Panik in der Sierra Nova


Panik in der Sierra Nova

Übersicht:

Das Ozonloch sorgt dafür, dass sich eines Tages plötzlich alle Tiere der Sierra Nova zusammenrotten und gegen den Menschen mobil machen. Pech für den Ranger Buckner und einer Gruppe Abenteuertouristen, dass sie ausgerechnet jetzt in der Wildnis festsitzen und sich von aggressiven und gefräßigen Raubtieren umzingelt sehen ...

Stimmen 23 (5,3/10)

Laufzeit: 95 Minuten

Release-Datum 28.06.1978

True

Budget: $1,200,000.00

Produktionsfirma:

  • Film Ventures International (FVI)
  • Montoro Productions Ltd.
  • Mid-America Pictures

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Science Fiction
  • Horror
  • Thriller

Weitere Informationen

Steve Buckner
Christopher George
Christopher George
Paul Jenson
Leslie Nielsen
Leslie Nielsen
Terry Marsh
Lynda Day George
Lynda Day George
Prof. Taylor MacGregor
Richard Jaeckel
Richard Jaeckel
Daniel Santee
Michael Ansara
Michael Ansara
Mrs. Shirley Goodwyn
Ruth Roman
Ruth Roman
Frank Young
Jon Cedar
Jon Cedar
Roy Moore
Paul Mantee
Paul Mantee
Ranger Tucker
Walter Barnes
Walter Barnes
Bob Denning
Andrew Stevens
Andrew Stevens
Mandy Young
Susan Backlinie
Susan Backlinie
Beth Hughes
Kathleen Bracken
Kathleen Bracken
Director
William Girdler
William Girdler
Screenplay
William W. Norton
William W. Norton
Producer
Edward L. Montoro
Edward L. Montoro
Original Music Composer
Lalo Schifrin
Lalo Schifrin
Director of Photography
Robert Sorrentino
Robert Sorrentino
Screenplay
Eleanor E. Norton
Eleanor E. Norton
Story
Edward L. Montoro
Edward L. Montoro
Editor
Bub Asman
Bub Asman
Editor
James Mitchell
James Mitchell
Casting
Marvin Paige
Marvin Paige

