Swimming Pool


Swimming Pool

Übersicht:

Die gefeierte britische Krimiautorin Sarah Morton ist trotz ihrer Erfoge in einer Schaffenskrise gelandet, weswegen sie das Angebot ihres Verlegers Bosload annimmt, einige Wochen in dessen Haus in Südfrankreich auszuspannen. In der Naturidylle scheint sich auch die drohende Schreibblockade abzuwenden, als Bosloads uneheliche 19jährige Tochter Julie ins Haus stolpert, die sich vor dem nächsten Job ebenfalls etwas erholen will. Die unterkühlte Autorin und die lässig-lockere Teenagerin vertragen sich auch prompt gar nicht miteinander, denn Sarah fühlt sich in ihrer Ruhe gestört und Julie bringt nicht nur das Haus in Unordnung, sondern auch andauernd neue Männer mit nach Hause. Dennoch übt ihre lolitahaft-laszive Offenheit auch bei Sarah Veränderungen aus, ihre gefühlsmäßige Arktis zerbröselt und als sie Julies Tagebuch liest und ihre Geschichte hört, kommt ihr eine ganz neue Idee für einen Roman wider ihren sonstigen Büchern.

Stimmen 154 (6,5/10)

Release-Datum 17.08.2003

True

Budget: $7,800,000.00

Umsatz: $22,441,323.00

Produktionsfirma:

  • France 2 Cinéma
  • Canal Plus
  • Fidélité Productions
  • Gimages
  • FOZ
  • Headforce Ltd.

Produktionsland:

  • France
  • United Kingdom

Genres:

  • Thriller
  • Krimi

Anhänger

Weitere Informationen

Sarah Morton
Charlotte Rampling
Charlotte Rampling
Julie
Ludivine Sagnier
Ludivine Sagnier
John Bosload
Charles Dance
Charles Dance
Franck
Jean-Marie Lamour
Jean-Marie Lamour
Marcel
Marc Fayolle
Marc Fayolle
Marcel's Daughter
Mireille Mossé
Mireille Mossé
First Man
Michel Fau
Michel Fau
Second Man
Jean-Claude Lecas
Jean-Claude Lecas
Waitress at Cafe
Emilie Gavois-Kahn
Emilie Gavois-Kahn
Old Man
Erarde Forestali
Erarde Forestali
Director
François Ozon
François Ozon
Screenplay
François Ozon
François Ozon
Author
Emmanuèle Bernheim
Emmanuèle Bernheim
Producer
Timothy Burrill
Timothy Burrill
Line Producer
Christine De Jekel
Christine De Jekel
Producer
Olivier Delbosc
Olivier Delbosc
Producer
Marc Missonnier
Marc Missonnier
Original Music Composer
Philippe Rombi
Philippe Rombi
Director of Photography
Yorick Le Saux
Yorick Le Saux
Editor
Monica Coleman
Monica Coleman
Casting
Antoinette Boulat
Antoinette Boulat
Art Direction
Wouter Zoon
Wouter Zoon
Set Decoration
Brice Blasquez
Brice Blasquez
Screenplay
Emmanuèle Bernheim
Emmanuèle Bernheim

