Der Stadtneurotiker


Der Stadtneurotiker

Übersicht:

Die Abenteuer des scharfzüngigen Stand-Up-Comedian und überzeugten New Yorkers Alvy Singer mit der gutbürgerlichen Studentin Annie Hall. Annie kommt aus gänzlich anderen Verhältnissen als der schüchterne Intellektuelle und überfordert den vergeistigten Freund gerne mit ihrer furchteinflößenden WASP-Familie oder befreundeten Trendhedonisten, die Alvy mit Alpträumen wie Kokain und Konservengelächter konfrontieren. Die Leichtigkeit, die Annie in sein Leben trägt, ist jedoch durch nichts zu ersetzten. So entschließt sich Alvy zu allerlei Kompromissen, als Annie ihn zu verlassen droht.

Stimmen 1088 (7,8/10)

Laufzeit: 93 Minuten

Release-Datum 09.06.1977

True

Budget: $4,000,000.00

Umsatz: $38,251,425.00

Produktionsfirma:

  • United Artists

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Komödie
  • Drama
  • Liebesfilm

Weitere Informationen

Alvy Singer
Woody Allen
Woody Allen
Annie Hall
Diane Keaton
Diane Keaton
Rob
Tony Roberts
Tony Roberts
Allison
Carol Kane
Carol Kane
Tony Lacey
Paul Simon
Paul Simon
Pam
Shelley Duvall
Shelley Duvall
Robin
Janet Margolin
Janet Margolin
Mrs. Hall
Colleen Dewhurst
Colleen Dewhurst
Duane Hall
Christopher Walken
Christopher Walken
Dad Hall
Donald Symington
Donald Symington
Man in Theatre Line
Russell Horton
Russell Horton
Dick Cavett
Dick Cavett
Dick Cavett
Marshall McLuhan
Marshall McLuhan
Marshall McLuhan
Actress in Rob's TV Show
Beverly D'Angelo
Beverly D'Angelo
Actor in Rob's TV Show
Tracey Walter
Tracey Walter
Alvy's Date Outside Theatre
Sigourney Weaver
Sigourney Weaver
Tony Lacey's Girlfriend
Laurie Bird
Laurie Bird
Navy Officer
Mark Lenard
Mark Lenard
Actor Boy Friend
John Glover
John Glover
L.A. Policeman
John Dennis Johnston
John Dennis Johnston
Lacey Party Guest
Jim McKrell
Jim McKrell
Street Stranger
Paula Trueman
Paula Trueman
Street Stranger
Shelley Hack
Shelley Hack
Lacey Party Guest
Jeff Goldblum
Jeff Goldblum
Man at Health Food Restaurant
Gary Mule Deer
Gary Mule Deer
Annie's Date Outside Theatre
Walter Bernstein
Walter Bernstein
Joey Nichols (as Hy Ansel)
Hy Anzell
Hy Anzell
Alvy's Dad
Mordecai Lawner
Mordecai Lawner
Alvy's Mom (as Joan Newman)
Joan Neuman
Joan Neuman
Alvy - Age 9
Jonathan Munk
Jonathan Munk
Grammy Hall
Helen Ludlam
Helen Ludlam
Alvy's Aunt
Ruth Volner
Ruth Volner
Alvy's Uncle
Martin Rosenblatt
Martin Rosenblatt
Aunt Tessie
Rashel Novikoff
Rashel Novikoff
Alvy's Psychiatrist
Humphrey Davis
Humphrey Davis
Annie's Psychiatrist
Veronica Radburn
Veronica Radburn
Janet
Wendy Girard
Wendy Girard
Miss Reed
Mary Boylan
Mary Boylan
Dorrie
Christine Jones
Christine Jones
Coke Fiend
John Doumanian
John Doumanian
Doctor
Chris Gampel
Chris Gampel
Comedian at Rally
Dan Ruskin
Dan Ruskin
Maharishi
Ved Bandhu
Ved Bandhu
Comic
Johnny Haymer
Johnny Haymer
Comic's Agent
Bernie Styles
Bernie Styles
Truman Capote Look-Alike (uncredited)
Truman Capote
Truman Capote
College Audience (uncredited)
Jan Citron
Jan Citron
Usher (uncredited)
Gregory Doucette
Gregory Doucette
Director
Woody Allen
Woody Allen
Screenplay
Woody Allen
Woody Allen
Producer
Charles H. Joffe
Charles H. Joffe
Producer
Jack Rollins
Jack Rollins
Producer
Fred T. Gallo
Fred T. Gallo
Executive Producer
Robert Greenhut
Robert Greenhut
Director of Photography
Gordon Willis
Gordon Willis
Editor
Wendy Greene Bricmont
Wendy Greene Bricmont
Editor
Ralph Rosenblum
Ralph Rosenblum
Casting
Juliet Taylor
Juliet Taylor
Art Direction
Mel Bourne
Mel Bourne
Set Decoration
Robert Drumheller
Robert Drumheller
Set Decoration
Justin Scoppa Jr.
Justin Scoppa Jr.
Costume Design
Ruth Morley
Ruth Morley
Production Manager
Robert Greenhut
Robert Greenhut
Screenplay
Marshall Brickman
Marshall Brickman
Property Master
Thomas Saccio
Thomas Saccio
Set Decoration
Barbara Krieger
Barbara Krieger
Carpenter
Joseph Badalucco Jr.
Joseph Badalucco Jr.
Makeup Artist
Fern Buchner
Fern Buchner
Hairstylist
Romaine Greene
Romaine Greene
Makeup Artist
John Inzerella
John Inzerella
Hairstylist
Vivienne Walker
Vivienne Walker
Assistant Director
Fred T. Gallo
Fred T. Gallo
Assistant Director
Frederic B. Blankfein
Frederic B. Blankfein
Scenic Artist
Cosmo Sorice
Cosmo Sorice
Sound mixer
James Pilcher
James Pilcher
Sound Editor
Dan Sable
Dan Sable
Sound Editor
William S. Scharf
William S. Scharf
Still Photographer
Brian Hamill
Brian Hamill
Camera Operator
Fred Schuler
Fred Schuler
Camera Operator
Donald E. Thorin
Donald E. Thorin
Grip
Robert Ward
Robert Ward
Color Timer
Steve Johnson
Steve Johnson
Music
Artie Butler
Artie Butler
Thanks
Marcel Ophüls
Marcel Ophüls
Script Supervisor
Kay Chapin
Kay Chapin
Location Manager
Martin Danzig
Martin Danzig
Location Manager
Daisy Gerber
Daisy Gerber
Production Office Coordinator
Lois Kramer Hartwick
Lois Kramer Hartwick
Production Sound Mixer
Chris Newman
Chris Newman
Costume Supervisor
George Newman
George Newman
Costume Supervisor
Marilyn Putnam
Marilyn Putnam
Sound Mixer
James Sabat
James Sabat

