Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs


Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs

Übersicht:

Saurons Heer will Minas Tirith angreifen, die in Felsen errichtete Hauptstadt von Gondor. Angesichts der Bedrohlichkeit des feindlichen Heeres wiegt es umso schwerer, dass Gondors König fehlt und nur der schwächliche Truchsess Denethor über das einst mächtige Königreich wacht. Wird Aragorn die Kraft aufbringen, jene Aufgabe zu übernehmen, für die sein Schicksal ihn bestimmt hat? Während Gandalf verzweifelt versucht, die mutlosen Kämpfer von Gondor zu motivieren, sammelt Théoden die Krieger von Rohan, um am Kampf teilzunehmen. Aber obwohl sie tapfer und leidenschaftlich Widerstand leisten, haben die Streitkräfte der Menschen dem überwältigenden Ansturm der feindlichen Legionen gegen das Königreich kaum etwas entgegenzusetzen. Jeder Sieg fordert große Opfer. Trotz der starken Verluste stellen sich die Gefährten der größten Schlacht ihres Lebens - vereint durch ein einziges Ziel: Sauron muss so lange abgelenkt werden, bis Frodo den Ring vernichtet hat...

Stimmen 8227 (8,1/10)

Laufzeit: 201 Minuten

Release-Datum 17.12.2003

True

Budget: $94,000,000.00

Umsatz: $1,118,888,979.00

Webseite: Link

Tagline: Das Auge des Feindes nähert sich.

Produktionsfirma:

  • WingNut Films
  • New Line Cinema

Produktionsland:

  • New Zealand
  • United States of America

Genres:

  • Abenteuer
  • Fantasy
  • Action

Anhänger

Weitere Informationen

Frodo Baggins
Elijah Wood
Elijah Wood
Gandalf the White
Ian McKellen
Ian McKellen
Aragorn
Viggo Mortensen
Viggo Mortensen
Arwen Evenstar
Liv Tyler
Liv Tyler
Legolas
Orlando Bloom
Orlando Bloom
Gimli & Treebeard (Voice)
John Rhys-Davies
John Rhys-Davies
Sam Gamgee
Sean Astin
Sean Astin
Peregrin 'Pippin' Took
Billy Boyd
Billy Boyd
Meriadoc 'Merry' Brandybuck
Dominic Monaghan
Dominic Monaghan
Gollum
Andy Serkis
Andy Serkis
Elrond
Hugo Weaving
Hugo Weaving
Bilbo Baggins
Ian Holm
Ian Holm
Théoden, King of Rohan
Bernard Hill
Bernard Hill
Éowyn
Miranda Otto
Miranda Otto
Faramir
David Wenham
David Wenham
Éomer
Karl Urban
Karl Urban
Denethor
John Noble
John Noble
Galadriel
Cate Blanchett
Cate Blanchett
Gothmog & Witchking of Angmar
Lawrence Makoare
Lawrence Makoare
King of the Dead
Paul Norell
Paul Norell
Deagol
Thomas Robins
Thomas Robins
Rosie Cotton
Sarah McLeod
Sarah McLeod
Boromir
Sean Bean
Sean Bean
Celeborn
Marton Csokas
Marton Csokas
saruman
Christopher Lee
Christopher Lee
Gondorian Soldier 3
David Aston
David Aston
Damrod
Sadwyn Brophy
Sadwyn Brophy
Damrod
Alistair Browning
Alistair Browning
Irolas
Ian Hughes
Ian Hughes
Producer
Barrie M. Osborne
Barrie M. Osborne
Original Music Composer
Howard Shore
Howard Shore
Screenplay
Peter Jackson
Peter Jackson
Director
Peter Jackson
Peter Jackson
Producer
Peter Jackson
Peter Jackson
Executive Producer
Bob Weinstein
Bob Weinstein
Executive Producer
Harvey Weinstein
Harvey Weinstein
Executive Producer
Mark Ordesky
Mark Ordesky
Executive Producer
Michael Lynne
Michael Lynne
Novel
J.R.R. Tolkien
J.R.R. Tolkien
Screenplay
Fran Walsh
Fran Walsh
Screenplay
Philippa Boyens
Philippa Boyens
Director of Photography
Andrew Lesnie
Andrew Lesnie
Production Design
Grant Major
Grant Major
Art Direction
Joe Bleakley
Joe Bleakley
Art Direction
Rob Outterside
Rob Outterside
Art Direction
Mark Robins
Mark Robins
Conceptual Design
John Howe
John Howe
Costume Design
Ngila Dickson
Ngila Dickson
Costume Design
Richard Taylor
Richard Taylor
Casting
Victoria Burrows
Victoria Burrows
Casting
John Hubbard
John Hubbard
Casting
Liz Mullane
Liz Mullane
Set Decoration
Dan Hennah
Dan Hennah
Editor
Jamie Selkirk
Jamie Selkirk
Casting
Ann Robinson
Ann Robinson
Casting
Amy Hubbard
Amy Hubbard
3D Supervisor
Guy Williams
Guy Williams
Stunts
Sean Button
Sean Button

