Rocky IV - Der Kampf des Jahrhunderts


Rocky IV - Der Kampf des Jahrhunderts

Übersicht:

Rocky ist wieder da. Nach seinem sensationellen Sieg gegen Clubber Lang ist das Leben des Champions wieder in Ordnung. Doch da möchte bereits der nächste Herausforderer eine Chance, um gegen Rocky zu boxen. Es ist der sowjetische Boxer Ivan Drago, der Rocky's bisherige Gegner in den Schatten stellt. Dies bekommt in einem mörderischen Schaukampf auch Rocky's Ex-Gegner und heutiger Freund Apollo Creed nur allzu deutlich zu spüren. Nun ist es unausweichlich - Rocky muss gegen den russischen Hühnen antreten. Und in Moskau kommt es schließlich zu diesem Kampf - einem Kampf der Superlative, in dem beide Boxer wirklich alles geben - aber es kann nur einer gewinnen!

Stimmen 982 (6,6/10)

Laufzeit: 91 Minuten

Release-Datum 13.02.1986

True

Budget: $31,000,000.00

Umsatz: $300,473,716.00

Tagline: Er steht vor seiner größten Herausforderung, dem Kampf seines Lebens.

Produktionsfirma:

  • United Artists

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Drama

Weitere Informationen

Rocky Balboa
Sylvester Stallone
Sylvester Stallone
Adrian
Talia Shire
Talia Shire
Paulie
Burt Young
Burt Young
Apollo Creed
Carl Weathers
Carl Weathers
Ludmilla Vobet Drago
Brigitte Nielsen
Brigitte Nielsen
Duke
Tony Burton
Tony Burton
Nicoli Koloff
Michael Pataki
Michael Pataki
Captain Ivan Drago
Dolph Lundgren
Dolph Lundgren
Sports Announcer
R. J. Adams
R. J. Adams
American Commentator #1
Barry Tompkins
Barry Tompkins
American Commentator #2
Al Bandiero
Al Bandiero
Russian Government Official
Dominic Barto
Dominic Barto
Rocky Jr.'s Friend
Danial Brown
Danial Brown
The Godfather of Soul
James Brown
James Brown
Maid
Rose Mary Campos
Rose Mary Campos
KGB Driver
Jack Carpenter
Jack Carpenter
Commentator #1
Stu Nahan
Stu Nahan
Commentator #2 in Las Vegas
Warner Wolf
Warner Wolf
Reporter
Gerald Berns
Gerald Berns
Reporter
Julie Inouye
Julie Inouye
Costume Design
Tom Bronson
Tom Bronson
Director of Photography
Bill Butler
Bill Butler
Editor
John W. Wheeler
John W. Wheeler
Makeup Artist
Leonard Engelman
Leonard Engelman
Production Design
Bill Kenney
Bill Kenney
Producer
Irwin Winkler
Irwin Winkler
Editor
Don Zimmerman
Don Zimmerman
Screenplay
Sylvester Stallone
Sylvester Stallone
Director
Sylvester Stallone
Sylvester Stallone
Producer
Robert Chartoff
Robert Chartoff
Original Music Composer
Vince DiCola
Vince DiCola
Makeup Artist
Stephen Abrums
Stephen Abrums
Unit Production Manager
JoAnn May-Pavey
JoAnn May-Pavey
Sound Editor
David B. Cohn
David B. Cohn
Music Editor
James D. Young
James D. Young
Special Effects
Howard Jensen
Howard Jensen
Visual Effects
Ron Lambert
Ron Lambert
Stunts
Gene LeBell
Gene LeBell

