Caché


Caché

Übersicht:

Dem beliebten französischen Fernsehmoderator Georges Laurent werden anonym Videoaufnahmen zugespielt, die ihn und seine Familie zeigen. Die Aufnahmen werden immer brisanter, sie dringen immer weiter in sein Privatleben ein. Seine Ehe mit Anne gerät in eine tiefe Krise. Georges versucht verzweifelt herauszufinden, wer dahintersteckt. Als auch noch Zeichnungen auftauchen, die einen Jungen mit blutendem Mund zeigen, fällt ihm schließlich der algerische Junge Majid ein, den er in seiner Kindheit mit bewusst falschen Anschuldigungen vom elterlichen Hof vertrieben hat. Neue Videoaufnahmen führen ihn in einen schäbigen, überwiegend von Algeriern bewohnten Pariser Vorort. Er folgt der Spur und findet – Majid. Von nun an überschlagen sich die Ereignisse, denn Georges’ Sohn wird entführt. Als Majid ihn zu einem Treffen zu sich nach Hause einlädt, gipfelt Georges’ Martyrium in einem surrealen Höhepunkt …

Stimmen 277 (6,9/10)

Laufzeit: 115 Minuten

Release-Datum 26.01.2006

True

Umsatz: $36,000,000.00

Produktionsfirma:

  • Les Films du Losange
  • Wega Film
  • BIM Distribuzione
  • Centre National de la Cinématographie
  • Filmstiftung Nordrhein-Westfalen
  • France 3 Cinéma
  • Eurimages
  • Bavaria Film
  • Canal+
  • Studio Canal
  • Arte France Cinéma
  • Westdeutscher Rundfunk (WDR)
  • Filmfonds Wien
  • ORF Film/Fernseh-Abkommen
  • Österreichisches Filminstitut

Produktionsland:

  • Austria
  • France
  • Germany
  • Italy
  • United States of America

Genres:

  • Mystery
  • Drama
  • Thriller

Weitere Informationen

Georges Laurent
Daniel Auteuil
Daniel Auteuil
Anne Laurent
Juliette Binoche
Juliette Binoche
La mère de Georges
Annie Girardot
Annie Girardot
Le rédacteur en chef
Bernard Le Coq
Bernard Le Coq
Pierre
Daniel Duval
Daniel Duval
Majid
Maurice Bénichou
Maurice Bénichou
Le fils de Majid
Walid Afkir
Walid Afkir
Pierrot Laurent
Lester Makedonsky
Lester Makedonsky
Mathilde
Nathalie Richard
Nathalie Richard
Yvon
Denis Podalydès
Denis Podalydès
L'infirmière
Caroline Baehr
Caroline Baehr
Le père de Georges jeune
Christian Benedetti
Christian Benedetti
Le policier 2
Loïc Brabant
Loïc Brabant
Chantal
Aïssa Maïga
Aïssa Maïga
Director
Michael Haneke
Michael Haneke
Screenplay
Michael Haneke
Michael Haneke
Director of Photography
Christian Berger
Christian Berger
Editor
Michael Hudecek
Michael Hudecek
Editor
Nadine Muse
Nadine Muse
Casting
Kris Portier de Bellair
Kris Portier de Bellair
Production Design
Emmanuel de Chauvigny
Emmanuel de Chauvigny
Production Design
Christoph Kanter
Christoph Kanter
Costume Design
Lisy Christl
Lisy Christl
Producer
Veit Heiduschka
Veit Heiduschka
Producer
Valerio De Paolis
Valerio De Paolis
Producer
Michael Weber
Michael Weber
Executive Producer
Margaret Ménégoz
Margaret Ménégoz
Executive Producer
Michael Katz
Michael Katz
Producer
Rémi Burah
Rémi Burah
Executive Producer
Andrew Colton
Andrew Colton
Associate Producer
Michael André
Michael André
Hairstylist
Laurent Bozzi
Laurent Bozzi
Sound Editor
Jean-Pierre Laforce
Jean-Pierre Laforce
Production Sound Mixer
Jean-Paul Mugel
Jean-Paul Mugel
Sound Designer
Jean-Paul Mugel
Jean-Paul Mugel

