Charlie und die Schokoladenfabrik


Charlie und die Schokoladenfabrik

Übersicht:

Charlie, Sohn einer armen Wäscherin, verbringt sein Dasein hauptsächlich in einer Traumwelt aus Schokolade. Die wird Realität, als sein Nachbar Willy Wonka, Kopf des berühmten Wonka-Schokoladen-Imperiums, einen Wettbewerb ausruft. Zusammen mit vier anderen Kindern gewinnt Charlie dabei einen Besuch in Willy Wonkas Schokoladenfabrik. - Verfilmung des großartigen Kinderbuchs von Roald Dahl.

Stimmen 805 (7,4/10)

Laufzeit: 100 Minuten

Release-Datum 25.12.1971

True

Budget: $3,000,000.00

Umsatz: $4,000,000.00

Produktionsfirma:

  • Paramount Pictures
  • David L. Wolper Productions

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Familie
  • Fantasy

Weitere Informationen

Willy Wonka
Gene Wilder
Gene Wilder
Grandpa Joe
Jack Albertson
Jack Albertson
Charlie Bucket
Peter Ostrum
Peter Ostrum
Mr. Henry Salt
Roy Kinnear
Roy Kinnear
Violet Beauregarde
Denise Nickerson
Denise Nickerson
Mr. Sam Beauregarde
Leonard Stone
Leonard Stone
Veruca Salt
Julie Dawn Cole
Julie Dawn Cole
Mrs. Teevee
Nora Denney
Nora Denney
The Tinker
Peter Capell
Peter Capell
Computer Scientist
Tim Brooke-Taylor
Tim Brooke-Taylor
Oompa Loompa
Marcus Powell
Marcus Powell
Oompa Loompa
Rusty Goffe
Rusty Goffe
Mr. Teavee
Michael Goodliffe
Michael Goodliffe
Mr. Gloop
Kurt Großkurth
Kurt Großkurth
Oompa Loompa
Malcolm Dixon
Malcolm Dixon
Mike Teevee
Paris Themmen
Paris Themmen
Mrs. Gloop
Ursula Reit
Ursula Reit
Augustus Gloop
Michael Boliner
Michael Boliner
Mrs. Bucket
Diana Sowle
Diana Sowle
Bill, Candy Shop Owner
Aubrey Woods
Aubrey Woods
Mr. Turkentine
David Battley
David Battley
Henrietta Salt
Pat Coombs
Pat Coombs
Mr. Slugworth
Günter Meisner
Günter Meisner
Mr. Jopeck
Werner Heyking
Werner Heyking
Winkelmann
Peter Stewart
Peter Stewart
Grandma Josephine
Franziska Liebing
Franziska Liebing
Grandma Georgina
Dora Altmann
Dora Altmann
Grandpa George
Ernst Ziegler
Ernst Ziegler
Stanley Kael
Stephen Dunn
Stephen Dunn
Auctioneer
Frank Delfino
Frank Delfino
Oompa Loompa
Rudy Borgstaller
Rudy Borgstaller
Oompa Loompa
George Claydon
George Claydon
Oompa Loompa
Ismed Hassan
Ismed Hassan
Oompa Loompa
Norman McGlen
Norman McGlen
Oompa Loompa
Angelo Muscat
Angelo Muscat
Marcus Powell
Albert Wilkinson
Albert Wilkinson
Screenplay
Roald Dahl
Roald Dahl
Novel
Roald Dahl
Roald Dahl
Original Music Composer
Walter Scharf
Walter Scharf
Director
Mel Stuart
Mel Stuart
Producer
Stan Margulies
Stan Margulies
Producer
David L. Wolper
David L. Wolper
Director of Photography
Arthur Ibbetson
Arthur Ibbetson
Editor
David Saxon
David Saxon
Costume Design
Helen Colvig
Helen Colvig
Special Effects
Logan Frazee
Logan Frazee
Production Manager
Pia Arnold
Pia Arnold
Unit Production Manager
Renate Neuchl
Renate Neuchl
Sound Designer
Karsten Ullrich
Karsten Ullrich
Original Music Composer
Leslie Bricusse
Leslie Bricusse

