Dr. Jekyll ist beseelt von dem Gedanken, das Gute und das Böse in der menschlichen Seele voneinander trennen zu können, und experimentiert daher mit Chemikalien, um einen Wirkstoff zu finden, der seine Vision Wirklichkeit werden lassen soll.
Laufzeit: 98 Minuten
Release-Datum 1931-12-31
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Ein angesehener Londoner Arzt entwickelt eine Droge, mit deren Hilfe er eine Spaltung seines Ichs vornehmen kann. In der Gestalt des schrecklichen Mr. Hyde erlaubt er sich Dinge, die er als Dr. Jekyll verdrängen muss. Ein Mord an einem Mädchen wird ihm schließlich zum Verhängnis... Der Film wurde wegweisend in Dramaturgie und Tricktechnik, beispielsweise im Einsatz der subjektiven Kamera oder in den Verwandlungsszenen, in denen spezielle Filter das Make-Up bei Hauptdarsteller Fredric March zur Geltung brachten. Nach der Uraufführung rief der Film die Zensur auf den Plan. In einigen US-Bundesstaaten wurden Szenen, die Gewalt und erotische Anspielungen enthielten, geschnitten. In Deutschland wurde er von den Nationalsozialisten sogar ganz verboten. 1935 plante Paramount eine Wiederaufführung des Films und entfernte ganze 14 Minuten aus dem Film, zu denen auch unverfängliche Szenen gehörten, wie zum Beispiel Dr. Jekylls Trennung von Muriel. Etwa 70 Jahre nach der Premiere konnte die ursprüngliche Laufzeit wiederhergestellt werden. Klassischer Horrorfilm, der als die beste der über 50 Verfilmungen von R. L. Stevensons Roman gilt. Das ursprüngliche Thema der Vorlage, Gut und Böse in der menschlichen Seele, wurde neu gestaltet als philosophische Reflexion über Natur und Zivilisation, verzichtend auf moralische Wertungen. Die brillante Trickgestaltung sowie der planmäßige Einsatz der subjektiven Kamera machen Mamoulians Werk auch filmgeschichtlich interessant. - Lexikon des internationalen Films