuerst einmal darüber den Kopf zerbrechen, wo sie auf die Schnelle noch gute Drogen auftreiben könnten. In dem Moment kommt ihnen ein junger Mann, der vorgibt zu dealen, gerade recht. Blind folgen sie ihm in sein Appartment und werden dort von einer Bande brutaler Sexualstraftäter und Mörder in ihre Gewalt gebracht, die gerade erst aus dem Knast ausgebrochen sind. Mari und Phyllis werden von den Verbrechern, unter Leitung des gewissenlosen Krug (David Hess), gefangen gehalten und mehrmals vergewaltigt und misshandelt. Am nächsten Tag möchten sich Krug und seine Leute, der für seine lange Liste an Sexualdelikten bekannte Fred 'Weasel' Podowski (Fred J. Lincoln), die der Gruppe zugelaufene Crackhure Sadie (Jeramie Rain) und Krug's schwerst drogenabhängiger Sohn Junior (Marc Sheffler), den Mädchen entledigen und verschleppen sie aus diesem Grund in ein weit abgelegenes Waldstück, das nicht unweit von Mari's Haus entfernt liegt. Dort werden Mari und Phyllis weiter gequält und vergewaltigt, doch irgendwann gelingt es ihnen, ihre perversen Peiniger zu überrumpeln und einen Fluchtversuch zu starten. Allerdings kommen sie dabei nicht weit und müssen diese Dreistigkeit anschließend mit ihrem Leben bezahlen. Nach verrichteter Arbeit ziehen die vier von dannen, haben aber kurz darauf eine Autopanne und landen ausgerechnet im Haus von Mari's Eltern, die den vier ihre Hilfe anbieten. Durch das auffällige Verhalten von Junior kommen John und seine Frau allerdings dahinter, was mit ihrer Tochter geschehen ist und schwören blutige Rache.. "Last House on the Left" aka "Mondo Brutale" aka "Krug and Company" aka "Sex Crime of the Century", und wie der Film noch in zahlreichen Alternativtiteln heißt, genießt unter Fans des Horrorgenres Kultstatus und gehört neben Tobe Hooper's "Texas Chainsaw Massacre" zu den Filmen, die das Publikum Anfang der 70er mit einer unverblühmt brutalen Atmosphäre und roher Gewalt an einer empfindlichen Stelle trafen. Kurz nach dem Release hagelte es dann auch die ersten Verbote, insbesondere in Großbritannien und in dem, wie sollte es auch anders sein, in derartigen Themen sehr empfindlichen Deutschland. Auch heute noch wird "Last House on the Left" von einem gewissen Ruf begleitet und gerne mal als einer der härtesten Filme aller Zeiten angesehen. Anders als bei Hooper's Werk aus dem Jahr 1974 entstand ein derartiger Ruf hier nicht nur durch die absolute Unwissenheit vieler ("TCM" ist entgegegen seines Images aus heutiger Sicht harmlos), sondern begründet sich anhand der menschenverachtenden Atmosphäre des Films. Hiermit gelang Wes Craven, der als Regisseur fungierte, und Sean S. Cunningham, der ihm als Produzent zur Seite stand, ein dreckiger, kleiner Meilenstein des Genres, der ihnen für immer anhaften, und ihre weiteren Karrieren magßgeblich beeinflussen sollte. Ursprünglich stand es garnicht im Sinne Craven's und Cunningham's, sich ausschließlich mit dem Horrorgenre zu befassen, doch etwas anderes blieb ihnen nach "Last House on the Left" kaum übrig. Man kann also überspitzt sagen, dass sich anschließend beide ihrem Schicksal fügten und der Horrorgemeinde noch den einen oder anderen Klassiker bescherten. Craven wurde durch "The Hills Have Eyes", "Scream" und "Nightmare" noch weitaus bekannter, während sich Sean S. Cunningham für das "Freitag der 13." Franchise verantwortlich zeichnete. Dadurch kam beiden der Erfolg von "Last House on the Left" wohl nicht verkehrt, denn etwas Besseres kann einem Regisseur kaum geschehen. Obwohl der Streifen aus heutiger Sicht kaum noch so schockt, wie er es damals wohl getan hat, muss man Craven und Cunningham schon zugestehen, dass sie aus einem Budget von 90.000 $ sehr viel herausholten und einen Streifen auf die Beine stellten, der weiter ging als das meiste, was man damals gewohnt war. Gleichzeitig war "Last House on the Left" Begründer des sogenannten Rape & Revenge Films, in dem titelgebend meist jemand brutal misshandelt wird, um sich dann an seinen Peinigern zu rächen. Nur das es im Fall dieses Streifens die Eltern eines der Opfer sind, die letzten Endes blutige Selbstjustiz ausüben. Bis es aber so weit ist und das Werk klarmacht, wieso es den deutschen Behörden ein Dorn im Auge war, konzentriert sich Craven erst einmal auf einen langsamen Aufbau einer Handlung. Dabei stellt er die beiden Hauptcharaktere Phyllis und Mari in den Vordergrund, damit man sich später auch