Two Evil Eyes


Two Evil Eyes

Übersicht:

Der "Film" besteht aus zwei Kurzgeschichten, die inhaltlich keinen Zusammenhang haben. Episode 1 - "The Fact in the Case of Mr. Valdemar" von George A. Romero: Eine Ehefrau hebt ihr alten reichen, aber verstorbenen Mann in der Tiefkühltruhe auf. Mit ihrem Lover will sie möglichst schnell an das Geld des verstorbenen, doch dieser ist nicht so tot, wie sie vermuten. Episode 2 - "The Black Cat" von Dario Argento: Ein Fotograf tötet im Vollrausch eine Frau und eine schwarze Katze. Er mauert beide in seinem Haus ein, doch als die Polizei die Wand öffnet, macht sie eine furchtbare Entdeckung.

Stimmen 53 (6,1/10)

Laufzeit: 115 Minuten

Release-Datum 09.11.1990

True

Budget: $9,000,000.00

Produktionsland:

  • Italy
  • United States of America

Genres:

  • Horror
  • Thriller

Weitere Informationen

Jessica Valdemar
Adrienne Barbeau
Adrienne Barbeau
Roderick Usher
Harvey Keitel
Harvey Keitel
Dr. Robert Hoffman
Ramy Zada
Ramy Zada
Steven Pike
E.G. Marshall
E.G. Marshall
Annabel
Madeleine Potter
Madeleine Potter
Ernest Valdemar
Bingo O'Malley
Bingo O'Malley
Det. Legrand
John Amos
John Amos
Gloria Pym
Kim Hunter
Kim Hunter
Mr. Pym
Martin Balsam
Martin Balsam
Eleonora
Sally Kirkland
Sally Kirkland
Christian
Holter Graham
Holter Graham
Mr. Pratt
Chuck Aber
Chuck Aber
Det. Grogan
Tom Atkins
Tom Atkins
Betty
Julie Benz
Julie Benz
Nurse
Christine Forrest
Christine Forrest
Taxi Driver
Anthony Dileo Jr.
Anthony Dileo Jr.
Policeman
Jeff Howell
Jeff Howell
Young Policewoman
Peggy McIntaggart
Peggy McIntaggart
The Monomaniac
Tom Savini
Tom Savini
Jeff Monahan
Jeff Monahan
Director
Dario Argento
Dario Argento
Screenplay
Dario Argento
Dario Argento
Executive Producer
Dario Argento
Dario Argento
Producer
Achille Manzotti
Achille Manzotti
Screenplay
Franco Ferrini
Franco Ferrini
Director
George A. Romero
George A. Romero
Screenplay
George A. Romero
George A. Romero
Story
Edgar Allan Poe
Edgar Allan Poe
Original Music Composer
Pino Donaggio
Pino Donaggio
Makeup Effects
Everett Burrell
Everett Burrell
Makeup Effects
Tom Savini
Tom Savini
Makeup Effects
John Vulich
John Vulich
Second Unit
Luigi Cozzi
Luigi Cozzi
Special Effects
Tom Savini
Tom Savini
Stunts
Tom Savini
Tom Savini
Makeup Artist
Tom Savini
Tom Savini