Kalla Malla

Sarah Morton (Charlotte Rampling) ist eigentlich eine erfolgreiche Schriftstellerin in England und sollte mit ihrem Leben zufrieden sein. Von Depressionen geplagt leidet sie unter einer schweren Schreibblockade. Ihr Verleger John Bosload (Charles Dance) macht ihr daher ein Angebot, dass sie dankend annimmt und verbringt den ganzen Sommer in dessen Villa in Frankreich, um dort von der Muse geküsst zu werden. Doch schon am Tag nach ihrer Ankunft, trifft sie auf die resolute Julie (Ludivine Sagnier). Diese sagt, sie wäre Johns Tochter und nistet sich in dem Landhaus ein, was Sarah zunächst gegen den Strich geht. Nach und nach merkt sie aber, wie sie durch Julie inspiriert wird und wird immer mehr in das Leben der jungen Frau, die jede Nacht mit einem anderen Mann schläft, hineingezogen. Eines Abends bringt Julie den Kellner Franck (Jean-Marie Lamour) mit nach Hause. Als dieser allerdings mehr an Sarah als an ihr interessiert ist und Julie deshalb einen Korb gibt, wird es gefährlich für Sarah, bei der sich die Grenzen zwischen ihrer Realität, ihrer Phantasie und der Handlung ihres Buches immer mehr verwischen... Wenn zum ersten Mal das Schwimmbecken zu sehen ist, dann liegt sein tiefblauer Inhalt verborgen unter einer schwarzen Folie, die in der Sonne glänzend auf dem Wasser treibt. So, wie diese Plane die Wasseroberfläche verdeckt, sind, so scheint es, auch die Dinge, die im Verlauf einiger weniger Tage an diesem Sommerhaus in der französischen Provence vor sich gehen, selbst unter einer undurchdringlichen Oberfläche verborgen. Immer wieder gerät der titelgebende Swimmingpool ins Bild. Ein Geheimnis scheint in ihm zu liegen – aber bald schon wird klar: Da ist nichts. Glatt liegt die Wasseroberfläche in der glühenden Sommersonne. Spiegelungen sind es, die in einem doppelten Sinne eine zentrale Rolle spielen in François Ozons Thriller. Auf der Ebene des Bildes sind es die stets wiederkehrenden Wandspiegel, das Glas der Fenster oder eben die Oberfläche des Pools, in der sich die Figur der britischen, in die Jahre gekommenen Kriminalschriftstellerin Sarah Morton, die alleine für ein paar Tage das Ferienhaus ihres Verlegers bewohnt, buchstäblich spiegelt. Auf einer übertragenen Ebene ist es ihr alter ego, der projizierte »Andere«, der all die unterdrückten Seiten der eigenen Identität zu verkörpern scheint: Julie, die Tochter ihres Verlegers, die reichlich unerwartet auftaucht und die Idylle der Abgeschiedenheit zu stören beginnt – bis Sarah in ihr eine Projektionsfläche der eigenen Phantasien entdeckt, ihrer literarischen wie jenen ihrer eigenen Existenz. Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten – erweist sich doch die pubertierende Julie als männerfressende Amazone, die sich offenherzig nimmt, was sie bekommt. Das klingt wie eine schwülstige Altherrenphantasie, und rundheraus gesagt: Es ist auch eine. Trotz eines Twists, einer überraschenden Wendung am Ende, bleibt unterm Strich eine recht spekulative Fabel, die zudem unter ihren grundunsympathischen Figuren leidet. Ozon verdoppelt die Position des Betrachters: In der Weise, wie Sarah Julie mit voyeuristischer Neugier beobachtet, und der Beobachtung, die im Blick des Zuschauers liegt. Im Gegenüber des Anderen all das zu sehen, was man selbst gerne wäre: Sei es der unsichtbare Voyeur, sei es die hedonistische, allein der eigenen Triebbefriedigung verpflichtete Julie – von diesem Verlangen handelt Ozons Film, leidlich unterhaltsam, und mit kleinen Längen. »Swimming Pool« funktioniert auf mehreren Ebenen. Zum einen geht es um die Psychologie des Schriftstellers und den Vorgang des Schreibens im Sinne einer selbstgewählten temporären Schizophrenie. Zum anderen geht es um die Beziehung zweier ungleicher Frauen, die im Verlauf des Films durchaus Ähnlichkeiten einer Mutter- und Tochterbeziehung aufweist, wenn auch einer pervertierten. Und drittens erzählt Swimming Pool eine Kriminalgeschichte. Dass es Francoise Ozon gelingt diese Ebenen zu einem stimmigen Ganzen zu verschmelzen, ist seiner kunstfertigen Inszenierung und den hervorragenden Darstellern zu verdanken. Als kühler Stilist vermeidet er jeden Manierismus, konzentriert sich ganz auf die Charaktere und schafft trotzdem eindringliche Bilder voller Sinnlichkeit. Vor allem aber ist »Swimming Pool« ein Film der beiden großartigen Hauptdarstellerinnen. Neben der Souveränität von Charlotte Rampling brilliert Ludivine Sagnier als Luder mit einem beispiellosen Hauch von Haltlosigkeit und Tragik. Ihre Erotik liegt dabei nicht in der Freizügigkeit. Es sind kleine Gesten, die sie so frivol und lasziv machen, ihr schlurfender Gang am Morgen, das mal kecke, mal zickige Lachen, die Haltung der Mundwinkel, der manchmal leere Blick, der Wechsel vom unbekümmerten Mädchen zum Männertraum. Verführerischer hat ein Swimming Pool noch nie ausgesehen. Fazit: Die sommerliche Stimmung von »Swimming Pool« wird von Francois Ozon brillant eingefangen - man hat fast das Gefühl, selbst am Ort des Geschehens zu sein. Und auch wenn die Geschichte nicht gerade wahnsinnig spannend ist, bleibt sie bis zum Schluss interessant und fesselnd. Die einzige Frage bleibt, warum trotz eines offen schwulen Regisseurs alle Männer im Film so dermaßen unattraktiv daherkommen - aber das nur am Rande. In Erinnerung bleibt ganz großes europäisches Kino, das bewegt. Und zwar meist ohne große Gesten.

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Release-Datum 25.12.1980

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Stimmen 113 (6,4/10)
Release-Datum 20.03.1981

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Stimmen 175 (7/10)
Release-Datum 23.09.1988

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Release-Datum 24.01.2013

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Stimmen 98 (5,3/10)
Release-Datum 16.10.2014

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Stimmen 142 (6,7/10)
Release-Datum 15.09.1989

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Stimmen 63 (5,8/10)
Release-Datum 26.06.1992

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Stimmen 859 (7,2/10)
Release-Datum 14.09.2007

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Stimmen 62 (5,7/10)
Release-Datum 17.06.1977

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Stimmen 76 (6,8/10)
Release-Datum 27.03.1973

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Stimmen 129 (6,2/10)
Release-Datum 24.10.1997

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Stimmen 53 (4,6/10)
Release-Datum 20.02.2009

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Release-Datum 07.08.2015

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Stimmen 207 (6,1/10)
Release-Datum 18.06.1999

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Stimmen 543 (7,1/10)
Release-Datum 22.05.2002

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Stimmen 875 (4,9/10)
Release-Datum 26.06.2015

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