mit ihnen identifizieren kann und die grausamen Taten der geisteskranken Mörder nicht spurlos an einem vorübergehen. Dabei kann der Streifen in erster Linie durch eine tolle 70er Jahre Atmosphäre einfagen, die heute von vielen Filmfans so geliebt wird. Mit dem von David Hess gesungenen Song "The Road Leads to Nowhere", der durchaus Ohrwurmqualitäten hat, und vielen tollen Landschaftsaufnahmen kann "Last House on the Left" für Stimmung sorgen und jeden begeistern, der auf Filme der 70er steht. Dennoch muss man sich natürlich eingestehen, dass man sich einen verbotenen Film, dem sein Ruf meilenweit vorauseilt, aus keinen anderen Gründen als des Voyeurismus wegen ansieht. Wer sich aber von "Last House on the Left" einen leicht verdaulichen Splatterspaß erhofft, der wird sein blaues Wunder erleben, denn was wir hier haben ist ein Terrorfilm, der durchaus noch lange schwer im Magen liegen kann. Es ist nie das exzessive Blutvergießen an sich, sondern mehr die brutale Gewalt, der die Mädchen ausgesetzt werden und die sich dem Publikum erschreckend präsentiert. Vom Gewaltgrad her kann "Last House on the Left" nicht mit aktuellen Produktionen mithalten, doch die Misshandlungen und Vergewaltigungen der Mädchen und die anschließende Rache der Eltern ist für das Produktionsjahr des Films sehr intensiv und brutal dargestellt. All zu viel werde ich hier nicht vorweg nehmen, doch einer der legendärsten Momente ist wohl der, in dem die Mutter der Toten einem der Täter den Penis abbeißt. Es ist hier nicht immer das was man sieht, sondern mehr das Psychologische, das an die Nieren geht. Der Film vermittelt großteils eine trostlose, pessimistische Grundstimmung. Da wären wir jedoch beim größten Negativaspekt des Films angelangt, denn diese Stimmung permanent aufrecht zu erhalten, ist Craven in keinster Weise gelungen. Parallel zu dem brutalen Geschehen im Wald gibt es immer mal Zwischenschnitte auf zwei ermittelnde Polizisten, die sich allerdings wie Dick & Doof verhalten und dem Streifen wohl eine humoristische Note geben sollen, die etwas von der ansonsten vorherrschenden Härte ablenkt. Leider geht der Schuss aber nach hinten los und gerade in Momenten, in denen Craven die harten Geschütze auffährt, bringt er wieder irgend eine Szene ein, die so ganz und garnicht passen will und so jede Atmosphäre zerstört. Desweiteren verfügt "Last House on the Left" über einige Längen, die natürlich aus der jederzeit im Schlaf vorhersehbaren Handlung resultieren. Spannung kommt hin und wieder schon auf, kann aber nicht konsequent gehalten werden. Die Charaktere wurden alle durchaus annehmbar geschrieben und gespielt. Zu den beiden Mädchen baut man genügend Symphatie auf und den Eltern gönnt man die schlußendliche Rache dann auch. Das Gespann um Krug wird dagegen als der letzte, widerwärtige Abschaum dargestellt, von Junior mal abgesehen, der von seinem Vater manipuliert wird und ständig unter Drogen steht (anfangs konnte ich kaum glauben, dass das Vater und Sohn sein sollen, der Altersunterschied ist optisch nicht zu bemerken). Die Darsteller machen ihre Sache für eine derartige, eher kleine Produktion alle super. David Hess spielte dabei nicht nur den emotionslosen Krug, sondern sorgte auch für den immer wieder hörenswerten Titelsong. Erwähnenswert ist anbei noch, dass aus Fred J. Lincoln nach seiner Beteiligung an diesem Werk ein großer Pornoregisseur wurde, der mittlerweile stolz auf über 300 gedrehte Streifen zurückblicken darf. Seinen Kultstatus trägt "Last House on the Left" zurecht, doch nach 30 Jahren haben sich die Sehgewohnheiten des Publikums natürlich geändert. Ein flaues Gefühl im Magen hinterlässt der Rape & Revenge Reißer noch immer, doch ganz so schockierend, wie er zu seinem Erscheinen gewirkt haben muss, ist der Streifen aus heutiger Sicht dann doch nicht mehr, was vor allem daran liegt, dass Craven die Ernsthaftigkeit nicht immer beibehält, sondern all zu oft unnötige und deplatziert wirkende, humoristische Elemente einzubauen versucht. Der Film verbreitet eine tolle Stimmung und ist insbesondere für Fans von harter 70er Kost geeignet, doch ein unbedingtes Must See ist "Last House on the Left" nur deshalb, weil er eben zu den Klassikern gehört und eine ganze Generation von Filmemachern inspirierte.

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Release-Datum 03.05.2006

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