Frauen in Ketten


Frauen in Ketten

Übersicht:

Die schwarze Prostituierte Lee Daniels (Pam Grier) und die weiße Guerillakämpferin Karen Brent (Margaret Markov) brechen aneinandergekettet aus einem lateinamerikanischen Arbeitslager aus, in dem die inhaftierten Frauen regelmäßig von den sadistischen Wärterinnen gefoltert und vergewaltigt werden. Als Nonnen getarnt begeben sich die Frauen in einem gestohlenen Wagen auf eine abenteuerliche Flucht durch das vom Bürgerkrieg zerrüttete Land und werden von der Miliz und einer rücksichtslosen Drogenbande verfolgt…

Stimmen 25 (5,6/10)

Laufzeit: 87 Minuten

Release-Datum 1973-01-19

Produktionsfirma:

  • Four Associates Ltd
  • American International Pictures (AIP)

Produktionsland:

  • Philippines
  • United States of America

Genres:

  • Action

Weitere Informationen

Lee Daniels
Pam Grier
Pam Grier
Karen Brent
Margaret Markov
Margaret Markov
Ruben
Sid Haig
Sid Haig
Matron Densmore
Lynn Borden
Lynn Borden
Ernesto
Zaldy Zshornack
Zaldy Zshornack
Warden Logan
Laurie Burton
Laurie Burton
Capt. Cruz
Eddie Garcia
Eddie Garcia
Juana
Alona Alegre
Alona Alegre
Rocco
Dindo Fernando
Dindo Fernando
Vic Cheng
Vic Diaz
Vic Diaz
Ronda
Wendy Green
Wendy Green
Jeanette
Lotis Key
Lotis Key
Galindo
Alfonso Carvajal
Alfonso Carvajal
Truck Driver
Bruno Punzalan
Bruno Punzalan
Luis
Subas Herrero
Subas Herrero
Director
Eddie Romero
Eddie Romero
Screenplay
H.R. Christian
H.R. Christian