Kalla Malla

Die ruhige Welt des Georges Laurent (Daniel Auteuil) wird nachhaltig erschüttert, als in seinem Haus plötzlich ein Videoband auftaucht, das Aufnahmen der Vorderseite seines Domizils zeigt. Georges' Frau Anne (Juliette Binoche) ist zunächst weniger beunruhigt und misst dem Vorfall keine besondere Bedeutung zu. Das ändert sich aber, als ein weiteres Videoband sowie eine merkwürdige Zeichnung bei ihnen abgegeben wird. Auf sich allein gestellt versucht Georges Licht ins Dunkel zu bringen. Ein drittes Band scheint ihm den entscheidenden Hinweis auf den Urheber zu geben. Bei seinen Nachforschungen wird Georges mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert, die unangenehme Erinnerungen heraufbeschwört. Er gerät in einen unerbittlichen Sog aus Schuld und Angst hinein, der ihn langsam zu erdrücken droht... »Bester Film«, »Bester Regisseur«, »Bester Hauptdarsteller«, »Bester Schnitt«, »Preis der Filmkritik«! Michael Hanekes Film »Caché« war der große Abräumer des Europäischen Filmpreises 2005. Sein perfektes Psycho-Drama über den Einfluss des Unbekannten auf den menschlichen Geist folgt keiner Filmregel und ist ein unglaublich verstörender filmischer Hochgenuss. Die Regie von Haneke ist makellos. Er serviert uns eine Reihe von sehr langen Szenen die beinahe ohne Schnitte auskommen. Durch diese sehr langen, beinahe qualvollen Einstellungen reibt er die Nerven der Zuseher zusätzlich auf. Allein der Beginn von »Caché« ist schon ein Hochgenuss: Es wird die Hausfront von Georges und Anne gezeigt, man sieht sie das Haus verlassen, Passanten kreuzen den Weg und plötzlich sieht man wie im Bild vor und zurückgespult wird. Die ganze Einstellung war nur ein Videoband das im Film abgespielt wird. Haneke zeigt uns die Verstörung die das ungewohnte auf den Menschen ausübt. Der Zuseher kann sich den ganzen Film über nicht sicher sein ob das gezeigte ein Videoband oder die Echtzeit ist. Die Frage nach dem »Wer« gerät in »Caché« zwar zum einen in den Hintergrund und weicht dem viel essentielleren »Warum«, jedoch ist eben genau dieses nicht wissen wer die Bänder dreht ein Einfluss über den sich der Zuseher mit den Protagonisten verbunden fühlt. Wir sehen nur das Resultat das dieser Unbekannte Einfluss auf das Familienleben ausübt. Alle werden verstört, haben Angst und beginnen sich zu streiten. Georges wird auf seine längst vergessene Kindheit zurückerinnert und ihm wird vor Augen geführt welch schrecklichen Fehler er damals begangen hat. Gleichzeitig unterstreichen die sehr langen, ununterbrochenen Szenen die psychologische Intensität des Films. Da der ganze Film ohne Musikuntermalung dargeboten wird muss er natürlich auf eine andere Weise Spannung erzeugen. Haneke zeigt uns die simpelsten Tätigkeiten der Familie und auf Grund der Länge dieser Szenen und der äußerlichen Bedrohung des Voyeurs knistern selbst die unbedeutendsten Szenen vor Spannung. Stets erwartet man das etwas passieren muss. Der Betrachter schlüpft in die Rolle der Familienmitglieder und steht ständig unter Druck. Durch die sehr ruhige Herangehensweise wirkt der Film umso beklemmender. Haneke versucht mit »Caché« nicht den Zuseher zu unterhalten, er versucht ihn zu verstören und zum Denken anzuregen. Die langen Einstellungen und die Intensität der gezeigten Bilder nehmen den Zuseher psychisch so stark mit das, sobald einmal etwas ungewöhnliches gezeigt die totale Verstörung eintritt. Neben dem Aspekt der Verstörung hat »Caché« auch noch andere Inhalte. Vor allem portraitiert Haneke grandios wie sich ungewohnte Einflüsse auf den Menschen auswirken. Man sieht die psychische Veränderung die das Ehepaar durchmacht. Wegen den geringsten Kleinigkeiten beginnen sie eine Streit und werden immer labiler. Ausgezeichnet ist auch das sich Haneke selbst bei seiner Figurenzeichnung keiner Regel beugt. Seine Familie ist alles andere als die gewöhnliche Hollywood Familie. Sie leiden unter Kommunikationsstörungen und scheinen längst nur mehr aus Gewohnheit miteinander zu