Dirty Harry


Dirty Harry

Übersicht:

Ein unbekannter Killer tötet vom Dach eines Wolkenkratzers aus ein ahnungsloses Mädchen. Der Täter, der sich selbst "Scorpio" nennt, droht mit weiteren Morden und fordert Lösegeld. Der Bürgermeister beauftragt Inspektor Harry Callahan damit, den Killer schnellstens zu fassen. Callahan, ein zynischer Einzelgänger, ist für seine harten, wenn auch effektiven Ermittlungsmethoden bekannt und hat regelmäßig Ärger mit seinen Vorgesetzten.

Stimmen 628 (7,4/10)

Laufzeit: 102 Minuten

Release-Datum 22.12.1971

True

Budget: $4,000,000.00

Umsatz: $35,976,000.00

Produktionsfirma:

  • Warner Bros.
  • Malpaso Company

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Action
  • Krimi
  • Thriller

Anhänger

Weitere Informationen

Insp. Harry Callahan
Clint Eastwood
Clint Eastwood
Lt. Al Bressler
Harry Guardino
Harry Guardino
Insp. Chico Gonzalez
Reni Santoni
Reni Santoni
The Mayor
John Vernon
John Vernon
Scorpio Killer
Andrew Robinson
Andrew Robinson
Chief
John Larch
John Larch
Insp. Frank DiGiorgio
John Mitchum
John Mitchum
Mrs. Russell
Mae Mercer
Mae Mercer
Norma
Lyn Edgington
Lyn Edgington
Bus Driver
Ruth Kobart
Ruth Kobart
Mr. Jaffe
Woodrow Parfrey
Woodrow Parfrey
Att. William T. Rothko
Josef Sommer
Josef Sommer
Judge Bannerman
William Paterson
William Paterson
Liquor Store Owner
James Nolan
James Nolan
Sid Kleinman
Maurice Argent
Maurice Argent
Miss Willis
Jo De Winter
Jo De Winter
Bank Robber (uncredited)
Albert Popwell
Albert Popwell
Communications Secretary (uncredited)
Joy Carlin
Joy Carlin
Suicide Jumper (uncredited)
Bill Couch
Bill Couch
Swimmer (uncredited)
Diana Davidson
Diana Davidson
Pedestrian (uncredited)
Vince Deadrick Sr.
Vince Deadrick Sr.
TV Watcher (uncredited)
Chuck Dorsett
Chuck Dorsett
Man in Jaffe's Cafe (uncredited)
Al Dunlap
Al Dunlap
(uncredited)
Larry Duran
Larry Duran
Homicide Detective (uncredited)
George Fargo
George Fargo
Hot Mary (uncredited)
Lois Foraker
Lois Foraker
Tunnel Hoodlum (uncredited)
Max Gail
Max Gail
Tunnel Hoodlum (uncredited)
John Garber
John Garber
Tunnel Hoodlum (uncredited)
Christopher Pray
Christopher Pray
Policeman (uncredited)
Eddie Garrett
Eddie Garrett
Helicopter Pilot (uncredited)
James W. Gavin
James W. Gavin
Homosexual (uncredited)
David Gilliam
David Gilliam
Minor Role (uncredited)
Don Haggerty
Don Haggerty
Newsman (uncredited)
Scott Hale
Scott Hale
Underwear Chick (uncredited)
Kate Harper
Kate Harper
Man in Truck (uncredited)
Bob Harris
Bob Harris
Flower Vendor (uncredited)
Chuck Hicks
Chuck Hicks
Big Black Man (uncredited)
Raymond Johnson
Raymond Johnson
Homosexual (uncredited)
Richard Lawson
Richard Lawson
Third Nude (uncredited)
Laurie Mock
Laurie Mock
Hippie Girl (uncredited)
Ann Noland
Ann Noland
Lady in Jaffe's Cafe (uncredited)
Kathleen O'Malley
Kathleen O'Malley
Homicide Detective (uncredited)
Angela Paton
Angela Paton
Car Driver (uncredited)
Victor Paul
Victor Paul
Ann Mary Deacon (uncredited)
Debralee Scott
Debralee Scott
Pedestrian Passing Harry's Car (uncredited)
Don Siegel
Don Siegel
Hippie Guy (uncredited)
Kristoffer Tabori
Kristoffer Tabori
Police Sergeant (uncredited)
Tony Dario
Tony Dario
Director
Don Siegel
Don Siegel
Screenplay
Harry Julian Fink
Harry Julian Fink
Screenplay
Rita M. Fink
Rita M. Fink
Screenplay
Dean Riesner
Dean Riesner
Producer
Don Siegel
Don Siegel
Original Music Composer
Lalo Schifrin
Lalo Schifrin
Executive Producer
Robert Daley
Robert Daley
Director of Photography
Bruce Surtees
Bruce Surtees
Editor
Carl Pingitore
Carl Pingitore
Art Direction
Dale Hennesy
Dale Hennesy
Set Decoration
Robert De Vestel
Robert De Vestel
Sound Designer
William Randall
William Randall
Story
Harry Julian Fink
Harry Julian Fink
Hairstylist
Jean Burt Reilly
Jean Burt Reilly
Makeup Artist
Gordon Bau
Gordon Bau
Assistant Director
Robert Rubin
Robert Rubin
Stunt Coordinator
Buddy Van Horn
Buddy Van Horn
Story
Rita M. Fink
Rita M. Fink
Assistant Director
Barry Stern
Barry Stern
Stunts
Bob Harris
Bob Harris
Unit Production Manager
Jim Henderling
Jim Henderling
Costume Design
Glenn Wright
Glenn Wright
Story
Jo Heims
Jo Heims
Screenplay
John Milius
John Milius
Executive Producer
Clint Eastwood
Clint Eastwood
Sound Re-Recording Mixer
Sergio Reyes
Sergio Reyes
Sound Re-Recording Mixer
Dan Wallin
Dan Wallin
Still Photographer
Bernie Abramson
Bernie Abramson
Electrician
Kyle T. MacDowell
Kyle T. MacDowell
Associate Producer
Carl Pingitore
Carl Pingitore