Kalla Malla

Die schwarze Prostituierte Lee Daniels (Pam Grier) und die Revolutionärin Karen Brent (Margaret Markov) werden in ein amerikanisches Frauengefängnis gesteckt, das eigentlich eher einem militärischen Sicherheitstrakt ähnelt. Und in der Tat kommen hier nur Gefangene hinein, die für das Land eine politische Gefahr darstellen. Der Freund der schwarzen Lee gehört nämlich zu den gefürchteten Guerillakämpfern, die gegen die Streitmächte der Regierung kämpfen. Nach außen hin sind die Frauen aber wegen des Besitzes von Drogen verurteilt worden. Die Direktorin dieses Frauenlagers ist noch recht jung, hübsch und lesbisch. Daher nutzt sie ein Loch in der Wand, um die inhaftierten Mädchen unter der Dusche zu beobachten und sich dabei zu befriedigen. Doch das ist ihr nicht genug. In ihrem Büro macht sie sich an die schwarze Lee heran und gibt ihr zu verstehen, daß sie es besser hätte, wenn sie sich ihr freiwillig hingeben würde. Lee bleibt aber hart und nimmt die daraus resultierenden Konsequenzen in Kauf. Tagsüber müssen die Frauen auf dem Feld arbeiten. Die Direktorin schaut dabei lüstern zu. In der Kantine kommt es zu einem Streit zwischen Lee und dem Mädchen, daß sich freiwillig der Direktorin hingibt. Zur Strafe kommen die beiden in einen Blechkasten mitten in der Gluthitze. Obendrein will man sie in ein anderes Lager verlegen, den sogenannten Hochsicherheitstrakt. Doch der Gefängnisbus kommt niemals an. Die Guerillakämpfer überfallen ihn und töten die meisten Insassen. Lee und Karen können entkommen, bevor die Polizei eintrifft, haben jedoch damit zu kämpfen, daß sie beide mit einer Kette verbunden sind. Damit kommen sie zunächst nicht klar und fangen an, in der Wildnis gegeneinander zu kämpfen. Doch sie kriegen sich wieder ein und setzten ihre Flucht in Nonnenkostümen fort. Neben der Polizei hat aber auch ein gemeiner Drogenboß Interesse an den beiden Mädchen und läßt daher eine Freundin von ihnen foltern. Es beginnt eine Treibjagd. Der Film hat viele gute Seiten, die es alle hintereinander zu bewundern gibt. Das erste Drittel ist ein typischer Frauenknastfilm, der alle gewohnten Klischees bedient und nicht gerade mit nacktem Fleisch spart. Das zweite Drittel erinnert eher an die typischen, asiatischen »Frauen im Dschungel«-Filme, bei der es reichlich Folter und Auswegslosigkeit gibt. Der Rest des Films entwickelt sich zu einem guten Action-/Bandenkriegsfilm, der alles mögliche bietet, angefangen von harten Schußwechseln, Treibjagden und sogar Vergewaltigungen. Deshalb ist dieser Film nur bedingt zum Sexploitation-Genre zu zählen und könnte unter anderer Aufmachung auch als frauenfeindlicher Actionfilm durchgehen. Die deutsche Fassung ist unzenisert und mittlerweile schwer zu bekommen. Die Synchronisation ist recht annehmbar, aber stellenweise witzig (Zitat: »Und warum bist du hier? Wegen falsch parken!«). Irgendwie erinnert der Film von der Handlung her an »Flucht in Ketten« (Regie: Stanley Kramer) aus dem Jahre 1958, nur das hier »zeitgemäß« mehr Sex und Gewalt gezeigt wird. Auf jeden Fall ist dieser Film ein guter Beweis dafür, daß es immer abwechslungsreich ist, wenn man mehrere Genre-Elemente sinnvoll miteinander verknüpft. Im Übrigen zeichnet sich niemand anderes als Trash-Papst Roger Corman für diesen Sexploitation-Actioner verantwortlich. Verglichen mit den teuren USA konnte er auf den Philippinen für ein Bruchteil des Geldes produzieren und war sich den billigen, kaum talentierten, dort lebenden Schauspielern bewusst. Um diese besetzte er dann ein paar bekannte Gesichter und schon war der Fließbandfilm fertig. In diesem Fall stammte das Drehbuch sogar von einem inzwischen recht bekannten Regisseur. Jonathan Demme (»The Silence of the Lambs«, »The Manchurian Candidate«) versuchte hier sehr früh als Drehbuchautor, scheiterte jedoch in allen Belangen. Insbesondere die Dialoge und die abrupten Plotwechsel zeugen nicht gerade von Talent. Auf dem Regiestuhl bewies er dann viel später etwas mehr Geschick. Pam Grier war in ihren Blaxploitation-Rollen wesentlich besser aufgehoben und spielt so, wie der ganze Film auf den Zuschauer wirkt – lustlos. Margaret Markov sieht zwar gut aus, ihr schauspielerisches Können hält sich jedoch auch in Grenzen. Bleibt noch Sid Haig (»Coffy«, »Foxy Brown«, von Tarantino auch immer wieder gern besetzt) als widerlicher Unsympath. Fazit: Viel nackte Haut, ein nichts an Story und völlig uninteressante Figuren absolvieren hier einen spannungsfreien Spießroutenlauf mit zu wenig Action. Für Fans der W.I.P.-Filme oder auch Blaxploitation also geeignet um halbwegs unterhalten zu werden, aufgrund der sexistischen Darstellungsweise eher nichts für Frauenrechtler und Emanzen… Immer noch besser als diverse Nachzieher, denn hier wird wenigstens versucht so etwas wie frischen Wind in das Genre zu bringen.

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Stimmen 483 (6,6/10)
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Stimmen 1255 (7,3/10)
Release-Datum 24.12.1981

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Stimmen 4809 (7,5/10)
Release-Datum 15.07.1988

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Kick-Ass
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Stimmen 5832 (7,1/10)
Release-Datum 22.03.2010

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Stimmen 5575 (6,7/10)
Release-Datum 26.09.2012

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Stimmen 1947 (5,8/10)
Release-Datum 16.10.2013

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Stimmen 1437 (7,5/10)
Release-Datum 24.10.1978

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Stimmen 4100 (8,3/10)
Release-Datum 12.09.1990

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Stimmen 1366 (7,3/10)
Release-Datum 19.10.2007

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Stimmen 1532 (6,9/10)
Release-Datum 09.09.1997

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Stimmen 1050 (7,5/10)
Release-Datum 11.09.2004

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Stimmen 3533 (8/10)
Release-Datum 26.06.1987

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Stimmen 2572 (6,6/10)
Release-Datum 17.07.2014

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Stimmen 1592 (6,3/10)
Release-Datum 04.09.2015

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Stimmen 8258 (7,4/10)
Release-Datum 25.12.2015

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Stimmen 120 (4,2/10)
Release-Datum 09.05.2012

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Stimmen 767 (6,2/10)
Release-Datum 13.08.2009

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Stimmen 232 (6,4/10)
Release-Datum 08.11.2017

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Stimmen 1239 (7,4/10)
Release-Datum 03.08.2017

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