Kalla Malla

Abschied ist ein scharfes Schwert. Mit "Die Rückkehr des Königs" endet die Trilogie der phantastischen "Herr der Ringe"-Saga. Und nun geht es um alles. Eine übermächtige Armee muss besiegt, eine Monster-Spinne geschlagen, der güldene Ring endgültig zerstört werden. Das klingt gewaltig - und ist es auch. Nach sieben Jahren Arbeit, 274 Drehtagen und mit einem Budget von 333 Millionen Dollar vermochte es der neuseeländische Regisseur Peter Jackson mit dem dritten Teil erneut, einen detailverliebten und bildgewaltigen Film zu drehen, in dem sich vorrangig alles um eines dreht: große Gefühle. Die entspinnen sich, dem zweiten Teil gemäß, vor allem zwischen den beiden Hobbits Frodo und Sam. Doch auch andernorts brodeln die Emotionen. Eowyn verliebt sich hoffnungslos in Aragorn, der aber träumt von der Elbentochter Arwen, und der Truchsess Denethor, Statthalter Gondors in der Stadt Minas Tirith, liebt nur einen seiner Söhne. Doch Boromir ist tot, und so buhlt sein Bruder Faramir um die Gunst des Vaters. Das nennt man Konfliktpotenzial. Unausgeglichen ist auch die Qualität der dargestellten Liebesbezeugungen. So werden die Szenen zwischen Frodo und Sam von Peter Jackson in klassischer Liebesfilm-Manier dargestellt. Immer wieder werfen sich die Hobbits schwer verliebte Blicke zu. Das sorgt, vom homoerotischen Aspekt einmal abgesehen, insofern für Verwirrung, als dass die britisch-klassenbewusste Vorlage Tolkiens von einer unerschütterlichen Liebe eines Dieners zu seinem höher gestellten Herrn ausgeht, die sich insbesondere dadurch mehrt, dass sich "Master Frodo" im Verlauf der Handlung charakterlich festigt. Nun ja, das will erst einmal dargestellt werden. Denn anstatt an Weisheit und Größe zu gewinnen, lässt sich der blauäugige Frodo (Elijah Wood) zunächst vom eifersüchtelnden Gollum dazu verleiten, den "fetten Hobbit" Sam (Sean Astin) wegzuschicken, um daraufhin blindlings in die Falle zu tappen. Gollum führt Frodo schnurstracks in die Höhle der Mega-Spinne Kankra. Dieser Regieeinfall trägt zwar zur Niedertracht des ausgemergelten Ekelpakets bei, mindert aber auch die Möglichkeit, Frodo doch noch als heldenhafte Hauptfigur zu würdigen. Dafür kehrt Sam zurück, um seinen geliebten Gefährten zu retten - und wächst von da an über sich selbst hinaus. Aus dem einfachen Gärtnersohn wird ein strahlender Held. Er besiegt die Spinne, trägt Frodo den Schicksalsberg hinauf und rettet schließlich das Leben seines vom Ring der Macht benebelten Herrn. Auch eine Art, das Klassenbewusstsein zu unterwandern. Während sich der Held der Arbeiterklasse also wacker abrackert, übt sich Elijah Wood in dem singulären Gesichtsausdruck "Erschöpfung", verdeutlicht durch stieren Blick und eine steile Stirnfalte. Zum Glück wird die Bürde des Ringes auch noch durch blutige Schleifspuren der Kette am Hals des Hobbits verbildlicht. Unterdessen