Yeti, der Schneemensch


Yeti, der Schneemensch

Übersicht:

Eine Expedition begibt sich im Himalaya-Gebiet auf die Suche nach dem Yeti. Der Botaniker John Rollason wird dabei von seiner wissenschaftlichen Neugier angetrieben, aber der Waffenexperte Tom Friend hat anderes im Sinn. Er möchte den Yeti fangen und danach zur Schau stellen. Als der Trupp auf einen toten Yeti stößt, versuchen sie ihn als Lockvogel für die anderen seiner Art zu verwenden. Doch die hochentwickelten Wesen treiben ein psychologisches Spiel mit den Teilnehmern der Expedition, bei dem einer nach dem anderen ins Gras beißt...

Stimmen 24 (6,4/10)

Laufzeit: 91 Minuten

Release-Datum 1957-08-26

Produktionsfirma:

  • Clarion Films
  • Hammer Film Productions

Produktionsland:

  • United Kingdom

Genres:

  • Abenteuer
  • Horror

Weitere Informationen

Tom Friend
Forrest Tucker
Forrest Tucker
Dr. John Rollason
Peter Cushing
Peter Cushing
Lhama
Arnold Marlé
Arnold Marlé
Helen Rollason
Maureen Connell
Maureen Connell
Dr. Peter Fox
Richard Wattis
Richard Wattis
Edward Shelley
Robert Brown
Robert Brown
Andrew McNee
Michael Brill
Michael Brill
Kusang
Wolfe Morris
Wolfe Morris
Majordomo
Anthony Chinn
Anthony Chinn
Yeti (face)
Fred Johnson
Fred Johnson
Yeti
Jack Easton
Jack Easton
Yeti
Joe Powell
Joe Powell
Director
Val Guest
Val Guest
Story
Nigel Kneale
Nigel Kneale
Screenplay
Nigel Kneale
Nigel Kneale
Producer
Aubrey Baring
Aubrey Baring
Executive Producer
Michael Carreras
Michael Carreras
Associate Producer
Anthony Nelson Keys
Anthony Nelson Keys
Original Music Composer
Humphrey Searle
Humphrey Searle
Director of Photography
Arthur Grant
Arthur Grant
Editor
Bill Lenny
Bill Lenny
Production Design
Bernard Robinson
Bernard Robinson
Art Direction
Ted Marshall
Ted Marshall
Costume Design
Beatrice Dawson
Beatrice Dawson
Makeup Artist
Philip Leakey
Philip Leakey
Camera Operator
Len Harris
Len Harris
Sound Recordist
Jock May
Jock May
Music Director
John Hollingsworth
John Hollingsworth
Hairstylist
Henry Montsash
Henry Montsash