Kalla Malla

Der kleine Charlie Bucket (Peter Ostrum) wohnt mit seiner armen Familie in einem winzig kleinen Häuschen. Das Geld, das die Familie bekommt, reicht gerade für das Nötigste. Dafür sind die Bucket's aber die nettesten und gütigsten Menschen, die man sich nur vorstellen kann. Charlie läuft jeden Tag staunend an der riesigen Schokoladenfabrik Willy Wonka's (Gene Wilder) vorbei. Diese wurde seit 15 Jahren von keiner Menschenseele mehr betreten, da Spione dem exzentrischen Besitzer damals die wertvollen Rezepte für die einzigartigen Wonka-Süßigkeiten geklaut und an die Konkurenz verkauft haben. Seither betreibt Willy Wonka die riesige Fabrik allem Anschein nach ganz alleine. Eines Tages verbreitet sich das Gerücht, dass Willy Wonka fünf Kinder in seine Fabrik einladen möchte. Um die glücklichen Gewinner auszulosen, werden irgendwo in der Welt fünf goldene Eintrittskarten in x-beliebigen Willy Wonka Schokoladentafeln versteckt. Natürlich finden sich schnell die ersten Gewinner, so werden Charlie's Hoffnungen, auch eine goldene Eintrittskarte zu erhalten, von Tag zu Tag geringer. Hinzu kommt noch, dass er sich aufgrund der finanziellen Not der Familie keine Schokolade leisten kann. Seine Großeltern, die den kleinen Charlie trösten wollen, kaufen ihm zu seinem Geburtstag aber dennoch eine Tafel Willy Wonka Schokolade - leider ohne Erfolg. Erst einige Tage später, als Charlie in einem Gully ein blitzendes Geldstück findet und von diesem eine Schokoladentafel kauft, geschieht das Unfassbare: Er findet tatsächliche eine der heißbegehrten Eintrittskarten. Jedes der fünf Kinder darf eine Begleitperson in die Fabrik mitnehmen, Charlie's Wahl fällt dabei auf seinen Großvater Joe (Jack Albertson). Einige Tage später ist es schon so weit. Willy Wonka öffnet seine Tore und lässt die glücklichen Eintrittskartenbesitzer, sowie deren Begleitpersonen in die Fabrik eintreten. Was diese jedoch im Inneren erwartet, übersteigt all ihre Vorstellungen. Es ist eine unbeschreiblich schöne Welt voller Zauber, Faszination und natürlich reichlich Schokolade, in der alle Träume wahr werden.. Nach der großartigen Neuadaption des Stoffes von Tim Burton war ich äußerst gespannt, was die Originalversion aus dem Jahre 1971 für mich bereithalten würde. Insgeheim rechnete ich mit einem bereits etwas angestaubten Kinderfilm, der der Neuverfilmung nicht das Wasser reichen könnte, doch dieser Gedanke erwies sich später als unangebracht. Wie ich kurz darauf herausfinden sollte, wird hier die exakt gleiche Geschichte erzählt, mit dem kleinen Unterschied, dass der Originalfilm ein Musikal ist. Hierbei handelt es sich im Übrigen um eine Buchverfilmung des gleichnamigen Romans von Roald Dahl. Zwar konnte "Charlie und die Schokoladenfabrik" damals an den Kinokassen nicht ganz die erwarteten Summen einspielen, doch dafür kam dem Film im Nachhinein noch der verdiente Ruhm zu. In den folgenden Jahren fand der Streifen dann nämlich immer mehr Absatz und mauserte sich bis heute zu einem der beliebtesten Kinderfilme aller Zeiten. Was ich zu aller erst loben muss, ist die wunderschöne Musik im Film. Es wird viel gesungen, deshalb ist der Film nichts für Musikalhasser, doch wer sich darauf einlässt, wird mit traumhaften Texten und eingängigen Klängen belohnt werden. Selbstverständlich ist hier nicht permanent Musik zu hören, deshalb kann die Bezeichnung "Musikal" unter Umständen etwas irreleitend sein. Dennoch, ohne die wundervöllen Songs wäre "Charlie und die Schokoladenfabrik" einfach nicht das Selbe. Alleine schon "Pure Imagination", das von Gene Wilder gesungen wird, während die Besucher zum ersten Mal seine Fabrik betreten, rechtfertigt den Kauf. Dabei wären wir schon wieder an einem erwähnenswerten Punkt angelangt, denn die Lieder werden alle von den jeweiligen Darstellern persönlich vorgetragen. Das Tempo des Films schreitet zuerst langsam voran, es dauert gute 45 Minuten, bis die Gewinner der fünf goldenen Tickets zusammen mit ihren Begleitpersonen Wonka's Fabrik betreten dürfen. Das jedoch heißt nicht, das zuvor gähnende Langeweile herrscht, im Gegenteil. Die Zeit wird sinnvoll genutzt, um die wichtigsten Charaktere vorzustellen, was auf eine überaus humorvolle Weise von statten geht. Während Charlie die Verkörperung des perfekten Kindes ist, gutherzig, wohlerzogen und artig, sind die vier anderen Gewinner scheußliche Plagegeister. Ihre größeren und kleineren Macken sind lustig dargestellt und verleihen jeder Figur eine eigene Persönlichkeit, so dass man auch im späteren Film noch einen guten Überblick über die verschiedenen Personen hat. Obwohl die humorvolle, warmherzige und kindgerecht aufbearbeite Aufmachung der ersten Dreiviertelstunde durchaus Spaß macht, sind die Höhepunkte des Films natürlich die Momente in Willy Wonka's Schokoladenfabrik. Was man hier zu sehen bekommt, ist pures Eyecandy und lässt vergessen, dass man sich gerade einen Film aus dem Jahre 1971 ansieht. Die Szene, in der die Kinder das kunterbunte Schlaraffenland betreten gehört zum Bezauberndsten, was das Fantasygenre zu bieten hat. In einem riesigen Raum ergießt sich ein Wasserfall aus Schokolade, der in einem breiten Schokofluß mündet, wachsen hunderte verschiedene Sorten von Schokolade und anderen Süßigkeiten aus dem Boden und auf Bäumen und bieten einen Anblick aus tausend verschiedenen Farben, die zu einem großen, faszinierenden Ganzen verschmelzen. Auch die vielen anderen Räume, in die die Tour durch die Fabrik noch führt, laden zum Lachen und Träumen ein, insbesondere ein Raum voller Seifenblasen, in dem man, leicht wie ein Vogel, durch die Luft fliegen kann. Von der effekttechnischen Seite her betrachtet ist Wonka's Fabrik ein echtes Highlight und sieht auch heute noch sehr faszinierend aus. Die Darsteller, allen voran Gene Wilder, spielen überragend. Allerdings kann ich nicht sagen, ob mir nun Wilder oder Johnny Depp in der Rolle des Winky Wolla besser gefallen hat, denn beide haben ihre Vorzüge. Während Depp seinen Wonka sehr viel verrückter rüberbringt, ist es bei Wilder sein tolles Lächeln und seine Gesangskünste, die einen sofort in ihren Bann ziehen. Sowohl die Kinderdarsteller, als auch Jack Albertson als Charlie's Opa sind weitere gute Gründe, sich diesen Film schnellstmöglich anzusehen. Obwohl von den Kids damals keiner Schauspielerfahrung hatte und der Deutsche Michael Bollner noch nicht einmal Englisch sprach, bringen alle ihre Rollen fabelhaft rüber. Fazit: Ich habe es in meinem Review aus gutem Grund vermieden, andauernd vergleiche mit Tim Burton's Remake anzusetzen, denn es ist klar, dass Mel Stuart seinerzeit weitaus weniger Budget zur Verfügung stand. Das Überraschende ist jedoch, dass es bei einem direkten Vergleich weder Gewinner, noch Verlierer geben würde, denn beide Filme sind in ihrer Machart hervorragend. Der 71er - Charlie konnte mich dabei zu jeder einzelnen Sekunde verzaubern, womit ich im Voraus nicht gerechnet hätte. Was wir hier haben ist ein herzerwärmender, wundervoller und unterhaltsamer Film für Kinder & Erwachsene, an dem beide gleichermaßen ihren Spaß haben werden. Die grandiosen Effekte und die wunderschönen Lieder ziehen einfach jeden in ihren Bann, egal ob jung oder alt, und sind auch in 50 Jahren noch zeitlos. Ein absoluter Klassiker.

