Marnie


Marnie

Übersicht:

Marnie Edgar ist eine eiskalte Gewohnheitsdiebin. Sie nutzt ihr Aussehen, um das Vertrauen ihrer Brötchengeber zu gewinnen, sie anschließend auszurauben und dann eine neue Identität anzunehmen. Ihre einzige Liebe gehört den Pferden und ihrer Mutter, obwohl auch diese Beziehung problematisch ist. Als Marnie einen Job im Verlag von Mark Rutland annimmt, erkennt dieser sie wieder, da ihr ehemaliger Arbeitgeber ein Klient von ihm ist. Anstatt sie bloßzustellen, beschließt er, sie zu beobachten.

Stimmen 298 (7,2/10)

Laufzeit: 124 Minuten

Release-Datum 16.09.1964

True

Budget: $2,135,161.00

Umsatz: $7,000,000.00

Tagline: Diebin... Lügnerin... Schwindelin... sie war alles davon und er hat es gewusst!

Produktionsfirma:

  • Universal Pictures

Produktionsland:

  • United States of America

Genres:

  • Krimi
  • Drama
  • Mystery
  • Thriller

Weitere Informationen

Marnie Edgar/Margaret Edgar/Peggy Nicholson/Mary Taylor
Tippi Hedren
Tippi Hedren
Mark Rutland
Sean Connery
Sean Connery
Lil Mainwaring
Diane Baker
Diane Baker
Sidney Strutt
Martin Gabel
Martin Gabel
Bernice Edgar
Louise Latham
Louise Latham
Mr. Rutland
Alan Napier
Alan Napier
Cousin Bob
Bob Sweeney
Bob Sweeney
Man at Track
Milton Selzer
Milton Selzer
First Detective
Henry Beckman
Henry Beckman
Rita - Cleaning Woman
Edith Evanson
Edith Evanson
Susan Clabon
Mariette Hartley
Mariette Hartley
Sailor
Bruce Dern
Bruce Dern
Sam Ward
S. John Launer
S. John Launer
Mrs. Turpin
Meg Wyllie
Meg Wyllie
Jessie
Kimberly Beck
Kimberly Beck
Office worker teasing the cleaning lady
Rupert Crosse
Rupert Crosse
Marnie (as a child)
Melody Thomas Scott
Melody Thomas Scott
Mrs. Maitland
Lillian Bronson
Lillian Bronson
Party Guest
Kenner G. Kemp
Kenner G. Kemp
Mr. Garrett - Manager of Farm (uncredited)
Harold Gould
Harold Gould
Minor Role (uncredited)
Emmaline Henry
Emmaline Henry
Man Leaving Hotel Room (uncredited)
Alfred Hitchcock
Alfred Hitchcock
Director
Alfred Hitchcock
Alfred Hitchcock
Author
Winston Graham
Winston Graham
Screenplay
Jay Presson Allen
Jay Presson Allen
Producer
Alfred Hitchcock
Alfred Hitchcock
Original Music Composer
Bernard Herrmann
Bernard Herrmann
Director of Photography
Robert Burks
Robert Burks
Editor
George Tomasini
George Tomasini
Production Design
Robert F. Boyle
Robert F. Boyle
Set Decoration
George Milo
George Milo
Unit Production Manager
Hilton A. Green
Hilton A. Green
Screenplay
Evan Hunter
Evan Hunter

