Der Tod kennt keine Wiederkehr


Der Tod  kennt keine Wiederkehr

Übersicht:

Privatdetektiv Philip Marlowe bringt seinen Freund Terry Lennox über die Grenze nach Mexiko. Wieder zuhause wird er von der Polizei als vermeintlicher Fluchthelfer verhaftet, denn Lennox soll seine Frau ermordet haben. Der Versuch, Lennox Unschuld zu beweisen, wird durch dessen angeblichen Selbstmord nicht eben erleichtert. Und je tiefer Marlowe in das mysteriöse Geschehen eindringt, desto mehr gerät er selbst in Gefahr.

Stimmen 135 (7,2/10)

Laufzeit: 113 Minuten

Release-Datum 1973-03-07

Budget: $1,700,000.00

Umsatz: $959,000.00

Produktionsfirma:

  • Lions Gate Films
  • E-K-Corporation

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Thriller
  • Krimi
  • Drama
  • Mystery

Weitere Informationen

Philip Marlowe
Elliott Gould
Elliott Gould
Eileen Wade
Nina van Pallandt
Nina van Pallandt
Roger Wade
Sterling Hayden
Sterling Hayden
Marty Augustine
Mark Rydell
Mark Rydell
Harry
David Arkin
David Arkin
Morgan
Warren Berlinger
Warren Berlinger
Terry Lennox
Jim Bouton
Jim Bouton
Dr. Verringer
Henry Gibson
Henry Gibson
Jo Ann Eggenweiler
Jo Ann Brody
Jo Ann Brody
Mabel
Jack Knight
Jack Knight
Pepe
Pepe Callahan
Pepe Callahan
Vince
Vincent Palmieri
Vincent Palmieri
Jeffe
Enrique Lucero
Enrique Lucero
Doktor
Pancho Córdova
Pancho Córdova
Dave 'Socrates' (uncredited)
David Carradine
David Carradine
Hood in Augustine's office
Arnold Schwarzenegger
Arnold Schwarzenegger
Producer
Elliott Kastner
Elliott Kastner
Producer
Jerry Bick
Jerry Bick
Director
Robert Altman
Robert Altman
Novel
Raymond Chandler
Raymond Chandler
Original Music Composer
John Williams
John Williams
Editor
Lou Lombardo
Lou Lombardo
Screenplay
Leigh Brackett
Leigh Brackett
Screenplay
Raymond Chandler
Raymond Chandler
Director of Photography
Vilmos Zsigmond
Vilmos Zsigmond
Costume Design
Marjorie Wahl
Marjorie Wahl
Costume Design
Kent James
Kent James
Makeup Artist
Bill Miller
Bill Miller
Sound Engineer
John Speak
John Speak