Kalla Malla

Nach der Ermordung eines Mädchens findet der San Franziscoer Inspektor Harry Callahan eine Notiz, in der der Killer 200000 Dollar verlangt. Andernfalls werde er weitere Menschen, einen Schwarzen oder einen Priester, erschießen. Der Killer sucht sich dazu hohe Gebäude aus, von deren Dächern er seine Opfer anvisiert. Ein zweites Attentat kann eine Hubschrauber-Besatzung gerade noch verhindern. Doch der Killer entkommt. Callahan, der zufällig auch noch in einen Bankraub gerät und diesen mit Lässigkeit vereitelt, stellt dem Mörder eine Falle. Dessen nächstes Opfer, ein Priester, setzt freiwillig sein Leben aufs Spiel. Zwar gerät der Killer in Callahans Hinterhalt, kann aber im Schutz der Dunkelheit erneut entkommen. Wenig später erhält der Bürgermeister von San Franzisko die Nachricht von der Entführung einer Vierzehnjährigen. Der Killer droht mit ihrem Tod, falls man ihm nicht endlich die 200000 Dollar überbringe. 'Dirty' Harry Callahan - so benannt, weil er immer die Schmutzarbeit übernimmt - spielt den Geldboten. Nachdem ihn der Killer durch die halbe Stadt geschickt hat, kommt es schließlich zum Treffen. Brutal muß sich Harry von dem Psychopathen zusammenschlagen lassen. Harrys Partner Chico kann ihn gerade noch vor dem Schlimmsten bewahren, wird dabei aber selbst schwer verwundet. Harry gelingt es mit letzter Kraft, dem flüchtenden Killer ein Messer ins Bein zu stechen. Von einem Arzt erhält er wenig später den Hinweis auf die Identität des Mannes. Es ist ein Arbeiter eines Footballstadions, in dessen Zeugkammer er haust. Harry kann den Killer dort stellen. Er foltert ihn, um das Versteck der Entführten zu erfahren. Doch als man sie findet, ist sie bereits tot. Der Killer aber wird anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt, weil Callahan bei seiner Festnahme einige Gesetze übertreten hat, was das dabei gesammelte Beweismaterial ungültig werden ließ. Überzeugt, daß der Killer weiter morden wird, beschattet Harry ihn. Der Killer aber läßt sich zusammenschlagen und behauptet, daß Harry der Täter sei. Callahan wird von dem Fall abgelöst. Wenig später bringt der Killer einen Schulbus voller Kinder in seine Gewalt und fordert die 200000 Dollar Lösegeld und freien Abzug. Der Bürgermeister geht darauf ein. Doch Harry findet den Bus und jagt seinen Widersacher. Er stellt ihn in einer Kiesgrube und erschießt ihn. Seine Polizeimarke wirft er anschließend fort. Mit 'Dirty Harry' schuf Don Siegel ein neues Bild des Polizisten: Der einsame Held im Dschungel der Großstadt, dessen zynische, brutale Methoden ihn ebenso als Psychopathen erscheinen lassen wie sein Opfer, den sadistischen Killer. Ohne aufdringliche, ideologische Botschaft vermittelt Siegel das erschreckende Bild alltäglicher Gewalt, die Kennzeichen der modernen, amerikanischen Gesellschaft ist, seit der Westen des Landes mit Waffengewalt erobert wurde und die Menschen das Recht in die eigenen Hände nahmen. "In 'Dirty Harry' zeige ich einen harten Bullen, der glaubt, seine Arbeit sei