Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders


Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders

Übersicht:

Im 18.Jahrhundert wird in Paris Jean-Baptiste Grenouille mit einer sensorischen Anomalie geboren: er hat keinen Eigengeruch wie jeder andere Mensch, weswegen er von seiner Umwelt abgelehnt, ja praktisch gehaßt wird. Allerdings hat er im Umkehrschluß auch ein besonderes Talent: er besitzt einen Geruchssinn, den sonst niemand auf dem Planeten vorweisen kann. Schließlich geht er bei dem berühmten Parfümeur Guiseppe Baldini in die Lehre, der sich von Grenouilles Fähigkeit, jede Zutat eines Parfüms durch Riechen zu erkennen und sie blind zu mischen und zu verfeinern, großen Erfolg verspricht. Daß Grenouille bereits einen Mord begangen hat, ahnt niemand, doch der Lehrling hat große Ziele: er will den wunderbarsten Duft der Welt herstellen und findet dafür auch die passende Blume, Laure, die Tochter eines reichen Mannes. Plötzlich kommt es in seiner Umgebung zu einer Reihe von Todesfällen unter jungen, hübschen Mädchen...

Stimmen 1211 (7,1/10)

Laufzeit: 147 Minuten

Release-Datum 13.09.2006

True

Budget: $50,000,000.00

Umsatz: $132,180,323.00

Webseite: Link

Produktionsfirma:

  • Davis-Films
  • Nouvelles Éditions de Films (NEF)
  • Rising Star
  • VIP Medienfonds 4
  • Ikiru Films
  • Constantin Film Produktion
  • Castelao Producciones

Produktionsland:

  • Spain
  • Germany
  • France

Genres:

  • Krimi
  • Fantasy
  • Drama

Anhänger

Weitere Informationen

Jean-Baptiste Grenouille
Ben Whishaw
Ben Whishaw
Bürgermeister von Grasse
Simon Chandler
Simon Chandler
Bischof von Grasse
David Calder
David Calder
Magistrat
Richard Felix
Richard Felix
Grenouilles Mutter
Birgit Minichmayr
Birgit Minichmayr
Madame Gaillard
Sian Thomas
Sian Thomas
Aufseher
Michael Smiley
Michael Smiley
Grenouille (5 Jahre)
Alvaro Roque
Alvaro Roque
Grenouille (12 Jahre)
Franck Lefeuvre
Franck Lefeuvre
Grimal
Sam Douglas
Sam Douglas
Das Mirabellen-Mädchen
Karoline Herfurth
Karoline Herfurth
Chenier
Timothy Davies
Timothy Davies
Giuseppe Baldini
Dustin Hoffman
Dustin Hoffman
Laura
Rachel Hurd-Wood
Rachel Hurd-Wood
Richis
Alan Rickman
Alan Rickman
Jeanne
Sara Forestier
Sara Forestier
Madame Arnulfi
Corinna Harfouch
Corinna Harfouch
Dominique Drouot
Paul Berrondo
Paul Berrondo
Marianne
Joanna Griffiths
Joanna Griffiths
Natalie
Jessica Schwarz
Jessica Schwarz
Marquis de Montesquieu
Harris Gordon
Harris Gordon
Executioner
Enric Arquimbau
Enric Arquimbau
Door Guard
Andrés Herrera
Andrés Herrera
Narrator (voice)
John Hurt
John Hurt
Director
Tom Tykwer
Tom Tykwer
Screenplay
Andrew Birkin
Andrew Birkin
Screenplay
Bernd Eichinger
Bernd Eichinger
Screenplay
Tom Tykwer
Tom Tykwer
Producer
Bernd Eichinger
Bernd Eichinger
Director of Photography
Frank Griebe
Frank Griebe
Editor
Alexander Berner
Alexander Berner
Costume Design
Pierre-Yves Gayraud
Pierre-Yves Gayraud
Executive Producer
Andreas Schmid
Andreas Schmid
Production Design
Uli Hanisch
Uli Hanisch
Foley
Carsten Richter
Carsten Richter
Sound mixer
Michael Kranz
Michael Kranz
Executive Producer
Martin Moszkowicz
Martin Moszkowicz
Executive Producer
Andreas Grosch
Andreas Grosch
Executive Producer
Manuel Cuotemoc Malle
Manuel Cuotemoc Malle
Executive Producer
Samuel Hadida
Samuel Hadida
Executive Producer
Julio Fernández
Julio Fernández
Makeup Artist
Waldemar Pokromski
Waldemar Pokromski
Production Manager
Silvia Tollmann
Silvia Tollmann
Sound Director
Roland Winke
Roland Winke
Sound Editor
Matthias Lempert
Matthias Lempert
Visual Effects Supervisor
Dennis Lowe
Dennis Lowe
Producer
Gigi Oeri
Gigi Oeri
Original Music Composer
Tom Tykwer
Tom Tykwer
Original Music Composer
Johnny Klimek
Johnny Klimek
Original Music Composer
Reinhold Heil
Reinhold Heil
Sound mixer
Matthias Lempert
Matthias Lempert
Novel
Patrick Süskind
Patrick Süskind
Executive In Charge Of Production
Christine Rothe
Christine Rothe