Kalla Malla

Nach seinem Sieg gegen den Herausforderer Clubber Lang teilt Rocky Balboa (Sylvester Stallone) seinem Freund Apollo Creed (Carl Weathers) mit, dass er sich fürs Erste aus dem Boxsport zurückziehen möchte. Doch kurz darauf taucht bereits der Nächste auf, der Rocky zu einem Kampf auffordert: Der sowjetische Kampfkoloss Ivan Drago (Dolph Lundgren), der zwar noch recht unbekannt ist, in den USA allerdings schon zahlreiche Gegner zu Kleinholz verarbeitet hat. Als Apollo von der Herausforderung hört, sieht er darin seine Chance zu einem Comeback und provoziert Drago und seine Gefolgschaft auf einer Pressekonferenz. Obwohl Rocky seinem Freund davon abrät, steigt Apollo gegen Drago in den Ring. Der Schaukampf entwickelt sich zu einem blutigen Desaster, Apollo hat Drago nichts entgegenzusetzen und stirbt nach einer immensen Abreibung noch im Ring in Rockys Armen. Rocky schwört Rache und nimmt Drago's Herausforderung an. Der Kampf soll in der Sowjetunion ausgetragen werden. Bis es so weit ist, bleibt dem amtierenden Schwergewichtsweltmeister noch einige Zeit für ein hartes Training. In der Olympiahalle in Moskau kommt es schließlich zum Kampf des Jahrhunderts.. Als "Rocky 3" in den USA alleine knapp 40 Millionen Dollar mehr als sein Vorgänger "Rocky 2" einspielen konnte, war schnell abzusehen, wozu dies führen würde: Eine weitere Fortsetzung musste her und das im selben Zeitabstand wie die bisherigen Teile, nämlich drei Jahre später, 1985. Und obwohl vermutlich niemand damit rechnete, entwickelte sich "Rocky 4" zum erfolgreichsten Streifen der Rocky-Serie, auch wenn er näher betrachtet kaum noch mit seinen Vorgängern mithalten kann. Natürlich war "Rocky" stets Sylvester Stallone's Reihe, so dass er auch hier wieder vieles alleine auf die Beine stellte. Er schrieb das Drehbuch und führte Regie, als Produzenten traten wie gewohnt Robert Chartoff und Irwin Winkler in Erscheinung. Diese Konstellation lässt auf einiges hoffen, doch leider ist der Filmreihe mit dem vierten Auswurf endgültig der Abstieg ins Trashgenre gelungen. Überraschenderweise konnte selbst der dritte Teil noch überaus überzeugen, so dass ich davon ausging, dass mir "Rocky 4" ebenso gefallen würde. Doch Schwächen finden sich in diesem Machwerk schnell und zwar in erster Linie in Form des kaum durchdacht scheinenden Drehbuchs von Sylvester Stallone. Dass die mittlerweile 60 jährige Schauspielikone in der Lage ist, taugliche Drehbücher zu schreiben, das hat er schon des öfteren unter Beweis gestellt, doch beim vierten Teil des Rocky-Franchise gingen ihm anscheinend endgültig die Ideen aus. "Rocky 4" kann den Fans absolut nichts Neues bieten, läuft nach altem Muster ab und ist dabei überaus platt präsentiert. Rocky's Freund Apollo wird von einer unbarmherzigen Kämpfermaschine getötet, der Champ sinnt auf Rache, reist in die Sowjetunion, wo er trainiert und dem Kontrahenten schlussendlich entgegentritt. Was nicht gerade umwerfend klingt, wird innerhalb von 83 Minuten nach bekanntem Aufbau an den Mann gebracht. Dass sich die Spielzeit radikal nach unten gekürzt hat, sollte Warnung genug sein. Bereits "Rocky 3" bot dank sich ankündigendem Ideenmangels weitaus weniger Spielzeit als seine Vorgänger und wird in diesem Punkt von "Rocky 4" sogar noch übertroffen. Der Grund hierfür ist einfach erklärt. Der Film konzentriert sich nicht mehr auf seine Charaktere, wie es bei den ersten beiden Streifen der Fall war, sondern fokusiert sich auf den Schlußkampf, auf dem die gesamte Dramaturgie gestützt wird. Dabei muss man dem Werk aber zumindest zu Gute halten, dass er mit Ivan Drago einen ungemein interessanten Gegenspieler einbringt. Der russische Hühne hat schon beinahe nichts menschliches mehr an sich, sondern wirkt vielmehr wie ein aus Experimenten resultierender, gefährlicher Muskelberg. Sehr passend sind da die Trainingsszenen des Kämpfers, die parallel zu denen von Rocky gezeigt werden. Während Rocky in der eisigen Kälte der sowjetischen Einöde Baumstämme schleppt und Berge erklimmt, wird Drago in einem düsteren Labor mit Drogen vollgepumpt und auf entsprechenden Apparaturen zur Kampfmaschine gezüchtet. Fraglich ist die Botschaft, die der Streifen transportieren soll. So fragt man sich dann und wann, ob es hier nicht "Rocky vs. Drago" sondern "West vs. Ost" heißt. Der zur Zeit des kalten Krieges gedrehte Film liefert plumpe US-Propaganda: Der im Uncle Sam auftretende Strahlemann Apollo Creed wird vom finsteren Schläger aus der Sowjetunion totgeprügelt, was dieser lediglich mit den Worten "Wenn er tot ist, ist er tot" zur Kenntnis genommen wird. Die Symphatien der Zuschauer sollen auf der Seite der "guten" Amerikaner liegen, während die "bösen" Drago und sein UdSSR-Gefolge sind. Blendet man diesen Fakt aber aus, erwartet einen dadurch noch immer kein besserer Film. Die Kämpfe sind spannend und toll choreographiert wie gewohnt, doch der Rest des Films ist einfach im Schlaf vorhersehbar und läuft einfach nur noch auf den großen Kampf am Ende hinaus. Um auf eine Mindestlaufzeit zu kommen gibt es dadurch sogar einen mit Musik unterlegten Rückblick auf vergangene Momente aus alten "Rocky" Teilen, auch die Trainingssequenz wirkt deutlich gestreckt. Paulia und Adrian verfügen derweil über keinerlei Funktion mehr, sie werden kurz ins Geschehen gerückt, um dann wieder aus der Handlung gestrichen zu werden. "Rocky 4" wurde für neun (!) goldene Himbeeren nominiert, das negative Pendant zum Oscar. Von den neun Nominationen konnte der Film fünf gewinnen: Einen für Sylvester Stallone als schlechtester Schauspieler und Regisseur, desweiteren für die schauspielerische Leistung von Brigitte Nielsen und den Score von Vince DiCola. Außerdem wurden Burt Young und Talia Shire als schlechteste Schauspieler in einer Nebenrolle nominiert. Das Drehbuch lässt den Akteuren einfach keinerlei Zeit, sich zu entfalten. Dolph Lundgren war hier übrigens erstmals vor der Kamera zu sehen und erledigt seinen Job nicht grandios, aber für eine derartige Rolle mit genügend Präsenz. Mit "Rocky 4" geht der Reihe langsam aber sicher die Puste aus. Die Story lässt sich in einem Satz beschrieben und ist im Schlaf vorhersehbar, die Dramaturgie altbekannt. Den Schauspielern bilden sich kaum Chancen, ihr Talent zu zeigen. Dennoch werden all jene, die auf handgemachte Action stehen, noch immer ihren Spaß mit dem Teil haben, da die Kämpfe nach wie vor toll anzusehen sind. Kultig ist ebenso der Sountrack, zu dem die Band Survivor unter anderem das Lied Burning Heart beisteuerte. Alles in allem ist "Rocky 4" sicherlich keine Zeitverschwendung, doch Fans der vorangegangenen Teile sollten ihre Erwartungshaltung deutlich runterschrauben.

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