Kalla Malla

Zwei Kurzgeschichten von Edgar Allan Poe, umgesetzt von Dario Argento und George A. Romero. Romeros Geschichte »The Facts in the Case of Mr. Valdemar« handelt von einer jungen Frau, Jessica Valdemar (Adrienne Barbeau) die ihren reichen und kranken Ehemann noch auf dem Totenbett mit dem Hausarzt (Ramy Zada) betrügt. Da ihr Mann früher als geplant stirbt, beschließen sie und ihr Liebhaber, den Toten in einer Tiefkühltruhe zu konservieren, bis die Finanzen geregelt sind. Doch plötzlich hören sie die Stimme des Toten … In Argentos blutiger Geschichte »The Black Cat« geht um den Fotografen Roderick Usher (Harvey Keitel), den die schwarze Katze seiner Freundin Annabel (Madeleine Potter) verrückt macht. Die Katze treibt ihn so weit, dass er in Raserei Annabel tötet und in seinem Haus einmauert. Doch dem Fluch der schwarzen Katze kann er nicht entgehen … Edgar Allan Poe hat die Filmschaffenden schon immer in besonderer Weise inspiriert - und in diesem Falle direkt ein Gipfeltreffen zwischen Zombiefürst George A. Romero und Giallo-Gott Dario Argento bewirkt. Ursprünglich sollten auch noch John Carpenter und Wes Craven mit von der Partie sein, diese stiegen aber wieder aus dem Projekt aus. Das Ergebnis ist ein Episoden-Doublepack mit den beiden Geschichten »The Facts in the Case of Mr. Valdemar« (Romero) und »The Black Cat« (Argento), interessanterweise genau die beiden Geschichten, die Roger Corman bereits 1962 in »Tales of Terror« verarbeitet hatte, damals mit Vincent Price als Mr. Valdemar und Peter Lorre als trunksüchtiger Montresor in den Hauptrollen. Im Vergleich ist Romeros Beitrag der deutlich schwächere, sein »Mr. Valdemar« leidet vor allem darunter, dass die recht kurze Geschichte ganz auf ihre Schlusspointe zugeschnitten ist. Um die knappe Stunde Laufzeit zu füllen, wird also viel an nichtssagender Exposition aufgebaut, in der höchsten Adrienne Barbeau überzeugen kann, die wir noch als von Untoten geplagte Stevie Wayne aus Carpenters »The Fog – Nebel des Grauens« kennen (und die hier eine grauslige 80er-Jahre-Frisur trägt). Ramy Zada als ihr Lover-Arzt bleibt hingegen ziemlich blass. Kommt dann endlich das Finale, so kann Romero auch nicht recht überzeugen, den gruseligsten Satz der Kurzgeschichte – »Ich habe geschlafen … und jetzt bin ich tot …« – verpulvert er mehr so nebenbei und anschließend entwickelt sich sein Mr. Valdemar fast schon zur Quasselstrippe, wobei Zitate wie »Sie kommen, um dich zu holen« hier nur wie überflüssige Selbstbeweihräucherung wirken. Der kleine Plottwist am Schluss ist dann ganz gelungen und gibt Special-Effects-Experte Tom Savini, der hier ebenfalls mit an Bord ist, nochmals Gelegenheit, sein zweifelsohne großes Können zu zeigen, reißt das Ganze aber nicht mehr raus. Argento ist es sehr viel besser gelungen, die Atmosphäre der Poe-Vorlage einzufangen, in die Jetztzeit zu übertragen und mit seinen typischen Giallo-Ingredienzien zu würzen. Von Roger Corman übernommen hat er den Gag, den Namen des Protagonisten einer anderen Poe-Geschichte zu entnehmen, und so ist es hier ein Roderick Usher, brillant gespielt von Harvey Keitel, der sich einer dämonischen schwarzen Katze erwehren muss. Dieser ist Fotograf und hat sich auf blutrünstige Leichenfotos an Polizeitatorten spezialisiert, was zum einen sein Abdriften in den Wahn erklären hilft, zum anderen Gelegenheit gibt, noch weitere Poe-Motive in die Handlung einzuführen: Schon in der ersten Szene werden wir mit einer weiblichen Leiche konfrontiert, die von einem »Pendel des Todes« zerteilt wurde, und Tom Savini leistet sich einen kleinen Cameo als sadistischer Zähnezieher, eine Anspielung auf die Kurzgeschichte »Berenice«. Höhepunkt ist eine prachtvoll inszenierte Traumsequenz (als solche sicher auch eine Verbeugung vor Corman), in der Usher sein Schicksal im mittelalterlichen Ambiente vorausahnt. Und auch die Variationen der Story können überzeugen, Argento unterläuft geschickt die Erwartungshaltungen, die sich bei der bereits bekannten Story zwangsläufig aufbauen, und serviert eine wirklich böse Variation des Endes, die aber ganz dem Sinn der Geschichte entspricht. Insgesamt also eine durchwachsene Angelegenheit: Der Argento-Beitrag ist nicht zu bemängeln und weiß auch mit tollen Kameraführungen zu begeistern, Romeros Part leidet vor allem unter der zu starken Streckung der Vorlage. Hätte man hier die Kürzungsschere angesetzt und dafür noch eine dritte Story hineingepackt, wäre es ein großartiger Film geworden. Dennoch bleibt in der Endwertung ein durchaus delektabler Gruselstreifen zu konstatieren, der mit einigen wohldosierten Splatter- und Goreeffekten den Meister des Grauens Edgar Allan Poe würdevoll in die Horror-Neuzeit transferiert.

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Stimmen 2494 (7,2/10)
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Stimmen 2275 (6,9/10)
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Stimmen 982 (6,5/10)
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Stimmen 4864 (7,2/10)
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Stimmen 375 (6/10)
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Release-Datum 20.10.2017

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Stimmen 830 (5,7/10)
Release-Datum 09.06.2017

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Stimmen 1057 (7,6/10)
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Stimmen 642 (5,6/10)
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Stimmen 515 (6,4/10)
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Stimmen 701 (6,1/10)
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