Kalla Malla

Seinerzeit von der Kritik verrissen und vom Publikum ignoriert, ist Alfred Hitchcocks »Marnie« heute endlich als eines der wichtigsten Werke des Meisters anerkannt, selbst wenn seine Schwächen immer noch deutlich sind. Die Story: Marnie (Tippi Hedren) ist eine sexuell gestörte Diebin, die sich unter falschen Identitäten Zugang zu den Tresoren ihrer Arbeitgeber verschafft, diese ausraubt und auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Ihr neuer Boss ist aber der unwiderstehliche Sean Connery, und dieser wirft gleich mehrere Augen auf die Dame, erpresst sie zur Heirat und kommt einem schrecklichen Erlebnis aus Marnies Kindheit auf die Spur, das ihr zwanghaftes Verhalten auslöste... Zugegeben, die Psychologie ist hier noch naiver als in Hitchcocks Klassiker »Spellbound - Ich kämpfe um dich« (1945). Die Vorstellung, dass es für jede Störung einen klaren Auslöser gibt, dessen Bewusstmachung alleine reicht, um jahrelange Neurosen zu heilen, ist typisch Hollywood und wird heute als Küchenpsychologie bezeichnet. Dazu ist »Marnie« etwas zu lang und zu dialoglastig geraten, was sogar Drehbuchautorin Jay Presson Allen zugibt, die aufgrund ihrer Theatererfahrung die Figuren oft Monologe halten lässt, anstatt filmischen Dialog zu verwenden. Kritiker warfen Hitchcock zudem die schlampigen Rückprojektionen und gemalten Hintergründe vor, die von Hitchcock-Verehrern über die Jahrzehnte als bewusst eingesetzte Abbilder von Marnies gestörtem Unterbewusstsein erkannt werden wollten. Laut Donald Spotos Biografie »The Dark Side of the Genius« hält sich das Vorurteil, Hitchcock hätte kaum noch Interesse an der Fertigstellung des Films gehabt, nachdem er sich an Hauptdarstellerin Tippi Hedren herangemacht hatte, die ihn aber abwies. Tatsächlich war das Verhältnis der beiden während der Dreharbeiten gespalten, aber die Entscheidung über technische Aspekte hat Hitchcock immer noch bewusst getroffen. Als »Marnie« muss Hedren die ultimative Erniedrigung über sich ergehen lassen. Sie wird in der Hochzeitsnacht von ihrem Ehemann Connery vergewaltigt, nachdem sie sich seiner Annäherung entziehen wollte. Diese Szene, die bereits in der Romanvorlage enthalten ist, führte zum Bruch mit dem ursprünglichen Drehbuchautor Evan Hunter (»Die Vögel«, 1962), der sich weigerte, diese Sequenz zu schreiben, weil er der (berechtigten) Meinung war, das Publikum würde jede Sympathie mit der Connery-Figur verlieren. Er wurde durch Autorin Jay Presson Allen ersetzt, die keine Probleme damit hatte und die Szene weniger als Vergewaltigung denn als problematische Ehe-Situation sah. Was »Marnie« aber so außergewöhnlich macht, sind die ausgefallenen Kameraperspektiven Hitchcocks, die Konzentration auf die Psyche der weiblichen Hauptfigur und die Zeichnung der Beziehung von Connery und Hedren, die an krankhaftem Verhalten kaum zu übertreffen ist. Connery sieht Hedren als gefährliches Großwild, das man jagen und einfangen muss. Die Tatsache, dass sie eine Diebin ist, erregt ihn emotional und sexuell. So dringend Marnie eine Therapie benötigt - er braucht sie noch dringender. Hitchcock inszeniert grandiose Passagen wie eine traumatische Fuchsjagd, in deren Verlauf Hedren ihr Pferd erschießen muss, sowie einen Einbruch, der in vollkommener Stille abläuft und an Spannung kaum zu übertreffen ist. Eine grandiose Kamerafahrt durch Connerys Anwesen und eine Partygesellschaft bis zu einer Tür, hinter der ein Überraschungsgast wartet, erinnert an die ähnlich großartige Kranfahrt in »Berüchtigt« (1946). Die finalen Rückblenden, in denen das grausige Ereignis aus Marnies Kindheit bebildert wird, können heute noch verstören. Grandios untermalt wird das dramatische Geschehen von Meisterkomponist Bernard Herrmann. Dessen schwermütige Musik wurde von den produzierenden Universal-Studios missbilligt, und bei Hitchcocks folgendem Film »Torn Curtain« (1966) wurde er gebeten, eine modernere Musik mit verkaufsträchtigem Song zu komponieren. Nach seiner Weigerung wurde er gefeuert, und die jahrelange Freundschaft zwischen Herrmann und Hitchcock war beendet. Und noch ein Wort zu der oft gescholtenen Besetzung - Sean Connery hat exakt die lauernde, animalische Ausstrahlung, die die Rolle verlangt, und Tippi Hedrens Darstellung trägt den ganzen Film mühelos und sorgt dafür, dass wir an einer im Grunde unsympathischen, krankhaften und kriminellen Hauptfigur nie das emotionale Interesse verlieren. Sie gehört zu den meistunterschätzten und ignorierten Leistungen der Filmgeschichte. Als Marnies Mutter zeigt Louise Latham dazu eine absolut beeindruckende Vorstellung - sie ist es selbst, die in den Rückblenden ihr 20 Jahre jüngeres Ich spielt. Es waren übrigens die Feministinnen und die französischen Filmemacher, die »Marnie« stets verteidigten und zu einem besseren Ruf verhalfen. Als Geschichte einer Frau, die sich weigert, sich gesellschaftlichen Schranken zu unterwerfen und in einer heterosexuellen Ehegemeinschaft ihr Heil zu finden, ist »Marnie« heute noch ein faszinierendes Studienobjekt und beweist, wie sehr Hitchcock seiner Zeit voraus war. Er gibt der missbrauchten, von allen gejagten und erniedrigten Frau eine Stimme, und er lässt sie ihren Zorn hinausschreien. Fazit:Trotz oder sogar wegen seiner Schwächen gehört »Marnie« zu den Sternstunden des Kinos. Ich kann ihn immer wieder sehen und darin versinken. Ein Film über und voller Obsessionen.

