Endstation Sehnsucht


Endstation Sehnsucht

Übersicht:

Die kultivierte, aber labile Lehrerin Blanche sucht Unterschlupf bei ihrer Schwester Stella im schwülen New Orleans. Sie will ihre Vergangenheit vergessen. Als Blanche den schüchternen Mitch kennen lernt, träumt sie sogar von einem neuen gemeinsamen Leben mit ihm. Doch Stellas brutaler Ehemann Stanley Kowalski, ein polnischer Einwanderer, bedrängt Blanche zusehends, bis ihre Auseinandersetzungen schließlich in einer Katastrophe enden...

Stimmen 277 (7,6/10)

Laufzeit: 122 Minuten

Release-Datum 01.12.1951

True

Budget: $1,800,000.00

Umsatz: $8,000,000.00

Produktionsfirma:

  • Charles K. Feldman Group
  • Warner Bros.

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Drama

Weitere Informationen

Blanche DuBois
Vivien Leigh
Vivien Leigh
Stanley Kowalski
Marlon Brando
Marlon Brando
Stella Kowalski
Kim Hunter
Kim Hunter
Harold Mitchell
Karl Malden
Karl Malden
Steve
Rudy Bond
Rudy Bond
Pablo Gonzales
Nick Dennis
Nick Dennis
Eunice
Peg Hillias
Peg Hillias
A Collector
Wright King
Wright King
A Doctor
Richard Garrick
Richard Garrick
The Matron
Ann Dere
Ann Dere
The Mexican Woman
Edna Thomas
Edna Thomas
A Sailor
Mickey Kuhn
Mickey Kuhn
Foreman (uncredited)
Mel Archer
Mel Archer
Giggling Woman with Eunice (uncredited)
Marietta Canty
Marietta Canty
Passerby (uncredited)
John George
John George
Policeman (uncredited)
Lyle Latell
Lyle Latell
Passerby (uncredited)
Charles Wagenheim
Charles Wagenheim
Vendor (uncredited)
Buck Woods
Buck Woods
Minor Role (uncredited)
Dahn Ben Amotz
Dahn Ben Amotz
Director
Elia Kazan
Elia Kazan
Theatre Play
Tennessee Williams
Tennessee Williams
Screenplay
Tennessee Williams
Tennessee Williams
Screenplay
Oscar Saul
Oscar Saul
Producer
Charles K. Feldman
Charles K. Feldman
Original Music Composer
Alex North
Alex North
Director of Photography
Harry Stradling Sr.
Harry Stradling Sr.
Editor
David Weisbart
David Weisbart
Art Direction
Richard Day
Richard Day
Set Decoration
George James Hopkins
George James Hopkins
Makeup Artist
Gordon Bau
Gordon Bau
Sound Designer
C.A. Riggs
C.A. Riggs
Hairstylist
Ray Forman
Ray Forman
Makeup Artist
Otis Malcolm
Otis Malcolm
Assistant Director
Don Alvarado
Don Alvarado
Construction Coordinator
Donald P. Desmond
Donald P. Desmond
Boom Operator
Francis E. Stahl
Francis E. Stahl
Sound
Nathan Levinson
Nathan Levinson
Orchestrator
Maurice De Packh
Maurice De Packh
Music Director
Ray Heindorf
Ray Heindorf
Assistant Director
John Prettyman
John Prettyman
Supervising Art Director
Bertram Tuttle
Bertram Tuttle

Kalla Malla

Blanche DuBois, eine psychisch labile Schönheit aus den US-amerikanischen Südstaaten, erlebt die Auflösung ihrer Familie und die Versteigerung des einstmals stolzen Familienbesitzes Belle Rêve (fr. »Schöner Traum«). Als sie auch noch ihre Arbeit als Lehrerin verliert, besucht sie verzweifelt ihre Schwester Stella, die in New Orleans lebt. Stella ist ihrem Ehemann, dem Arbeiter Stanley Kowalski, der als Sohn polnischer Einwanderer von Blanche unverhohlen verachtet wird, sexuell verfallen. Blanches kultiviertes, aber leicht affektiertes Verhalten und die Betonung ihrer vornehmen Herkunft wirken wie ein rotes Tuch auf Kowalski. Es entstehen in den beengten Wohnverhältnissen schnell Spannungen. Schließlich kommt es vor allem wegen Blanches Missverhältnis zwischen Realität und Illusion zur Katastrophe... Zum Film »Endstation Sehnsucht« muss man nicht mehr viel sagen. Er ist eine der besten Literaturverfilmungen aller Zeiten. Tennessee Williams' bittere Geschichte der nervösen und zerbrechlichen Südstaaten-Schönheit Blanche Dubois (Vivien Leigh), die nach Pleite, Zusammenbruch und tragischen Vorfällen bei ihrer Schwester Stella (Kim Hunter) in New Orleans Heil und Hilfe sucht, aber in ihrem Schwager ein Gegenüber (Marlon Brando) von so animalischer emotionaler Brutalität findet, dass sie am Ende nach zahllosen Demütigungen und einer Vergewaltigung in einer Heilanstalt landet, wurde von Meisterregisseur Elia Kazan in beunruhigende, bedrückende Schwarz-Weiß-Bilder getaucht. Die klaustrophobische Enge der kleinen Wohnung, in der sich das Drama abspielt, fängt Kazan genial ein. Der Film wird untermalt von Alex Norths aufregendem Jazz-Score und lebt von den grandiosen Darstellerleistungen, allen voran Vivien Leigh, an deren Interpretation seitdem niemand heranreichen konnte, und die verdientermaßen einen Oscar erhielt. Brando, der mit diesem Film seinen Durchbruch schaffte, sprengt förmlich die Leinwand bzw. den Bildschirm mit seiner physischen Präsenz. Sein oft unverständliches Gemurmel des Dialogs wurde zum Markenzeichen. Auch seine Darstellung bleibt bis heute unerreicht. Der Moment, in dem Brando mit zerrissenem T-Shirt nach seiner Frau Stella schreit, ist für immer in die Filmgeschichte eingegangen. Große Filmkunst! Doch das »Endstation Sehnsucht« wirklich gedreht wurde, war damals nicht ganz so einfach. Zu einer Zeit, in der Hollywood noch unter dem Diktat des berüchtigten »Production Code« stand, war die Verfilmung von Tennessee Williams' Bühnenerfolg, in der eine Vergewaltigung die Schlüsselszene des Stückes ist, für das Studio Warner Bros. ein heikles Unterfangen. So musste Williams u.a. für die Filmfassung einen neuen Schluss schreiben. Trotzdem bekam das Studio kurz vor der Premiere Angst vor der eigenen Courage, da Demonstrationen und ein Bann durch die Moralapostel der katholischen Kirche, die einflussreiche »Legion of Decency«, befürchtet wurden. Ein Dutzend Szenen und Dialoge fielen der Schere zum Opfer. 1989 wurde das Schnittmaterial in einer falsch beschrifteten Filmdose wieder gefunden. So kam der Filmklassiker 1993, 42 Jahre nach seiner Premiere, doch noch in der ursprünglichen Fassung in die US-Kinos. Fazit: Brillante Theaterverfilmung mit ebensolchen Darstellern. Das war und ist auch heute noch echtes Kino, voller Leidenschaft und Sehnsüchte, bis hin zur »Endstation«.

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Release-Datum 26.06.2015

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Release-Datum 16.10.2013

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