Kalla Malla

Paris im Jahre 1738: Auf einem Fischmarkt zwischen Unrat und stinkenden Abfällen kommt Jean-Baptiste Grenouille zur Welt. Sehr früh bemerkt er, dass er einen äußerst ausgeprägten Geruchssinn besitzt und die Welt der Düfte intensiver wahrnehmen kann als jeder andere Mensch. Diese Gabe führt ihn eines Tages zu dem berühmten Parfümeur Baldini, der ihn als Lehrling aufnimmt. Schnell überflügelt der ansonsten schweigsame Sonderling seinen Meister in der Kunst des Duftmischens. Doch werden Düfte zu Grenouilles Obsession. Besessen von der Idee, menschliches Aroma zu konservieren und damit den vollendeten Duft zu komponieren, ermordet er zahlreiche junge Mädchen, deren Gerüche ihn besonders betören. Während in der Parfummetropole Grasse weitere unerklärliche Morde passieren, ahnt der Kaufmann Richis, dass auch seine Tochter Laura in höchster Lebensgefahr schwebt … »Das Parfum« darf sicher zu den gelungensten Literaturverfilmungen überhaupt gerechnet werden. Und tatsächlich kann man feststellen, dass Kritik an dem Film fast immer an einem peniblen Film-Buch-Vergleich festmacht und damit dem weitverbreiteten Irrtum aufsitzt, Verfilmungen hätten ein genaues Abbild der literarischen Vorlage zu leisten. Dass dies nicht funktionieren kann, beweist etwa die im Roman einen großen Raum einnehmende deskriptive Erfassung der Gerüche. Hätte Otto Sander – der als Off-Sprecher, lakonisch und doch mit leicht melancholischem Unterton, übrigens einen großartigen Job erledigt – da die Beschreibungen einfach vorlesen sollen? Nein, dann lieber ein Paradiesgarten mit einer Frau, die »Ich liebe Dich« haucht, bewusst überzeichnet wie die Heilsversprechungen der Werbung. Der Film lebt insgesamt von seiner düsteren, schweren Atmosphäre, es ist eine Welt, die einen fasziniert, in der man aber sicher nicht leben mag. Grenouille ist mit Ben Whishaw annähernd perfekt besetzt, er hat etwas Anziehendes und Abstoßendes gleichzeitig, obgleich seine Taten und das komplette Fehlen jedwedem moralischen Empfindens widerwärtig sind, kommt man nicht umhin, eine dunkle Sympathie für ihn zu empfinden – ganz besonders natürlich in der Schlüsselszene seines Triumphs (»Er ist ein Engel!«) auf dem Hinrichtungsplatz. Die anschließende Orgie ist großartig inszeniert und in ihrer angedeuteten Art von poetischer Schönheit, eine »herbere« Umsetzung, die sich mehr am entscheidenden Adjektiv „infernalisch“ im Buch orientiert hätte, hätte im Film lediglich schmuddelig gewirkt (und die FSK-12-Freigabe gefährdet). Es bleiben eigentlich wenig Schwächen zu konstatieren: Der Subplot um die Vater-Tochter-Beziehung zwischen Laura (Rachel Hurd-Wood) und Antoine Richis (Alan Rickman) ist manchmal etwas langatmig, und Dustin Hoffman lässt sich von seiner Baldini-Figur ein wenig zum Over-Acting verleiten, was aber auch als bewusstes Comic relief gesehen werden kann. Auch wirkt der Film manchmal eine Spur zu linear und brav inszeniert, man hätte sich noch mehr so rasante Effekte gewünscht wie die fulminante Einleitung anfangs auf dem Fischmarkt. Aber das sind angesichts des Rausches opulenter Bilder kleinliche Einwände. Ganz großes Kino!

Michael

Optisch ist „Das Parfum“ ein Meisterwerk. Die Bilder die Regisseur Tom Tykwer erschaffen hat, transportiere den Zuschauer direkt zurück ins Paris des 18. Jahrhunderts. Schön spiegelt die Bildsprache das Leben der damaligen Zeit wieder, wodurch man sich schnell mitten in der Geschichte fühlt. Auf der anderen Seite bleiben die Charaktere von „Das Parfum“ meiner Meinung nach recht blass. Ohne die literarische Vorlage zu kennen, wage ich zu behaupten, dass die Charakterzüge der Figuren in Tom Tykwers Films nur angerissen werden und sich nicht so weit entfalten können wie es auf Papier der Fall ist. Dennoch will man wissen wie sich die einzelnen Figuren entwickeln, wobei es vor allem Hauptdarsteller Ben Whishaw (Layer Cake, Stoned) zu verdanken ist, dass Jean-Baptiste Grenouille so authentisch wirkt. Auch Dustin Hoffman verleiht seiner Figur die nötige Tiefe. Er passt einfach in die Rolle des erfolgreichen Parfümeurs und Mentors. Hier wurde eine gute Wahl bei der Besetzung getroffen. Wer sich auf einen Film einlassen kann und nicht nur stupide Berieselung braucht, der wird Spaß an „Das Parfum“ haben. Denn obwohl man die Buchvorlage mit Sicherheit noch werksgetreuer hätte adaptieren können, hatte ich immer das Gefühl einen guten Film mit Anspruch zu sehen. Von einem ganz großen Meisterwerk ist Tom Tykwers Film zwar noch ein gutes Stück entfernt, doch „Das Parfum“ ist ein Film, der sich von der Klasse her vom Massenmarkt abhebt. [Sneakfilm.de]

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Stimmen 543 (7,1/10)
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Release-Datum 27.07.1996

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