Michael

Man könnte vielleicht meinen, dass vier knappe Sätze über den Inhalt für einen Filmklassiker wie „Der Stadtneurotiker“ eigentlich viel zu wenig sind. Doch weit gefehlt. Die vier Sätze treffen den Nagel um was es in dem Film geht ziemlich auf dem Kopf. „Der Stadtneurotiker“ ist eine Analyse einer Liebesbeziehung. Zum Teil mit Rückblicken versehen, verfolgt man im Grunde den ganzen Film über eben genau die Beziehung zwischen Alvy und Annie. Warum der Film trotz der auf den Blick dünnen Story funktioniert ist zum einen Woody Allen in seiner Funktion als Regisseur und Drehbuchautor zu verdanken. Allen ist es gelungen ein Drehbuch zu schreiben, welches den Zuschauer von Beginn an gefangen nimmt und Lust darauf macht die beiden Hauptfiguren näher kennen zu lernen. Wer ist Alvy Singer? Und warum ist er wie er ist? Zwei Fragen, die so auch für die weibliche Figur Annie Hall gestellt werden können. Allen gelingt es dabei absurde Szenen glaubhaft zu inszenieren und diese dafür zu nutzen die Charaktere weiter zu erklären. Als Beispiel sei hier eine Szene genannt, in der Annie Hall Alvy Singer mitten in der Nacht aus dem Bett klinget, damit dieser vorbei kommt um bei ihr eine Spinne zu töten. Was bei anderen Regisseuren vielleicht albern und aufgesetzt gewirkt hätte, wirkt bei Allen so perfekt in den Film integriert, dass man durch diese schräge Szene wirklich etwas über die Charaktere und auch über die Liebe lernt. Doch es ist nicht nur Allens Regiearbeit und sein Drehbuch was den Film zu einem Klassiker macht, es sind auch die beiden Hauptdarsteller. Woody Allen hat es sich nicht nehmen lassen selbst in die Rolle der Hauptfigur Alvy Singer zu schlüpfen und zeigt hier, dass er nicht nur das Handwerk hinter der Kamera versteht. Er spielt den neurotischen Singer so, dass man sich sofort in seine Figur hineinversetzten kann und schlussendlich auch seine absurdesten Aktionen nachvollziehen kann. Gleiches gilt für Diane Keaton (Was das Herz begehrt, Marvins Töchter). Wie Allen gelingt es ihr ihre Figur so überzeugend zu spielen, dass man von ihrem ersten Auftritt wissen will, wie sich Annie Hall über die Laufzeit weiter entwickelt und sich von der ersten Begegnung der beiden Protagonisten wünscht, dass „Der Stadtneurotiker“ auf ein Happy End zusteuert. Nicht umsonst erhielt Woody Allen eine Oscarnominierung als bester Hauptdarsteller und nicht umsonst konnte Diane Keaton den Goldjungen als beste Hauptdarstellerin gewinnen. Für mich ist „Der Stadtneurotiker“ das perfekte Beispiel wie ein romantische Komödie aussehen muss. Allen hat es verstanden, dass in erster Linie die Charaktere stimmen müssen und das die Chemie zwischen diesen passen um einen guten Film abzuliefern. Genauso hat er verstanden, dass im zweiten Schritt die Gags funktionieren müssen, dabei aber ein gewisses Niveau gehalten werden muss und man den Zuschauer durchaus etwas fordern darf und ihn zum mit- und Nachdenken bringen darf. So ist „Der Stadtneurotiker“ auf Grund der Tatsache, dass auch hier nicht alle Witze funktionieren vielleicht kein Meisterwerk, aber sehr nah dran an einem solchen und ein Film, den sich jeder, der sich auch annähernd als Cineast bezeichnet mindestens einmal im Leben gesehen haben sollte. Allen ist mit „Der Stadtneurotiker“ ein echter Klassiker gelungen. [Sneakfilm.de]

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