zieht Eowyn (Miranda Otto), die Nichte des Königs Théoden, in den Krieg. Von Aragorn verschmäht und als im Krieg nutzlose Frau zurückgelassen, mischt sie sich als Krieger verkleidet unter die Truppen und stellt sich auf dem Schlachtfeld ausgerechnet dem Hauptmann der Ringgeister in den Weg. Der fühlt sich im Angesicht des kleinen Soldaten siegessicher, heißt es doch, ihn könne kein Mann schlagen. Böse Falle: Eowyn schleudert den Helm weg, die blonde Mähne fällt und schon rammt sie ihm das Schwert mitten in die Fratze - einer der wirkungsvollsten Momente des Films. Die eindrucksvollste Sequenz jedoch ist der versagten Vaterliebe zu verdanken. Gondors Truchsess Denethor (gespenstisch: John Noble) gibt zu, dass er sich wünschte, sein Sohn Faramir wäre an Boromirs Stelle gefallen. Faramir reitet daraufhin mit seinen Männern zur verlorenen Stadt Osgiliath, die von den Orks eingenommen wurde. Ein dem Tode geweihtes Unterfangen. Gleichzeitig singt Pippin für Denethor ein klagendes Lied. Faramir reitet, Orks schreien - und der übergeschnappte Truchsess stopft sich Tomaten in den Mund, bis ihm der rote Saft über das Kinn läuft. Von den in Mittelerde bizarr wirkenden Kirschtomaten einmal abgesehen - eisiger kann es dem Zuschauer nicht den Rücken hinunter laufen, blutiger ist keine Szene in "Die Rückkehr des Königs". Man fragt sich ohnehin, wie es ausgerechnet der Splatter-Spezialist Jackson ("Braindead") vermochte, immer wieder ganze Schlachtfelder ohne Blutvergießen darzustellen - und doch war es gerade ihm möglich. Während abgeschlagene Köpfe in die Stadt katapultiert werden, gigantische Olifanten Pferde und Menschen zu Brei zerstampfen und grausige Trolle alles und jeden zerschlagen, der sich ihnen in den Weg stellt, fließen Hektoliter Blut - aber nur im Kopf der Zuschauers. Das ist Filmkunst. Die lässt zum Ende des Filmes allerdings deutlich zu wünschen übrig. Aragorn (im Gegensatz zu Elijah Wood kann er charakterliche Veränderungen darstellen: Viggo Mortensen) wird zum König gekrönt und schließt seine hoffnungslos aseptische Elbenprinzessin Arwen (Liv Tyler) in die Arme. Die Hobbits kehren wieder in das Auenland zurück - Friede, Freude, Eierkuchen. Von der massiven Abweichung zum Buch einmal abgesehen, wird das finale Happy-End in seiner Länge und Kitschigkeit allen drei Teilen zusammen gerecht: Schier endlos zieht sich der Abschied hin. Vielleicht hat Jackson damals noch nicht gewusst, dass er die Hobbits 9 Jahre später in drei weiteren Filmen triumphal zurückkehren lässt. Fazit: Auch wenn Die Rückkehr des Königs auf Grund der unerfüllbaren Erwartungen nicht die gleiche Magie heraufbeschwört wie Die Gefährten, und die Grenze zum Kitsch hier und da überschritten wird, so ist er doch zu jeder Zeit ein würdiger Abschluss eines grandiosen Stücks Filmgeschichte.

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