Kalla Malla

Der Wissenschaftler Dr. John Rollason ist mit seiner Frau Helen zu Gast in einem tibetanischen Kloster im Himalaya, von wo aus er sich zusammen mit einem bunt zusammengewürfelten Expeditionstrupp unter der Leitung des hartgesottenen Abenteurers Dr. Tom Friend in die Gipfelhöhen begibt. Rollasons Ziel: sich von der Existenz der legendären Yeti-Menschen zu überzeugen, denen er bereits jahrelange Forschungen gewidmet hat. Und tatsächlich stoßen die Expeditionsteilnehmer nach einem Aufstieg voller Strapazen auf Spuren der geheimnisvollen Schneemenschen. Doch mehr und mehr zerwirft sich die Gruppe untereinander, und die Expedition nimmt einen tragischen Verlauf … Unter den klassischen Fabelwesen des phantastischen Films hat sich auch der Yeti einen eigenen, wenn auch nur kleinen Platz erobern können. Und auch wenn die Existenz eines solchen Geschöpfs auf der Grenze zwischen Mensch und Tier längst ins Reich der Mythologie und der Kryptozoologie verwiesen ist, war dies nicht immer so: 1951 brachte der Bergsteiger Eric Shipton Fotos großer Fußstapfen von einer Himalaya-Expedition zurück, die zu wilden Spekulationen Anlass gaben, und 1954 finanzierte die Daily Mail die bis dahin größte Suchexpedition nach dem geheimnisvollen Schneemenschen, die in Großbritannien ein regelrechtes Yeti-Fieber zur Folge hatten. Im britischen BBC-Fernsehen hatte ein Mystery-Drama namens »The Creature« Erfolg, in dem Peter Cushing einen Wissenschaftler auf der Suche nach dem Yeti spielte, und so fiel den Hammer Studios die Entscheidung nicht schwer, die Rechte zu erwerben und einen Kinofilm zu diesem spekulativen Thema zu produzieren. Peter Cushing als Wissenschaftler wurde der vor allem aus Western bekannte US-Schauspieler Forrest Tucker an die Seite gestellt; die Regie übernahm der vielseitige Val Guest, der für Hammer bereits die beiden Quatermass-Filme »Schock« und »Feinde aus dem Nichts« inszeniert hatte. Guest legte »Yeti, der Schneemensch« als Mischung aus Abenteuerfilm und Drama an, das seine Spannung vor allem aus den menschlichen Konflikten innerhalb des Expeditionsteams schöpfte; wohldosiert ließ er aber auch Ingredienzien des Horrorfilms mit einfließen. Genretypisch ist etwa, dass die Yetis – entgegen dem, was der Filmtitel vermuten lässt, sind es mehrere – nur sukzessive und stückweise gezeigt werden, hier ein Fußabdruck, da ein Schatten, dort eine Pranke, und zuvor lange die Frage offengelassen wird, ob es sie überhaupt gibt oder ob die Forscher nur einem Hirngespinst nachjagen. Gedreht wurde in Schwarzweiß und mit einem anamorphen 2,35:1-Breitbildformat – auf den Filmplakaten mit dem Trademark »Regalscope«, Königsformat, beworben –, was in Verbindung mit den imposanten Aufnahmen der verschneiten, weißen Bergwelt sehr spektakuläre Bilder ergab. Während sich die Schauspieler durch gut gemachte Kulissen des tibetanischen Klosters und der Schneelandschaft in den Bray Studios bewegten, hatte Val Guest zuvor schon mit Doubles Bergszenen in den französischen Pyrenäen abgedreht. Beides wurde so geschickt miteinander verschnitten, dass der Wechsel zwischen Studio- und Außenaufnahmen kaum wahrnehmbar ist, in jedem Fall aber nicht stört. Im Gegenteil bezieht der Film einen ganz besonderen Reiz aus dem Gegensatz zwischen den unendlichen Bergpanoramen und der klaustrophobischen Enge im Inneren des Expeditionszeltes und vermittelt manches Mal beeindruckende Impressionen von Kälte und Weite, die untermauert werden durch einen Soundtrack, der das eisige Pfeifen und Zischen der Winde bewusst in den Vordergrund hebt. Einmal mehr geht es um die Unvereinbarkeit wissenschaftlicher Selbstlosigkeit mit kommerziellen Zielen der Ausbeutung: Während Dr. John Rollason ganz der idealistische Forscher ist, hat Dr. Tom Friend permanent die Dollarzeichen in den Augen und will den Yeti um jeden Preis fangen und ausstellen – wobei er mit seinen wahren Zielen erst herausrückt, als die Expedition schon unterwegs ist. Sowohl Cushing als auch Tucker können in ihren Rollen voll und ganz überzeugen und man freut sich an etlichen scharfzüngigen Wortgefechten der beiden. Über diesen Konflikt hinaus wirft der Film – der Stimmung der Zeit entsprechend oft mit naivem Pathos – Fragen von existenziell und moralisch noch größerer Tragweite auf: Sind in einer Zeit, in der sich die Menschen selbst zu vernichten drohen, eine Rasse wie die friedliebenden Schneemenschen nicht viel eher die Krone der Schöpfung? Und, ganz fortschrittlich: Hat der Mensch das Recht, in unberührte und intakte Öko- und Lebenssysteme einzugreifen? Die Yetis werden als hoch entwickelte Spezies voll natürlicher Weisheit idealisiert und erfüllen die Funktion eines Spiegels, um dem Menschen seine Verblendung und Eitelkeit vorzuführen. Auch wenn ein insgesamt gemächliches Tempo vorherrscht und der Film sein Alter von mehr als 50 Jahren natürlich nicht verleugnen kann, lässt man sich gerne auf dieses dramaturgisch bestens ausformulierte Abenteuer ein. Die Schauspieler sind mit Inbrunst und Engagement bei der Sache, und speziell der – hier noch ungewohnt jung aussehende – Peter Cushing bekleidet hier erstmals eine Rolle mit Bravour, wie er sie in den nächsten Jahren noch etliche Male spielen sollte. So manches »Nebendrama« wie der an mangelnder Konstitution scheiternde Fotograf im Team und interessante Figuren in der zweiten Reihe wie der Lama, der die Rolle des warnenden Orakels spielt, oder die fürs damalige Frauenbild ungewohnt selbstbewusste und initiative Helen, tragen ihren Teil dazu bei, dieses frühe Hammer-Werk zu einem spektablen Klassiker zu machen.

Cliffhanger
Cliffhanger
Stimmen 617 (6,1/10)
Release-Datum 28.05.1993

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Everest
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Stimmen 1854 (6,7/10)
Release-Datum 10.09.2015

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Nordwand
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Stimmen 79 (7,4/10)
Release-Datum 23.10.2008

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The Descent - Abgrund des Grauens
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Stimmen 1068 (6,9/10)
Release-Datum 08.07.2005

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Vertical Limit
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Stimmen 292 (5,9/10)
Release-Datum 08.12.2000

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Nanga Parbat
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Stimmen 9 (6,6/10)
Release-Datum 14.01.2010

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Meru
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Stimmen 70 (7,4/10)
Release-Datum 25.01.2015

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The Summit
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Stimmen 32 (6,9/10)
Release-Datum 12.10.2012

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The Wildest Dream
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Stimmen 14 (6,9/10)
Release-Datum 06.08.2010

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Everest – Gipfel ohne Gnade
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Stimmen 20 (6,3/10)
Release-Datum 06.03.1998

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Climbing Everest with a Mountain on My Back: The Sherpa's Story
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Stimmen 0 (0/10)
Release-Datum 19.03.2013

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Der heilige Berg
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Stimmen 4 (8/10)
Release-Datum 01.11.1926

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K2: Siren of the Himalayas
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Stimmen 4 (6,1/10)
Release-Datum 02.11.2012

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Die sechs großen Nordwände der Alpen
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Stimmen 0 (0/10)
Release-Datum 24.10.2014

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Beyond the Edge - Sir Edmund Hillarys Aufstieg zum Gipfel des Everest
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Stimmen 9 (7,1/10)
Release-Datum 24.10.2013

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Farther Than the Eye Can See
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Stimmen 1 (8/10)
Release-Datum 01.01.2003

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Der schnellste Mann am Berg
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Release-Datum 26.08.2011

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K2 - Traum und Schicksal
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Release-Datum 23.01.2013

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Der Dämon des Himalaya
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Stimmen 0 (0/10)
Release-Datum 16.03.1935

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To Be First: The Quest for Yangmolong
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Stimmen 0 (0/10)
Release-Datum 01.01.0001

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