The Mechanic
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Stimmen 1198 (6,3/10)
Release-Datum 13.01.2011

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Bei Anruf Mord
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Stimmen 651 (7,9/10)
Release-Datum 29.05.1954

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Stimmen 1431 (6,7/10)
Release-Datum 20.11.1998

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Dogville
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Stimmen 776 (7,6/10)
Release-Datum 19.05.2003

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Die Bourne Verschwörung
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Stimmen 3260 (7,2/10)
Release-Datum 23.07.2004

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Die Jury
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Stimmen 643 (7,1/10)
Release-Datum 24.07.1996

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Irreversibel
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Stimmen 633 (7/10)
Release-Datum 22.05.2002

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The American
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Stimmen 539 (5,8/10)
Release-Datum 31.08.2010

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Shoot 'Em Up
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Stimmen 699 (6,3/10)
Release-Datum 26.07.2007

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Absolute Power
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Stimmen 256 (6,5/10)
Release-Datum 14.02.1997

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Heat
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Stimmen 2225 (7,7/10)
Release-Datum 15.12.1995

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Hard Candy
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Stimmen 940 (6,8/10)
Release-Datum 14.01.2005

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Im Sumpf des Verbrechens
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Stimmen 141 (6,1/10)
Release-Datum 17.02.1995

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Under Suspicion - Mörderisches Spiel
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Stimmen 128 (6,2/10)
Release-Datum 24.09.2000

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Strange Days
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Stimmen 400 (6,9/10)
Release-Datum 13.10.1995

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Wild Things
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Stimmen 518 (6,3/10)
Release-Datum 20.03.1998

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Willkommen bei den Rileys
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Stimmen 163 (6,4/10)
Release-Datum 29.10.2010

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The Guard - Ein Ire sieht schwarz
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Stimmen 427 (6,8/10)
Release-Datum 07.07.2011

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Immer Ärger mit Harry
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Stimmen 187 (6,9/10)
Release-Datum 03.10.1955

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Fletcher's Visionen
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Stimmen 524 (6,5/10)
Release-Datum 07.08.1997

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