korrekt. Das bedeutet aber nicht, daß ich oder Clint hundertprozentig mit der Figur übereinstimmen. Der Harry des Films ist ein Rassist, ein Reaktionär. So etwas kann ich nicht ausstehen, aber mich stört auch, daß so wenige Filme die Leistungen der Polizei honorieren. Polizisten verlieren ihr Leben beim Schutz des unsrigen. Und ich rede nicht von Polizisten, die ihr Leben in Situationen mit politischem Hintergrund verlieren, sondern bei Raubüberfällen, Anschlägen und Dutzenden anderer Verbrechen. Einige dieser Polizisten sind wie Harry, wirkliche Helden, deren Einstellungen ich aber verabscheue. Eine Veränderung dieser Einstellungen in eine für Kritiker akzeptable politische Philosophie hätte für mich eine Verzerrung dessen bedeutet, was wir zeigen wollten. Es wäre schön, stimmten alle heroischen Polizisten politisch mit mir überein, aber sie tun es nicht. Es wäre auch schön, gäbe es keine Gewalt in der Welt, aber es gibt sie" (Stuart Kaminsky, Don Siegel). Dirty Harry läßt in jeder Einstellung das Vorhandensein von Gewalt förmlich erahnen, sie ist allgegenwärtig und kann jederzeit ausbrechen. Kaum beißt der Inspektor mal in einen Hot Dog, beginnt auch schon im Hintergrund eine Schießerei während eines Bankraubes. Menschen schreien, laufen durcheinander, werden verletzt. Dirty Harry ist ein Produkt dieser Umwelt, er ist alleinstehend, seine Frau wurde getötet, er hat keinerlei sozialen Kontakt (den sucht er, wie in 'Der Wolf hetzt die Meute' bei Prostituierten). Das von Sadismus charakterisierte Psychoduell mit einem verletzten Bankräuber und später mit dem ebenfalls verletzten Killer bedeutet für Harry den Beweis seiner Existenz. Schlimmer noch als der psychopathische Mörder definiert Callahan sich auf eine animalische Weise. Die Jagd bestimmt sein Leben. Opfer ist dabei jeder, der in seinen Augen von der Norm abweicht - Homosexuelle, Schwarze, Hippies. "Der Film porträtiert Gesetzlosigkeit als eine Verbindung von sexueller Zerrissenheit, Gewalt, Hautfarbe und Alter, eine Verbindung, die in einem Killer in der Tradition eines Jack the Ripper symbolisiert werden kann. (...) "Damit wird ein wunder Punkt moderner Industriegesellschaften berührt. Formal lehnen diese Gesellschaften Gewalt und Aggression ab, aber sie funktionieren nur durch sie (Wirtschaft, Krieg, Verbrechen, Sport, etc.). Ein wichtiger Teil der Anziehungskraft von Dirty Harry scheint auf dem Wissen um diesen Widerspruch zu beruhen; in gewissem Sinne scheint der Film ein Tabu zu verletzen, indem er die Allgegenwärtigkeit von Gewalt betont" (Alan Lovell). Der große Erfolg des Films ließ eine Reihe ähnlicher Werke entstehen und brachte auch einige direkte Nachfolger hervor ('Calahan', 'Der Unerbittliche', 'Dirty Harry kehrt zurück') - den meisten indes fehlt die kritische Distanz der Siegel-Produktion. Die Gewalt des Polizisten wird in ihnen zum bloßen Selbstzweck, zur Spekulation, die Figur selbst gewinnt darüber einen gefährlichen, faschistoiden Charakter.

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