Leben. Dieses Unbehagen selbst innerhalb der Familie trägt dazu bei dass sich der Zuseher den ganzen Film über nie wirklich wohl fühlt, was wiederum der grandiosen verstörenden Atmosphäre zu gute kommt. »Caché« liefert auch noch andere subtil übermittelte Kritikpunkte, wie etwas leichte Kritik an der Polizei oder Kritik an der Kolonialvergangenheit Frankreichs, diese Punkte bleiben aber im Hintergrund, damit sich Haneke voll und ganz auf sein psychologisches Spiel konzentrieren kann. Auf Gewalt verzichtet er dabei beinahe zur Gänze. Nur ein einziges Mal fließt Blut, dies wirkt dann aber umso dramatischer und verstärkt die ohnehin schon stark vorhandene Beklemmung des Films noch. Getragen wird »Caché« souverän durch die perfekten Darsteller. Sowohl Daniel Auteuil, als auch Juliette Binoche liefern eine Galavorstellung ab und überzeugen voll und ganz. Sie machen den ganzen Film über keinen Fehler und beweisen sich in den sehr schwer zu spielenden, überlangen Einstellungen die Haneke für seinen Film verwendet. »Caché« ist ein sehr anspruchsvoller Film der sicher nicht jeden gefallen wird. Blockbuster verwöhnte 08/15 Kinogänger, die jedes denken im Kino vermeiden wollen sind mit »Caché« falsch beraten. Zwar ist die grobe Geschichte die hinter dem Film steht nicht unbedingt schwer zu verstehen, jedoch besteht »Caché« zum Grossteil aus nicht enden wollender Liebe zu Detail und subtilen Andeutungen die ein Zuseher, der nicht voll und ganz bei der Sache ist einfach nicht verstehen wird. Die Affäre der Ehefrau wird einem nicht auf dem Silbertablett serviert, sondern muss vom Zuseher selbst entdeckt werden, die psychologische Intensität des Films entwickelt sich nur wenn man in den Gedanken auch mit dabei ist. Es ist hier nicht wie in Horrorfilmen das einen das Schreckliche durch Musik angekündigt wird und dann der Schockmoment mit einem Holzhammer übermittelt wird. »Caché« überlässt den Zuseher wie sehr er sich auf das psychische Grauen einlässt. Wenn man darauf einsteigt ist »Caché« ein spannendes, tiefgreifendes und außerordentlich verstörendes Meisterwerk. Wenn man sich nicht auf den Film einlässt wird einem wohl einfach nur Langweilig werden. »Caché« ist sicher ein sehr fordernder Film, der vom Zuseher vollste Konzentration erwartet und ist deshalb für die breite Masse schlicht ungeeignet. Fazit: Ungewöhnlich effektfrei inszenierter Thriller, dessen Horror sich im scheinbar Alltäglichen und in der Fantasie des Zuschauers entfaltet.

Ratatouille
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Stimmen 5684 (7,5/10)
Release-Datum 22.06.2007

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Die Gärtnerin von Versailles
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Stimmen 275 (6/10)
Release-Datum 13.09.2014

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Hard Candy
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Stimmen 940 (6,8/10)
Release-Datum 14.01.2005

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Stimmen 215 (7,4/10)
Release-Datum 15.04.2005

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Stimmen 133 (7,8/10)
Release-Datum 08.06.1939

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Stimmen 226 (6,8/10)
Release-Datum 18.08.1989

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Stimmen 280 (6,4/10)
Release-Datum 01.01.1980

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Stimmen 487 (6,2/10)
Release-Datum 20.01.2008

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Stimmen 86 (7,2/10)
Release-Datum 14.04.1993

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Stimmen 167 (6,3/10)
Release-Datum 08.12.1982

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Snow White
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Stimmen 1 (6/10)
Release-Datum 07.08.2005

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La Captive
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Stimmen 7 (4,6/10)
Release-Datum 27.09.2000

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