Kalla Malla

Wenn Alfred Hitchcock gewusst hätte, was er anrichtet, als er Krähen und Möwen auf Tippi Hedren losließ... Obwohl sein Klassiker »Die Vögel« bereits 1962 entstand, brach die Welle von Tierhorrorfilmen erst in den ökologisch bewussten 70ern so richtig übers Publikum herein. Zu denen gehört auch »Panik in der Sierra Nova« (»Day of the Animals« / »Something's Out There«). Der Film beginnt mit einem »seriösen« wissenschaftlichen Statement, nach dem hauptsächlich der unverantwortliche Umgang mit Spraydosen und das daraus entstehende Ozonloch für das Durchdrehen sämtlicher im Film vorkommender Tierarten verantwortlich sei, und dem Hinweis, dass hier ein realistisches Szenario durchgespielt wird. Das kann ich absolut bestätigen. Seit ich kein Haarspray mehr benutze, werde ich viel seltener von Raubvögeln attackiert. »Panik in der Sierra Nova« erzählt von einer Gruppe Wanderer, die in schönster Katastrophenfilm-Manier zusammengestellt wurde (alle Altersklassen und sozialen Schichten, plus Love-Story), und die fröhlich durch die wilde Berglandschaft streift. Nachdem ein Mitglied der Gruppe von einem Wolf angefallen wird, stürzen sich bald darauf Geier, Adler, Pumas und wilde Hunde auf die Ausflügler, unter denen sich auch Leslie Nielsen als arrogantes Werbe-Arschloch befindet. Der fällt Bergführer Christopher George ständig ins Wort, beleidigt alle Mitwanderer und verliert schließlich sämtliche ohnehin schon locker sitzenden Schrauben, als er die Führung beansprucht und sich mit nacktem Oberkörper auf einen Bären stürzt, nachdem er Andrew Stevens im Streit gepfählt hat. Der Bär macht aber kurzen Prozess mit ihm. Nielsen spielt das mit dem gebotenen Ernst, aber wenn man ihn einmal in einer Zucker-Abrahams-Zucker-Produktion gesehen hat, fällt es schwer, ihn ernst zu nehmen. Wie dem auch sei, der örtliche Sheriff lässt die Stadt evakuieren, nachdem er zu Hause von Ratten angefallen wurde. Die letzten Überlebenden versuchen, sich vor einem Rudel Schäferhunde auf dem Fluss in Sicherheit zu bringen... Da ist ganz schön was los in der Sierra Nova, das muss man schon sagen. Das Positive am Film sind die schönen Cinemascope-Aufnahmen der Landschaft und der Tiere, sowie die atmosphärische Musik Lalo Schifrins, ein echtes A-Talent unter lauter B- und C-Leuten. Die Charaktere und deren Probleme sind leider so sturzlangweilig erzählt, dass es nicht im Mindesten interessiert, wer hier ins Gras beißt oder zu Tierfutter verarbeitet wird. Die Tierüberfälle sind ok inszeniert, aber man sieht deutlich, dass die Kuschelmonster abgerichtet und harmlos sind, gelegentlich sogar niedlich. Nun geht es mir persönlich bei Tierhorror meistens so, dass ich auf der Seite der Kreaturen stehe - immerhin sind es die Menschen, die da ungefragt in die Natur eindringen, alles vollmüllen und mit ihren sinnlosen Dialogen die Umwelt belasten. Wenn sie dazu noch so dämlich sind wie hier, dann haben sie es auch nicht besser verdient. Allein die Reaktion auf den ersten Wolfsangriff ist komplett absurd - anstatt die Wanderung abzubrechen, wird die Verletzte mal eben mit Pflastern versorgt (sie blutet von oben bis unten) und nach Hause geschickt, während sich ansonsten kein Schwein um sie sorgt. Echte Schweine kommen hier übrigens nicht vor. Mehr komisch als beängstigend ist die Ratten-Szene, in der man deutlich sieht, wie die possierlichen Nager vom Regie-Assistenten ins Bild, bzw. in Richtung Sheriff geworfen werden. Furchteinflößend sind lediglich ein paar Schlangen, die wirklich zubeißen. Die bösen Hunde hingegen wedeln alle freundlich mit dem Schwanz und freuen sich, Filmstars zu werden. Der Angriff von Raubkatzen wird wie beim seligen Ed Wood jr. hergestellt, indem die Darsteller sich mit Tierfellen am Boden herumwälzen und kreischen. So muss Trash sein! Spannend ist das alles nicht, aber unterhaltsam schon. Regisseur William Girdler ist ein tragischer Held der Filmgeschichte. Er produzierte, schrieb und inszenierte die meisten seiner Filme im Alleingang und starb im Alter von nur 30 Jahren bei einem Hubschrauberabsturz, kurz nach der Fertigstellung seines Horrorfilms »Der Manitou« (1978). Sein schmales Oeuvre besteht hauptsächlich aus Rip-Offs (wie der »weiße Hai«-Abklatsch »Grizzly«, 1976), aber man muss anerkennen, dass er sich als Auteur stets seine Unabhängigkeit von Hollywood bewahrt hat. Er war zudem ein großer Hitchcock-Fan, das merkt man in »Panik in der Sierra Nova« an jeder Ecke - nicht wegen seines Talents, sondern wegen zahlloser Anspielungen. So ist dann die beste Szene auch der Angriff von Raubvögeln auf eine verletzte Wanderin, die so heftig von den gefiederten Freunden bearbeitet wird, dass sie über eine Felskante rutscht und in einen Abgrund stürzt (wo sie mit lautem »Knacks« aufprallt). Ihrem Begleiter übrigens widerfährt ein noch schlimmeres Schicksal. Nachdem sein Schützling zermatscht auf dem Felsen landet, findet er ein stummes Mädel, das alleine durch die Berge irrt (da hat sich James Cameron doch tatsächlich was für »Aliens« geborgt!) und schafft es nach Stunden (oder Tagen), sie in Sicherheit zu bringen, bevor er zum Dank von Schlangen gebissen und danach von einem tollwütigen Hund zerfleischt wird. Das ist doch mal ein richtig beschissener Wandertag!

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Stimmen 1645 (6,4/10)
Release-Datum 26.01.2012

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Release-Datum 13.05.2016

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Stimmen 688 (5,8/10)
Release-Datum 05.02.2010

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Release-Datum 30.01.2007

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Release-Datum 31.03.2016

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Release-Datum 19.01.2017

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Stimmen 38 (6/10)
Release-Datum 21.01.2017

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Stimmen 242 (5,5/10)
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