Michael

Sein Alter von 35 Jahren sieht man Mel Stuarts Version von „Charlie und die Schokoladenfabrik“ zwar an, trotzdem ist der Film auch heute noch gelungene Unterhaltung. Gene Wilder (Blazing Sadles) spielt Willy Wonka ähnlich schräg wie es Johnny Depp (Fluch der Karibik) in der Neuverfilmung von 2005 macht und auch die Ausstattung der Fabrik braucht sich nicht hinter der modernen Variante verstecken. Mit viel Lieben haben die Set-Designer schon 1971 eine verspielte Fabrik geschaffen, in der es an jeder Ecke etwas neues zu entdecken gibt und so macht es auch nicht, dass man zum Beispiel erkennen kann, dass einige riesen Bonbons aufgeblasene Luftballons sind. Es gibt sogar Dinge die mir in der 1971’er-Version besser gefallen haben als in der „Tim Burton“-Verfilmung und zwar die Oompa Loompas. Verwendet Tim Burton für die Oompa Loompas einen einzigen Schauspieler, sind in der auf ARTE gezeigten ersten Verfilmung mehrere Schauspieler die Oompa Loompas. Für mich gewannen die kleinen Helfer dadurch mehr Individualität. Insgesamt betrachtet ist also auch die hier besprochene Version absolut sehenswert. Genauso bunt und schräg wie die Neuverfilmung und mit einem großartigen Gene Wilder als Willy Wonka besetzt wundert es mich ein wenig, dass der Film bisher noch nie im deutschen Fernsehen zu sehen war. Mit jedenfalls bereitete der Film einen schönen Fernsehabend und ich würde mir „Willy Wonka & die Schokoladenfabrik“, so ja der etwas verwirrende Name, immer wieder ansehen. [Sneakfilm.de]

Charlie und die Schokoladenfabrik
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Stimmen 3634 (6,7/10)
Release-Datum 13.07.2005

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Stimmen 251 (7,3/10)
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