Kalla Malla

Los Angeles: Privatdetektiv Philip Marlowe (Elliott Gould) ist mal wieder ziemlich unten – der Kühlschrank ist leer, die Mädchen in der Nachbarschaft kiffen nackt auf der Terrasse und im Supermarkt gibt es in dieser Nacht nicht die Sorte Dosenfutter, die seine Katze als einzige mag. Wieder Zuhause besucht ihn überraschend sein Freund Terry Lennox (John Bouton), die Spuren eines Kampfes im Gesicht. Terry, der von einer Auseinandersetzung mit seiner steinreichen Ehefrau Sylvia berichtet, bittet Marlowe, ihn bei Tijuana an die Grenze nach Mexiko zu bringen. Als der Privatdetektiv von dort zurückkehrt, wird er prompt verhaftet, denn Sylvia Lennox wurde ermordet. Terry gilt selbst als Hauptverdächtiger und Marlowe wird der Beihilfe zum Mord beschuldigt. Aber nach drei nervenaufreibenden Tagen voller Verhöre durch Detective Farmer (Stephen Coit), indessen Marlowe beharrlich schweigt, kommt er wieder auf freien Fuß. Terry Lennox habe in Otatoclan, Mexiko, Selbstmord begangen, heißt es in den Tageszeitungen, der Fall sei abgeschlossen. Während Marlowe seine Zweifel plagen, beauftragt ihn Eileen Wade (Nina van Pallandt) damit, ihren exzentrischen und alkoholabhängigen Mann, den einstmals berühmten Schriftsteller Roger Wade (Sterling Hayden), zu suchen. Zugfällig wohnt das begüterte Paar in der Malibu Colony, wo auch Marlowes Freund Terry und dessen Frau Sylvia residierten. Seitdem Ehegatte Roger Wade als Schriftsteller nichts mehr zustandebringt, trinkt er haltlos und verschwindet immer wieder. Marlowe spürt Wade im Sanatorium des fragwürdigen Dr. Verringer (Henry Gibson) auf und macht dort auch Bekanntschaft mit dem Gangsterboss Marty Augustine (Mark Rydell), für den sein Freund Lennox gearbeitet zu haben scheint. Und auch für Eileen Wade war Lennox offenbar kein Unbekannter. Als schliesslich Gangster Marty Augustine 350.000 Dollar von ihm verlangt, wird Marlowe klar, dass er in eine Falle geraten ist... Robert Altman inszenierte die Raymond Chandler-Verfilmung »Der Tod kennt keine wiederkehr« (»The Long Goodbye«) als modernen Film Noir, mit Elliott Gould in der Rolle des berühmten Privatdetektivs Philip Marlowe. Die freizügigen Änderungen, die Altman und sein Drehbuchautor Leigh Brackett (Autor des klassischen Noir »Tote schlafen fest«, 1946) an der Vorlage vornahmen, und die selbstreflexive Ironie, mit der er das Genre und seine Klischees betrachtet, führten dazu, dass sein Film bei Publikum und Kritik geradezu feindselig aufgenommen wurde und schnell aus den Kinos verschwand. Auch eine Wiederaufführung, in der man den Film nicht mehr als Krimi, sondern als Arthouse verkaufte, funktionierte nicht. Er ist bis heute nicht sonderlich beliebt. Dabei handelt es sich hier um einen der unterhaltsamsten Altmans und einen der besten Neo Noirs überhaupt. Es sind vor allem die Bilder von Kameramann Vilmos Zsigmond und die Darstellung von Elliott Gould, die im Gedächtnis bleiben. Gould spielt den Marlowe als wandelnden Anachronismus. Sein klassisches Outfit ( er legt nie seine Krawatte ab) und das Kettenrauchen gehören eindeutig in die Filme der 40er, sein ständiges Gebrabbel mit sich selbst und der skurrile Humor dagegen würde man nicht bei Humphrey Bogart finden, der sich wahrscheinlich einen Dreck darum scheren würde, was seine Katze zu essen bekommt. Nach seiner Verhaftung sitzt er auf dem Polizeirevier und sagt: »Ist das die Stelle, an der ich frage, warum Sie mich das fragen, und Sie dann sagen: Schnauze, ich stelle hier die Fragen?«. Das ist nur ein Beispiel, wie Altman die Konventionen des Genres ständig auf die Schippe nimmt, um ihnen dann trotzdem zu folgen. Dazu gehören auch die für Altman typisch improvisierten Dialoge und das Überlappen von Texten. In einer Nebenrolle spielt Sterling Hayden, Veteran vieler großer Noirs wie »The Killing« (1956), einen versoffenen Schriftsteller als Hemingway-Parodie, und Regisseur Mark Rydell gibt einen originellen Gangster ab, der eine Cola-Flasche im Gesicht seiner Geliebten zerschmettert, um Marlowe zu zeigen, dass mit ihm nicht zu Spaßen ist. »The Long Goodbye« lautet nicht nur der Originaltitel, sondern auch der schmachtende Song, der für den Film komponiert wurde, und Altman hat eine diebische Freude daran, ihn an jeder passenden und unpassenden Stelle einzuspielen - aus dem Autoradio, als Fahrstuhlmusik oder im Supermarkt. Marlowe wird von dieser Melodie geradezu verfolgt. Der Plot selbst ist raffiniert konstruiert, doch Altman selbst sagte , dass er den Zuschauer dahin bekommen wolle, mehr über das Schicksal von Marlowes Katze nachzugrübeln als über die verbrecherischen Machenschaften seiner Charaktere. Kein Wunder, dass die Puristen da die Nase rümpfen. Wer aber offen genug ist, eine Dekonstruktion des Genres zu akzeptieren, wird viele der klassischen Stilmittel wiedererkennen. Altmans radikaler Umgang mit den Konventionen ist so viel intelligenter (und komischer) als die bloße Rekreation der Noir-Posen, wie sie etwa in Filmen wie De Palmas »Black Dahlia« (2006) stattfindet, wo alle Figuren mit Zigarettenspitzen umherlaufen, doppeldeutige Bemerkungen machen und unentwegt Schatten durch Jalousien fallen. Das ist leider todlangweilig und bietet nichts anderes als einen "Ich hab's verstanden"-Effekt. Altman gelingt hingegen ein ebenso eigenständiges wie eigenwilliges Filmerlebnis mit persönlichem Stempel. In der besten Sequenz rennt Marlowe nachts durch die Straßen Hollywoods, um seine Auftraggeberin einzuholen, die mit dem Wagen die Stadt verlassen will. Die Lösung des Falles liegt direkt vor seiner Nase, die Femme Fatale aber bleibt unerreichbar. Mehr Noir geht gar nicht. Neben der überragenden Leistung von Elliot Gould sei noch auf die Winzigrolle eines österreichischen Muskelbergs aka ehemaligen kalifornischen Gouverneurs hingewiesen, der als Bodyguard durch Vilmos Zsigmond wunderbare Bildkompositionen stakst. Fazit: Großartige Hommage an Hollywoods "Schwarze Serie" - mit einem Ende, das so kontrovers wie provokativ ist!

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Stimmen 166 (6,7/10)
Release-Datum 15.09.1989

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Stimmen 1267 (7,2/10)
Release-Datum 19.10.2007

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Stimmen 3322 (6,3/10)
Release-Datum 20.12.2012

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Stimmen 1541 (6,3/10)
Release-Datum 20.08.2014

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Stimmen 2225 (7,7/10)
Release-Datum 15.12.1995

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Stimmen 441 (6,3/10)
Release-Datum 10.04.2008

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Stimmen 75 (5,8/10)
Release-Datum 26.06.1992

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Release-Datum 16.01.1998

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Stimmen 534 (7,3/10)
Release-Datum 03.06.1992

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Stimmen 747 (7,4/10)
Release-Datum 21.12.1971

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Stimmen 203 (7,7/10)
Release-Datum 11.10.1944

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Stimmen 1239 (6,4/10)
Release-Datum 12.03.2004

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Stimmen 2620 (7,3/10)
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Release-Datum 22.09.1995

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Release-Datum 12.07.1988

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Stimmen 523 (8/10)
Release-Datum 24.04.2003

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Release-Datum 09.10.2015

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Stimmen 1364 (6,3/10)
Release-Datum 13.08.2014

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Stimmen 296 (7,6/10)
Release-Datum 23.08.1946

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